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Annabrunn im Landkreis Mühldorf ist Hospiz-Stützpunkt

Das Hospiz-Zentrum in Annabrunn. Bauer
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Das Hospiz-Zentrum in Annabrunn. Bauer

Der Mühldorfer Anna-Hospiz-Verein konzentriert seine Arbeit für die Landkreise Altötting, Mühldorf und Pfarrkirchen im ehemaligen Pflegeheim in Annabrunn. Wer sich dem Thema Sterben annähern will, findet hier demnächst mehr Bildungs- und Veranstaltungsangebote.

Mühldorf/Polling – Edeltraud H. wartet vor dem neu gestalteten Pflegeheim in Annabrunn auf ihre Hospizhelferin, die mit ihr einen langen Spaziergang durch den nahen Wald unternehmen wird. Die Hospizbegleiterin hilft ihr den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten. 

"Sterben als Teil des Daseins"

Hilfe wie diese wird im Anna-Hospiz-Verein in Annabrunn schon länger angeboten, nun wird das Angebot ausgeweitet: „Unsere Hospizarbeit bedeutet zugewandtes Begleiten von Menschen in der letzten Phase ihres Lebens. Wir sehen Sterben als Teil des Daseins, das weder verkürzt noch künstlich verlängert werden soll“, stellt Thomas Kitzeder, Geschäftsführer des Anna-Hospiz-Vereins heraus.

Zentrum der Hospiz-Bewegung

In Annabrunn ist ein Zentrum der Hospiz-Bewegung für die Landkreis Rottal, Altötting und Mühldorf entstanden. Umfangreiche Themen werdenangeboten: Ehrenamtliche Hospizbegleitung, ehrenamtliche Trauerbegleitung, Vorsorgeberatung, ambulante Palliativberatung, Palliativmedizinischer Dienst (PMD) und die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV).

Patienten werden hier stationär allerdings nicht aufgenommen.

Idealer Standort für drei Landkreise

„Wir haben einen idealen Standort für die Hospizarbeit für die drei Landkreise gefunden. Bei uns im Haus wird auch gelacht“, betont Vorsitzender Peter Coellen.

Thomas Kitzeder: „An diesem Standort war es möglich alle Angebote, Schulungen und Weiterbildungsveranstaltungsangebote unter einem Dach zu bündeln. Wir wollen nach Corona noch stärker in die Informationsveranstaltungen einsteigen.“

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Der Fokus der Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter liegt auf der intensiven persönlichen Auseinandersetzung mit dem Themen Sterben, Tod und Trauer. Die Konfrontation mit der eigenen Endlichkeit und die Reflexionsbereitschaft dafür sind besonders wichtig.

Ausbildung für Hospizbegleiter

„Es gilt eine Haltung und Kompetenz zu entwickeln, die für Menschen an ihrem Lebensende eine Stütze sein kann. Die Hospizbegleitung verfolgt das Ziel, Menschen in einer schweren Lebenszeit ehrenamtlich durch mitmenschlichen Beistand zu begleiten“, betont Erika Koch, Leiterin der Hospizarbeit.

Zur Zeit arbeiten rund 50 ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter. Noch im Sommer soll ein weiterer Kurs für Hospizbegleiter in Annabrunn fortgesetzt werden. Zehn neue Hospizbegleiter werden dann ihre Ausbildung erfolgreich abschließen.

Bildungsangebote konzentrieren

Thomas Kitzeder und Erika Koch wollen die Bildungs- und Veranstaltungsangebote in Annabrunn konzentrieren. Der Kurs „Palliative Care für Pflegende“ soll die theoretische und praktische Grundlage der Schmerztherapie und Symptomkontrolle soll ebenfalls bald durchgeführt werden,

Diese Kurse sollen in Annabrunn stattfinden

„Neben der Hospizbegleitung, Palliativberatung und spezialisierten Palliativversorgung sind unsere Kurangebote ein wichtiger Baustein zum stetigen Aufbau von Fachkompetenz im Bereich Palliative Care, aber auch zur Persönlichkeitsentwicklung der Personen, die in dieem Bereich arbeiten“, betont Erika Koch.

Das SAPV-Team besteht aus Palliativärzten und Palliative Care Pflegekräften. Es arbeitet eng mit Haus- und Fachärzten, Therapeuten unterschiedlicher Richtungen und Seelksorgen zusammen.

Normalität in einer schwierigen Zeit

Die Mitarbeiter des SAPV-Teams möchten Personen als Patient oder Angehörige in der Ausnahmesituation einer lebensbedrohlichen Erkrankung unterstützen und wieder mehr „Normalität“ in den Alltag bringen.

Geschäftsführer Thomas Kitzeder: „Wir kooperieren eng mit dem Anna-Hospizverein, der Hospizinsel im Adalbert-Stifter Seniorenwohnheim und dem Palliativmedizinischen Dienst an der Klinik Mühldorf- Weitere Netzwerkpartner sind die Palliativstationen der Kliniken Altötting und Pfarrkirche.“

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