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AfD erhebt schwere Vorwürfe gegen CSU und SPD

Kritischer Arzt sagt Teilnahme an Corona-Demo in Mühldorf wegen Streit im Vorfeld ab

Eine der ersten Demonstrationen gegen Coronavorschriften auf dem Mühldorfer Stadtplatz fand im November auf Einladung von Franz Stemmer statt. Am Samstag bittet Jürgen Wetzel zur Versammlung, im Vorfeld gibt es Streit zwischen Teilnehmern und Parteien.
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Eine der ersten Demonstrationen gegen Coronavorschriften auf dem Mühldorfer Stadtplatz fand im November auf Einladung von Franz Stemmer statt. Am Samstag bittet Jürgen Wetzel zur Versammlung, im Vorfeld gibt es Streit zwischen Teilnehmern und Parteien.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Der Mühldorfer Arzt und Gegner der Corona-Regeln Dr. Rüdiger Pötsch hat seine Teilnahme an der Demonstration in Mühldorf am Samstag abgesagt. Derweil erhebt die AfD schwere Vorwürfe gegen CSU und SPD.

Mühldorf – Die Rednerliste bei der Versammlung gegen die Corona-Regeln am Samstag auf dem Stadtplatz wird kürzer: Nach dem AfD-Bundestagskandidaten Dr. Klaus Lang verzichtet jetzt auch der Mühldorfer Arzt Dr. Rüdiger Pötsch. Er sagte seine Teilnahme ab.

„Verlust jeglicher Diskussionskultur in diesem Land“

„Ich war der Meinung, es handle sich um eine wissenschaftlich-sachliche Diskussion über Pro und Contra der Corona-Maßnahmen“, betonte er. „Dem Mühldorfer Anzeiger entnehme ich ein entwürdigendes Gezänk lokalpolitischer Marionetten als weiteren Beweis für den Verlust jeglicher politischer und wissenschaftlicher Diskussionskultur in diesem Land.“ Deshalb werde er an der Versammlung nicht teilnehmen.

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Die AfD weist Vorwürfe zurück, sie habe die Veranstaltung okkupieren wollen

Redner nicht persönlich kontaktiert

Das hatte der CSU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Stefan Mooshuber, gesagt, der am Samstag als Redner auftreten will und dafür von seiner Partei und der SPD kritisiert wurde.

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Der AfD-Kreisvorsitzendee Oliver Multusch erklärte, dass AfD-Kandidat Lang „zu keinem Zeitpunkt vom Veranstalter persönlich kontaktiert“ worden sei.

AfD attackiert CSU und SPD

Es habe lediglich eine Anfrage an den AfD-Kreisverband gegeben, ob Lang als Redner zur Verfügung stehe. Das habe er Multusch, unter dem Vorbehalt einer Absprache mit Lang zugesagt. „Dass unter diesen Umständen Lang auf eine erste Rednerliste gesetzt wurde, liegt in der Verantwortung des Veranstalters und nicht der AfD.“

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Multusch kritisierte die Reaktion von CSU und SPD. „Diese Leute sind sich ihres undemokratischen und diskriminierenden Gebarens offensichtlich nicht einmal bewusst.“ SPD-Vorsitzende Angelika Kölbl und Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber (CSU) wünschten sich wohl eine „Meinungsfreiheit wie in einem totalitären System“, in dem sie festlegen, was gesagt werden darf und was nicht.

Es geht um Menschenleben

Die Vorwürfe Multuschs will Kölbl „angesichts der Infektionslage“ nicht weiter kommentieren. „Man sollte jetzt nicht rumrennen, nicht rumschreien, sondern Netzwerke nutzen, Anträge stellen, konstruktiv sein. Das ist mein Weg.“

CSU-Landtagsabgeordneter Huber spricht von der „Diktion, die in bestimmten Kreisen ständig die Runde macht“. Er sagt: „Es geht nicht darum, irgend eine Staatsform aufzubauen, es geht darum, Menschenleben zu retten und Maßnahmen zu ergreifen, auch wenn dadurch persönliche Freiheiten eingeschränkt werden.“

Von Jürgen Wetzel, dem Veranstalter der Versammlung, war trotz mehrfacher Anfrage keine Stellungnahme zu bekommen.

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