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Auszeit bringt Wende für Markus Huber

Bibelstellen statt Börsenkurse - Banker aus Aschau am Inn opfert Karriere für neue Berufung

Ein ehemals erfolgreicher Banker hat beschlossen, sich ganz Gott zuzuwenden. Er hat seinen Job an den Nagel gehängt und studiert als Spätberufener jetzt Theologie.
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Ein ehemals erfolgreicher Banker hat beschlossen, sich ganz Gott zuzuwenden. Er hat seinen Job an den Nagel gehängt und studiert als Spätberufener jetzt Theologie.
  • VonUrsula Huckemeyer
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Er war bereits als Bereichsleiter bei der VR-Bank. Mehrere Todesfälle haben ihn zum Umdenken gebracht, jetzt hat er zu Gott gefunden.

Aschau am Inn – In seiner Bibel stecken viele bunte Lesezeichen. Besondere Psalmen, Sprüche und Briefe sind eingemerkt. Einige Seiten im Buch schauen ein bisschen gewölbt aus. „Ich lese auch in der Badewanne, so ist es schon vorgekommen, dass mir die Bibel ins Wasser gefallen ist“, gibt Markus Huber zu, der seit drei Jahren an der Hochschule in Heiligenkreuz bei Wien Theologie studiert.

Sein Leben Gott zu widmen, war aber keineswegs vorgezeichnet. Der 40-Jährige ist gelernter Bankkaufmann. Er stieg bei der „VR-meine Raiffeisenbank“ in Altötting und später in Traunreut nicht die Himmelsleiter, sondern ziemlich steil die Karriereleiter hinauf. Am Ende seines weltlichen Arbeitslebens ist der Aschauer als Bereichsdirektor tätig gewesen.

Warum er im September 2019 endgültig seinen Schreibtisch räumte, erklärt der freie Theologiestudent so: „In meiner Familie gab es in kürzester Zeit mehrere Todesfälle zu beklagen. Aufgrund dieser Situation und auch hinsichtlich weiterer Problematiken brauchte ich schließlich eine Auszeit. Ein Freund riet mir, an Exerzitien teilzunehmen, was ich auch befolgte. Diese Zeit prägte mich auf nachhaltige Art und Weise.“

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Eine für ihn zentrale Bibelstelle lautet „Haltet euch an meine Gebote, damit ihr ein gutes Leben habt.“ Diese Aussage möchte der 40-Jährige gerne in die Welt hinaus tragen. Er weist zusätzlich auf den ersten Petrusbrief hin, in dem es heißt: „Ihr könnt alle Sorgen auf mich werfen.“ „Wer dies beherzigt, dessen Schultern werden leicht und innerer Friede kehrt ein“, glaubt Huber felsenfest.

Hochschule in Heiligenkreuz als neue Heimat

An der Hochschule in Heiligenkreuz fühlt er sich jedenfalls bestens aufgehoben. „Bei uns studieren Leute aus der ganzen Welt. Wir erfahren eine katholische bibeltreue Ausbildung, was mir sehr entgegenkommt“, betont der engagierte Christ.

Drei Jahre Studium sind nun bereits absolviert. Jetzt ist quasi Halbzeit. Im Oktober hat das neue Semester begonnen. Welche Richtung der Spätberufene nach Abschluss des Theologiestudiums einschlagen wird, ist bis zum heutigen Tag völlig offen. „Ob ich Orts- oder Stadtpfarrer werde oder ob ich vielleicht in einen Orden eintrete, ist noch unklar.“

Gott wird ihm den Weg weisen

Immerhin sei dies eine elementare Entscheidung. Doch Huber ist davon überzeugt, dass Gott ihm beizeiten schon anzeigen werde, welcher Weg für ihn der Geeignete sei. Der Student ist allerdings gerade dabei, Ordensgemeinschaften aufzusuchen, um sich davon ein genaueres Bild zu machen.

Menschen mit Sorgen will er Hilfe anbieten

Auf Freizeitaktivitäten angesprochen, zählt der Aschauer Joggen und Fußball auf. Viel wichtiger sei ihm allerdings, die freie Zeit in Menschen zu investieren, die mit Kummer und Schmerz beladen sind. Markus Huber will hier seine Hilfe anbieten. Aber auch auf Diskussionen freut er sich im Hinblick auf Glauben und Kirche.

Wer den einstigen Banker, der jetzt Priester werden möchte, kontaktieren will, kann dies unter der Mailadresse markusmarkus.web@web.de tun.

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