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Artenschutz im Mittelpunkt

Artenreiche Wiesen sollen entstehen:Der Landschaftspflegeverband hat auch für das laufende Jahr zahlreiche Projekte in Planung – trotz Krise. Knapp

Rattenkirchen –. Der Landschaftspflegeverband (LPV) Mühldorf traf sich vor der Corona-Krise im Bürgerhaus Rattenkirchen zur Mitgliederversammlung.

Vorsitzender Dr. Karl Dürner begrüßte auch Landtagsabgeordneten Marcel Huber. Dieser sprach in seinem Grußwort davon, dass der LPV die passenden Lösungen beim Thema Artenschutz parat habe. Der Verband bringe Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz zusammen und ermögliche so die Entwicklung von Lösungen, die die Belange aller drei Bereiche berücksichtigen. „Landschaftspflegeverbände können dazu beitragen, die kleinstrukturierten bäuerlichen Betriebe in Bayern zu erhalten“, so Huber.

Viele Projekte sindbereits angestoßen

Geschäftsführerin Elisabeth Knapp warf einen Blick auf das zurückliegende Jahr: Der Aufbau der Geschäftsstelle habe neben zahlreichen Veranstaltungen sowie Gesprächen mit Behörden, Vereinen und Kommunen einen Großteil der Zeit in Anspruch genommen. Trotzdem seien 2019 schon erste Projekte umgesetzt worden: Auf naturschutzfachlich hochwertigen Standorten wurde laut Knapp die Mahd durch den LPV organisiert und entsprechende Förderungen beantragt. Zudem seien Ökokonto- und Ausgleichsflächen von Mitgliedsgemeinden durch ortsansässige Landwirte gepflegt worden. Unter anderem wurde gemeinsam mit der Kreisgruppe des Bayerischen Jagdverbandes die Aktion „Sträucher verbinden“ durchgeführt.

Knapp gab einen Ausblick auf einige Projekte, die der LPV geplant hat. Bereits im Januar und Februar wurden Entbuschungsarbeiten und die Pflege von Kopfweiden durchgeführt. Bei der Regierung wurden bereits Anträge für diverse Projekte eingereicht. Unter anderem die Koordination des Artenschutzprojekts für den Kiebitz im Landkreis Mühldorf. Auch für die Förderung heimischer Insekten sollen artenreiche Wiesen entstehen. Ebenso wie die Erst- und Folgepflege von naturschutzfachlich hochwertigen Standorten im Landkreis, unter anderem durch Mahd und Entbuschungen. Weitere Artenschutzprojekte, wie das Anlegen von Gewässern für Wiesenbrüter oder Amphibien, stehen ebenfalls auf dem Programm.

Die Geschäftsführerin wies darauf hin, dass der LPV für Mitgliedsgemeinden die Betreuung von Ökokonto- und Ausgleichsflächen anbietet, deren Pflege mit ortsansässigen Landwirten durchgeführt werden soll. Dr. Dürner betonte: „Wir müssen die restlichen Gemeinden überzeugen, dem Landschaftspflegeverband beizutreten.“

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