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Erlebnisweg mit Skulptur eingeweiht

Anna-Hospizverein bringt Menschen auf neue Pfade durch die Natur und das Leben

Der katholische Pfarrvikar Markus Nappert und die evangelische Pfarrerin Anita Leonhardt weihen die Skulptur „Lebensstufen“ von Steinmetzin Ulrike Sedlmeier.  Foto: Seitz
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Der katholische Pfarrvikar Markus Nappert und die evangelische Pfarrerin Anita Leonhardt weihen die Skulptur „Lebensstufen“ von Steinmetzin Ulrike Sedlmeier.

Der neue Naturerlebnisweg „Annaweg“ wurde beim Anna-Hospizverein am Wochenende eingeweiht. Er beinhaltet mehrere Stationen, die gleichzeitig für die Stufen des Lebens stehen und zum Nachdenken anregen sollen. Auch die Skulptur „Lebensstufen“ wurde eingeweiht. Steinmetzin Ulrike Sedlmeier stellte sie vor.

Obertaufkirchen – Für den Anna-Hospizverein steht das Ahornblatt für Anfang und Ende sowie das Leben dazwischen. Das Ahornblatt sieht man überall, so auch auf dem neuen Naturerlebnisweg, dem Annaweg. Dieser ist an den Inn-Bewegungsweg angeschlossen.

Der katholische Pfarrvikar Markus Nappert und die evangelische Pfarrerin Anita Leonhardt untermalten die Feierlichkeit mit einer Predigt unter freiem Himmel. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörte die Einweihung der neuen Skulptur.

Einweihung der Skulptur „Lebensstufen“

Steinmetzin Sedlmeier meißelte symbolisch fünf Stufen des Lebens in hellem Jura-Kalkstein aus dem Altmühltal.

Steinmetzin Sedlmeier meißelte die Skulptur „Lebensstufen“ aus hellem Jura-Kalkstein aus dem Altmühltal.

Vor dem Hospizgebäude erhielt ihr Kunstwerk einen würdevollen Platz unter einem riesigen Baum, dessen Äste und Blätter fast so wirken, als wollten sie schützend ihre „Hände“ über das Kunstwerk legen. Der Name der Skulptur lautet „Lebensstufen“.

Etwa 100 Stunden Arbeit und viel Herzblut investierte Sedlmeier in ihr Kunstwerk, das bis ins Detail durchdacht ist. „Ein befreundeter Künstler sagte mal zu mir, dass ein wahrer Künstler sein Werk nicht kommentiert. Heute muss ich jedoch eine Ausnahme machen und ein bisschen darüber erzählen“, sagte sie in ihrer Rede.

Fünf Platten für fünf Lebensstufen

„Die Skulptur besteht aus fünf Platten. Alle sind aus demselben Material. Die fünf Platten stehen für die fünf Lebensstufen des Menschen. Das Leben wird immer dünner und dünner und irgendwann bricht es. Mir war wichtig, dass die Oberflächen meiner Skulptur unterschiedlich sind. Die Leute dürfen, oder besser gesagt, sie sollen sie berühren und sich mit ihr befassen“, setzt sie fort.

Start und Ziel des Annawegs ist der Anna Hospizverein.

Auf der hintersten Platte wurden Worte eingraviert, die der Betrachter selbst erkennen soll. Ziel ist es, dass die Menschen sich mit der Skulptur beschäftigen und erkennen, was diese zum Ausdruck bringen möchte. So auch der neue Naturerlebnisweg, der durch die Stille des Waldes führt. Der neue Annaweg zeigt mit seinen acht Stationen verschiedene Lebensstufen. Start und Ziel ist der Anna Hospizverein. Der Rundweg ist mit Holztafeln gekennzeichnet.

Wo sind meine Grenzen?

Wer den Inn-Bewegungsweg kennt, kommt automatisch auf den Annaweg. Jede Station ist mit einem großen Ahornblatt aus Holz beschildert. Hier und da hängt auch ein Holz-Ahornblatt am Baum. Die ersten fünf Stationen sind den Themen „Lebensstufen/Wandel“, „Neubeginn“, „Krankheit“, „Sterben/Tod“ und „Trauer“ gewidmet.

Jede Station ist mit einem großen Ahornblatt aus Holz beschildert.

Auf den Holztafeln stehen Botschaften wie „Grenzen verändern. Die Grenzen der Welt bemessen sich an der Weite unseres Blickfeldes“. An dieser Station steht eine Bank, die zum Verweilen und Nachdenken anregt. Der Betrachter soll sich fragen: „Was sind heute meine Grenzen? Wo wünsche ich mir Veränderung?“

Welche Personen sind dein Netz?

Die nächste Station trägt den Namen „Kranksein – krank SEIN“. „Wenn einer in der Familie krank ist, ist immer das ganze System, das soziale Netzwerk, betroffen“, sagt Erika Koch, die mit ihren Ehrenamtskolleginnen den neuen Annaweg vorstellt. An Station drei ist ein riesiges Spinnennetz aufgebaut. Es ist mit dicken Seilen an Bäumen befestigt. Die Bedeutung davon: „Lehne dich in das Netz und spüre, wie gut es ist, sicher zu sein. Welche Personen sind dein Netz?“ Es folgen die Stationen „Perspektivenwechsel“, „Neubeginn“, „Trauer“, „Spuren des Lebens“, die an einem idyllischen Ort direkt am Inn aufgebaut ist, bis hin zum „Abschied“.

Jede Station zeichnet sich durch besondere Gegenstände aus und wird mit Geschichten und Botschaften untermalt.

Jede Station zeichnet sich durch besondere Gegenstände aus und wird mit Geschichten und Botschaften untermalt. Der lange Rundweg ist etwa vier Kilometer lang und gut begehbar. Bis auf zwei Stationen ist der Weg barrierefrei. Der kleine Rundweg ist etwa zwei Kilometer lang.

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Der Anna Hospizverein bietet geführte Wanderungen an, bei denen die Teilnehmer an die Themen herangeführt werden. Wer sich für den Naturerlebnisweg der besonderen Art begeistert oder die Arbeit des Anna Hospizvereins unterstützen möchte, kann sich direkt an die Einrichtung wenden unter www.annahospiz.de. Allgemeine Anfragen rund ums Ehrenamt sind unter Telefon 08631/18570 oder per E-Mail an info@annahospiz.de möglich.

re/MG

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