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Ein wichtiges Mahnmal im Ortszentrum

Gedenktafeln oder Renovierung? Das sind die Pläne für den Bunker in Ampfing

Matthias Brandstetter, Vorsitzender des Fördervereins Pfarrzentrum Ampfing und Pfarrer Florian Regner wollen die Renovierung des Bunkers. Die Gemeinde hält jedoch am Beschluss fest, nur Gedenktafeln anzubringen.
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Matthias Brandstetter, Vorsitzender des Fördervereins Pfarrzentrum Ampfing und Pfarrer Florian Regner wollen die Renovierung des Bunkers. Die Gemeinde hält jedoch am Beschluss fest, nur Gedenktafeln anzubringen.
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
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Der Förderverein Pfarrzentrum Ampfing wünscht eine Renovierung des Bunkers, der neben dem Pfarrheim steht. Doch die Gemeinde will nur Gedenktafeln anbringen.

Ampfing - Ein Blickfang ist der Bunker, der gleich neben dem Pfarrheim Ampfing steht, nicht mehr. Der Zahn der Zeit hat dort seine Spuren hinterlassen. Der Bunker ist noch ein Relikt aus der Kriegszeit und sollte nach Kriegsende gesprengt werden. Wegen der angrenzenden Gebäude des Klosterbauers wurde die Sprengung jedoch nicht durchgeführt.

Der Bunker ist mittlerweile in Besitz der Gemeinde Ampfing. Wann mit der vor Jahren schon angedachten Renovierung oder den Werteerhaltenden Maßnahmen begonnen wird, ist noch ungewiss. Der Förderverein Pfarrzentrum Ampfing hat dazu im Juni 2020 mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen. Bereits 2010 wurde bei der Renovierung des Theresianums, das somit wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, auch seitens der Gemeinde die Sanierung des Bunkers diskutiert. Wegen damals offensichtlicher Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Mitarbeiter des Denkmalamtes wurde die Planung jedoch abgebrochen.

Der Förderverein Pfarrzentrum Ampfing bat dann 2020 um eine Wiederaufnahme. „Wir sind der Meinung, dass im Zusammenspiel mit der Sonderstellung des Theresianums eine weitere „Stätte des Erinnerns“ entstehen könnte“, so Vorsitzender des Fördervereins Matthias Brandstetter. Gerade in dieser Zeit wo Antisemitismus und Rassismus wieder zunehmen, wären solche Gedenkstätten wichtig.

Da die Antwort der Gemeinde auf sich warten ließ, stellte die Vorstandschaft mehrmalig an die Gemeinde Anfragen. Ende Oktober 2020 kam dann die ersehnte Nachricht. Diese stellte aber den Förderverein nicht zufrieden. Dort verwies die Gemeinde auf den 2009 gefassten Beschluss, keine Sanierung am Bunker vorzunehmen, sondern eine Gedenktafel anzubringen. Die Gemeinde ist der Ansicht, dass durch das Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) eine vorgesehene Sanierung des Zitzmerstadls eine neue großzügige Möglichkeit bietet, um Veranstaltungen aller Art durchführen zu können. So ist, laut Gemeinde, kein weiterer Bedarf an einer Veranstaltungs- oder Ausstellungsfläche mehr notwendig.

Da sich die Bunkeranlage jedoch um ein wichtiges Mahnmal im Ampfinger Ortszentrum handelt, hat sich der Ausschuss dafür ausgesprochen, auf dem Gelände eine Gedenktafel zu errichten, bei deren Gestaltung der Förderverein mit eingebunden werden soll. Das genügt aber dem Förderverein Pfarrzentrum Ampfing nicht, so Vorsitzender Matthias Brandstetter.

In diesem Jahr wurde dazu eine weitere Anfrage gestellt und es fand ein vor Ort-Termin mit Bürgermeister Josef Grundner statt. Auch hier verwies Grundner auf den bereits 2009 gefassten Beschluss des Gemeinderates. „Es muss keine Luxussanierung sein“, so Brandstetter. „Uns geht es hier um Werteerhaltende Maßnahmen. Der Bunker wäre mit wenigen finanziellen Mittel und ohne großen arbeitstechnischen Aufwand herzurichten.“

Regelmäßige Öffnungszeiten können hier Interessierten Zugang geben, vor allen den Schulen, um die Erinnerung an die schrecklichen Verbrechen aufrecht zu erhalten. Auch die Schmierereien im Innern des Bunkers sollen erhalten bleiben, auch das, so Matthias Brandstetter, ist ein Stück Geschichte. Der Förderverein appelliert nun an die Gemeinde Ampfing, hier tätig zu werden und sich mit doch noch mit einer Sanierung, anstatt Gedenktafeln, zu beschäftigen.

Bestimmt, so ist sich der Förderverein sicher, gibt es dazu einen Fördertopf, der finanziell unter die Arme greifen kann.

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