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AUS DEM GEMEINDERAT

Nicht nur zum Kicken: Aschau am Inn prüft Möglichkeiten für Multifunktionsplatz

Der Wunsch nach einem Multifunktionsplatz in Aschau ist nicht neu. Jetzt will die Gemeinde klären, ob auf dem Grundstück südlich des Sportplatzes ein Solcher überhaupt möglich ist. Eine grundsätzliche Entscheidung für den Bau ist das allerdings noch nicht.
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Der Wunsch nach einem Multifunktionsplatz in Aschau ist nicht neu. Jetzt will die Gemeinde klären, ob auf dem Grundstück südlich des Sportplatzes ein Solcher überhaupt möglich ist. Eine grundsätzliche Entscheidung für den Bau ist das allerdings noch nicht.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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In der Diskussion um den Bau eines Multifunktionsplatzes in Aschau setzt die Gemeinde noch mal alles auf Anfang. Denn bevor dazu überhaupt eine Entscheidung getroffen werden kann, müssen die Rahmenbedingungen stimmen.

Aschau – Ein Kunstrasenplatz ist der große Wunsch des SV Aschau. Ein zusätzlicher Platz würde die Trainingssituation der Mannschaften entzerren, gleichzeitig wäre man mit einem solchen Platz witterungsunabhängig. Doch einen solchen Platz kann der Verein finanziell nicht allein stemmen und hatte deshalb mit Zuschüssen vom Förderprogramm Leader und vom Bayerischen Landes-Sportverband kalkuliert. Auch die Gemeinde hatte eine Unterstützung zugesagt, daran aber die Bedingung geknüpft, dass der Platz auch öffentlich genutzt werden kann.

„Bebauungsplan ist der richtige Weg“

Für den SV Aschau ist ein Multifunktionsplatz „wichtiger denn je“. Gerade im Bereich der Jugendlichen erlebt der Verein einen großen Zulauf, wie Vorsitzender Johannes Volk auf Nachfrage sagt. Weil ein Multifunktionsplatz fast ganzjährig bespielbar ist, würde sich in den Wintermonaten auch die Situation in der Gemeindehalle entzerren.

Volk begrüßt es, dass der Platz auch für andere Sportmöglichkeiten offen stehe, die Nutzung müsse allerdings geregelt werden. Volk könne sich gut vorstellen, dass beispielsweise auch Volleyballer und Turner den Platz nutzen. Mit einem Bebauungsplan schlage Aschau den richtigen Weg ein: „Dieser Schritt muss so gegangen werden. Die Rahmenbedingungen müssen geklärt werden, sonst macht das keinen Sinn. Der Gemeinderat hat gezeigt, dass er hinter der Sache steht.“

Nutzungskonzept ist nötig

Das hat Bürgermeister Christian Weyrich (CSU) noch einmal deutlich gemacht. „Es braucht ein Nutzungskonzept.“ Auch anderen Vereinen und der Öffentlichkeit soll der Platz zur Verfügung stehen, eine exklusive Lösung für den SV Aschau soll der Multifunktionsplatz nicht werden.

Doch bevor ein solcher überhaupt geplant werden kann, ist erst einmal ein Bebauungsplan nötig. Über einen Solchen hatte man bereits in der Vergangenheit diskutiert, angestoßen wurde er allerdings nicht. Ein Bebauungsplan soll klären, ob der Bau des Platzes auch aus bauplanungsrechtlicher Sicht möglich ist. „Das bedingt aber nicht den Bau des Platzes“, machte Weyrich gleich zu Beginn klar.

Die Verwaltung soll die Durchführbarkeit prüfen, mögliche Kooperationen und Fördermöglichkeiten klären und einen langfristigen Kosten- und Finanzierungsplan erstellen. „Erst dann weiß man, ob und in welchem Ausmaß dort gebaut werden kann“, sagte Weyrich. Mittels einer Bauleitplanung soll geprüft werden, ob dort gebaut werden kann. Dabei sollen unter anderem Fragen wie Verkehr, Lärm oder Ökologie geklärt werden.

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„Auf was muss man achten? Welche Auswirkungen hat das auf die Kosten? Was ist möglich“, sagte Weyrich. Baurecht, Finanzierung und Nutzungskonzept, fasste er es zusammen. Die Entscheidung für den Bau eines Multifunktionsplatzes soll „nicht auf Sand“ gestellt werden.

Erster Schritt: Ein Bebauungsplan für das Gelände

Die Grundstücksverhandlungen mit dem Eigentümer laufen, entschieden ist noch nichts, aber Weyrich ist zuversichtlich. „Es ist entscheidend, ob wir den Grund kaufen oder pachten können“, sagte Bärbel Bischoff (AWG). Eine Pacht würde ganz andere Folgekosten nach sich ziehen.

Grundsätzlich begrüßte das Gremium das Vorgehen, einen Bebauungsplan auf den Weg zu bringen. „Dann haben wir Klarheit, auf was wir aufpassen müssen“, sagte Klemens Schneider (AWG). Auf Zahlen und Fakten will auch Martin Höpfinger (SPD) die Entscheidung stützen. Einen Bebauungsplan bewertete Andreas Kölbl (AWG) als „richtigen Schritt, ob die Sportstätte entstehen kann“. Auch er favorisierte den Kauf des Grundstücks, weil somit die Planungen der Gemeinde langfristig Bestand hätten.

Grundlagen schaffen

Auch nach Meinung von Thomas Wintersteiger (CSU) soll die Gemeinde nun die Grundlagen schaffen und den Weitblick haben, das Sportzentrum weiterzuentwickeln. Davon könnten alle profitieren. Aber es braucht „eine saubere Kostenaufstellung“. „Das Projekt wartet schon lange“, sagte Alexandra Kutschera (Bündnis Aschau).

Die Vorarbeiten sollen nicht lange auf die Bank geschoben werden. Der Gemeinderat war sich einig, dass ein Flächennutzungsplan und Bebauungsplan für den Multifunktionsplatz aufgestellt werden sollen. Damit will man die Umsetzbarkeit eines Multifunktionsplatzes bauplanungsrechtlich prüfen.

„Bebauungsplan ist der richtige Weg“

Für den SV Aschau ist ein Multifunktionsplatz „wichtiger denn je“. Gerade im Bereich der Jugendlichen erlebt der Verein einen großen Zulauf, wie Vorsitzender Johannes Volk auf Nachfrage sagt. Weil ein Multifunktionsplatz fast ganzjährig bespielbar ist, würde sich in den Wintermonaten auch die Situation in der Gemeindehalle entzerren.

Volk begrüßt es, dass der Platz auch für andere Sportmöglichkeiten offen stehe, die Nutzung müsse allerdings geregelt werden. Volk könne sich gut vorstellen, dass beispielsweise auch Volleyballer und Turner den Platz nutzen. Mit einem Bebauungsplan schlage Aschau den richtigen Weg ein: „Dieser Schritt muss so gegangen werden. Die Rahmenbedingungen müssen geklärt werden, sonst macht das keinen Sinn. Der Gemeinderat hat gezeigt, dass er hinter der Sache steht.“

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