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MITTELALTER-SPEKTAKEL

Ampfing 1322: Musikmeisterin sucht Minnesänger für das Historienspiel

Die Musik-Pädagogin und Chorleiterin Denise Weise freut sich auf ihre Aufgabe beim Historienspiel „1322“.
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Die Musik-Pädagogin und Chorleiterin Denise Weise freut sich auf ihre Aufgabe beim Historienspiel „1322“.
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
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Wer Busine spielen kann oder gerne mal den Minnesänger mimen möchte, ist bei Denise Weise an der richtigen Stelle. Die 44-jährige kümmert sich beim Historienspiel „1322“ in Ampfing darum, dass auch die Musik möglichst stilecht und authentisch klingt.

Ampfing – 1322 – das ist mitten im Mittelalter. Damit das Ampfinger Historienspiel zum 700-jährigen Jubiläum der letzten großen Ritterschlacht gelingen kann, braucht es natürlich auch Musik. Zeitgenössische Musik. Minnesang. Darum wird sich Denise Weise kümmern. Die Musik-Diplompädagogin steht vor einer großen Herausforderung. Die erfahrene Chorleiterin soll vor allem die Musikanten und Musiker aus der Region für mittelalterliche Musik begeistern.

Klares Votum des Familienrats

Der Familienrat im Hause Weise wurde einberufen, als die Anfrage kam, beim Historienspiel mitzuwirken. Alle stimmten mit, wie sich Denise Weise erinnerte. Und die Entscheidung fiel ziemlich eindeutig aus: „Der Job ist genau auf dich zugeschnitten. Das nimmst du an!“

Ausbildung und Erfahrung als Chorleiterin kommt ihre zugute

Die 44-Jährige soll die Musikinstrumente, die fürs Mittelalter typisch sind, die Musikanten und auch die Sänger finden, die es fürs Freilichtspiel braucht. „Ich wurde quasi für die Aufgabe der Musikmeisterin angeworben“, sagt sie. „Meine Erfahrung als Chorleiterin zum Beispiel bei StimmLust und meine Ausbildung sind die besten Voraussetzungen dafür.“

Musikanten und Sänger aus der Region fürs Mittelalter begeistern

In Zusammenarbeit mit Regisseur Moritz Katzmair ist sie das Stück durchgegangen, um die musikalischen Passagen im Gesamtwerk festzulegen. Dann geht es ans Komponieren, Instrumentieren und Arrangieren. „Spannend wird vor allem das Proben mit den Musikern werden“, so Denise Weise. Ihr größter Wunsch: „Dass die musikalische Zusammenarbeit größtenteils mit Gruppen und Musikern aus der Region gelingt.“ Da gibt es laut der Musikmeisterin schon gute Kontakte, etwa zur Ampfinger Blasmusik.

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Weil die Grenzen Pandemie auch einem Mittelalter-Spiel enge Grenzen setzte, konnten lange keine Live- Proben angesetzt werden.

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Doch jetzt gilt es: Weise sucht spielfreudige Menschen, die sich aufs Fiedel, Laute, Cister, Flöte, Drehleier, Trommel, Dudelsack Spielen verstehen oder die diese Instrumente extra für das Schauspiel lernen wollen. Willkommen sind natürlich auch Freunde des Chor- und Minnesangs.

Der Minnesang war im Mittelalter angesagt

Die Minnesänger hatten in der Ritterzeit große Bedeutung. Der Minnegesang breitete sich über Nordfrankreich, Norddeutschland und über Italien aus. Die Sänger reisten von Burg zu Burg und sorgten dort für Abwechslung. Ihr Thema: die „Minne“, also alles, was mit Liebe und Gefühl zu tun hat.

Jeder Minnesänger verfasste seinen Text selbst und trug ihn mit einer Geige oder Fiedel vor. Dieser Gesang prägte die Kultur der Ritterzeit. Als der wohl berühmteste Sänger galt Walther von der Vogelweide. Er schrieb Lieder für Mädchen, aber auch zu politischen Angelegenheiten.

Wer kann Busine spielen?

Das wird eine Herausforderung werden, die Musik der Zeit möglichst authentisch nachzuempfinden. So viel verrät Denise Weise schon: „Wir werden das Schlachtfeld nicht mit Pauken und Trompeten betreten.“ Businen, Blasinstrumente dieser Zeit, werden eine Rolle spielen. Wer so ein Instrument spielt oder lernen möchte, kann sich gerne unter musik@schlachtbeiampfing.de melden.

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