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Auch der zweite Entwurf passt nicht

Anwohner des geplanten Baugebietes „Luberfeld“ in Buchbach sind weiter unzufrieden

Der zweite Entwurf des Bebauungsplanes zum Baugebiet „Luberfeld“ in Buchbach. Die Anwohner sind auch mit diesem Vorschlag nicht zufrieden. Verena Klinger
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Der zweite Entwurf des Bebauungsplanes zum Baugebiet „Luberfeld“ in Buchbach. Die Anwohner sind auch mit diesem Vorschlag nicht zufrieden. Verena Klinger
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Das geplante Baugebiet „Luberfeld“ sorgt für ordentlich Wirbel in Buchbach. Gemeinderat und Bürgermeister haben sich auf die Fahnen geschrieben, neuen Wohnraum und Gewerbeflächen zu schaffen. Aber so einfach ist das nicht.

Buchbach – Dabei setzen sie auch auf die Nachverdichtung bestehender Baugebiete und die Schließung von Baulücken. Genau so etwas ist das Baugebiet „Luberfeld“, das zum einen Wohnbebauung zwischen der Friedhof- und der Franz-Xaver-Richter-Straße und zum anderen auf dem Gelände des ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes der Familie Luber eine Wohnanlage schaffen soll. Das gesamte Areal hat das Unternehmersehepaar Marianne und Georg Woitzik aus Hörlkofen in der Nähe von Erding gekauft und mit der Marktgemeinde ein Konzept erarbeitet, mit dem bezahlbarer Wohnraum für Buchbacher Familien geschaffen werden soll.

Doch die Anwohner waren mit dem ersten Entwurf – vorsichtig ausgedrückt – gar nicht zufrieden. Die Bebauung sei zu massiv, zu städtisch und zerstöre gewachsene Strukturen wurde unter anderem kritisiert.

Zweiter Entwurf schaut luftiger aus

Der zweite Entwurf wurde jetzt im Rahmen einer zweigeteilten Infoveranstaltung im Kulturhaus vorgestellt und interessierte Bürger hatten die Möglichkeit dort ihre Einschätzungen abzugeben. Architektin Bettina Lechner-Kainz erläuterte die Änderungen: So sollen jetzt acht Einfamilien- und fünf Doppelhäuser entstehen. Für diese Grundstücke wurden das jeweilige Baufenster und die Wandhöhen reduziert. Die Garagen dürfen keine Satteldächer bekommen, sodass die Bebauung luftiger wirkt.

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Aus der vorher „sehr kompakten Wohnanlage“ wurden zwei Gebäude und damit die Erscheinung ebenfalls aufgelockert. In Abstimmung mit dem Denkmalamt wurde zudem die Firstrichtung der beiden – jetzt kleineren – Gebäude gedreht. Geblieben ist die Tiefgarage, die hauptsächlich über die Franz-Xaver-Richter-Straße erschlossen wird.

Anwohner auch dieses Mal nicht zufrieden

Doch auch dieser Entwurf stieß bei Anwohnern auf wenig Gegenliebe. So wurde – teilweise ziemlich lautstark – moniert, dass die Wohnanlage zu nahe an der Straße steht. „Das ist ein Klotz, der nur stört“. Mit der Zufahrt der Tiefgarage von der Franz-Xaver-Richter-Straße aus befürchten die Anwohner dort ein Verkehrschaos. Gleichzeitig wurde kritisiert, dass insgesamt viel zu wenig Parkmöglichkeite n vorgesehen sind.

Da half auch die Auskunft von Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) nichts, dass sich die Zahl der Parkplätze an die Vorgaben der Buchbacher Stellplatzverordnung hält. Und die ist noch strenger, als die „Bayerische Bauordnung“, nach der pro Wohneinheit eigentlich nur ein Stellplatz ausgewiesen werden muss.

Bauplan gibt es erst, wenn Bebauungsplan genehmigt ist

Investor Georg Woitzik ergänzte, dass man noch keinen genehmigten Bebauungsplan habe. Erst wenn dieser vorliegt, werde die konkrete Bauplanung für das Areal gemacht.

Weiteres Thema, das den Anwohnern unter den Nägeln brennt, ist die Kanalisation. Sie sei bereits ohne das Baugebiet ausgelastet. Das wurde von Bürgermeister Einwang bestätigt. Er ergänzte, dass mit dem neuen Baugebiet ein sogenannter Bypass zur Entlastung geschaffen werde. Der Fachplaner ergänzte, dass, laut Vorberechnungen, ein Regenrückhaltebecken eingeplant werden muss. Zudem muss auf jedem Grundstück ebenfalls für eine Rückhaltung gesorgt werden.

Begrünte Flachdächer werden missbraucht

Der neue Entwurf des Bebauungsplanes sieht bei den Garagen begrünte Flachdächer vor. Diese laden geradezu dazu ein, dass dort Terrassen draufgebaut werden, sorgen sich die Anwohner. Sie ließen sich von dieser Idee auch nicht abbringen, als Konrad Folger von der Bauverwaltung im Rathaus klarmachte, dass dies baurechtlich verboten und damit „ein Schwarzbau ist“. Meldungen würden auch entsprechend verfolgt werden. Die Aussage, dass es keinen Bedarf für die Wohnanlage in dem ländlichen Dorf Buchbach gebe, konterte Bürgermeister Einwang, dass es für das gesamte Baugebiet bereits 120 Anfragen gebe.

Versöhnlichere Töne schlug ein Zuhörer an, der den Investor bat, darüber nachzudenken, die Wohnanlage kleiner zu planen und die Tiefgaragenausfahrt in Richtung Ringstraße zu verlegen. „Das wäre für alle Beteiligten schöner und entspannter“.

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