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Die Ausfälle häufen sich

Altersschwache Ampelanlage bei Waldkraiburg nervt Autofahrer

Die Pürtner Kreuzung ist eine der am stärksten frequentierten Kreuzungen im Landkreis.
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Die Pürtner Kreuzung ist eine der am stärksten frequentierten Kreuzungen im Landkreis.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Die Pürtner Kreuzung bei Waldkraiburg ist eine der meist frequentierten Kreuzungen im ganzen Landkreis Mühldorf. Wenn da die Ampel ausfällt, kann es vor allem im Berufsverkehr chaotisch werden. Und genau das passiert regelmäßig: Die Ampel gibt den Geist auf.

Waldkraiburg – Früher ist die Anlage vielleicht einmal im Monat ausgefallen, mittlerweile passiert das mindestens zweimal in der Woche“, glaubt Martina Arnusch-Haselwarter. „Viele Leute regen sich drüber auf. Wer in die Schule oder zur Arbeit muss, ärgert sich, wenn sich dort der Verkehr staut.“ Die SPD-Stadträtin, die nicht weit von der Kreuzung wohnt, hat das Problem im Ferienausschuss des Stadtrates angesprochen.

Polizei: Es gab bereits kleinere Unfälle

Zwei Ampelausfälle pro Woche kommen Erich Gottwald, Verkehrsbeamter bei der PI Waldkraiburg, zwar etwas hoch gegriffen vor. Doch auch er bestätigt: Zuletzt sei die Ampel häufig ausgefallen, nach seiner Beobachtung bis zu drei Stunden lang, ehe sie wieder funktionierte. Es sei auch zu kleineren Unfällen gekommen – „Blechschäden, Auffahrunfälle“. Zu einem Unfallschwerpunkt wie früher sei die Kreuzung aber noch nicht wieder geworden.

Schwierig wird’s bei Schul- und Berufsverkehr

Schwierig wird es vor allem in der Früh und ab 16 Uhr. Dann kommt zum Verkehr auf der Staatsstraße 2091 in nord-südlicher Richtung verstärkt der Querverkehr der Staatsstraße 2352 aus der Stadt und aus Richtung Mühldorf hinzu.

Bei Ampelausfall könne es zu enormem Rückstau kommen, so Gottwald, vor allem in Richtung Süden über die Kanalbrücke „bis nach Pürten hinein“. Gottwald erinnert sich an eine Situation im Juli. Im Berufsverkehr müsse in solchen Fällen auch eine Polizeistreife vorübergehend den Verkehr regeln.

Straßenbauamt: Sechs Ausfälle seit Ende Juni

Nach den Aufzeichnungen des Staatlichen Bauamtes ist die Ampel seit Juni sechsmal ausgefallen. Pressesprecherin Ursula Lampe bestätigt zudem mehrere Ausfälle im ersten Quartal. Die Behörde könne aber nur die Ausfälle nachvollziehen, die ins Amt, an die Straßenmeisterei oder die Signalbaufirma gemeldet werden. „Nach Eingang einer Störungsmeldung wird die Ampel umgehend von uns überprüft, der Fehler lokalisiert und wenn möglich direkt behoben.“ Sollte dies nicht möglich sein, werde die Signalbaufirma beauftragt.

Behörde: Störanfällige Bauteile bereits ersetzt

„Störanfällige Bauteile sind bereits nach und nach ersetzt worden“, sagt Lampe. Derzeit werde gemeinsam mit der Signalbaufirma an einer Lösung gearbeitet. „Dies gestaltet sich jedoch schwierig, da für ein neues Steuergerät die komplette Verkabelung und damit die gesamte Verrohrung der Ampel erneuert werden müsste.“ Die dafür nötigen umfangreichen Tiefbauarbeiten im gesamten Kreuzungsbereich will das Unternehmen vermeiden. Deshalb werde an einer weniger aufwendigen Lösung gearbeitet. Die muss bis 2023 halten, dann soll der Ausbau der Staatsstraße 2091 beginnen und dieser Bereich damit kreuzungsfrei werden.

Bis 2023 muss die Ampel noch halten

Im Ferienausschuss wurde Verständnis für das Bauamt laut. „Das ist eine ganz schwierige Geschichte“, meinte Verkehrsreferent Harald Jungbauer (CSU). Als ehemaliger Verkehrsbeamter der PI kennt er die „Uralt-Anlage“ aus dem Jahr 1994 gut. Ähnlich äußerte sich Bauamtsleiter Carsten Schwunck: Es sei nachvollziehbar, dass das Straßenbauamt so kurz vor dem Umbau kein Geld mehr in die Anlage stecken will. Noch laufe sie „relativ stabil“. Eine Lösung des Problems ist das nicht. Sie solle die Kreuzung „am besten umfahren“, sei ihr neulich geraten worden, sagt Arnusch-Haselwarter. „Aber das weiß man vorher ja nicht, ob die Ampel wieder streikt.“

Warum die Ampel so oft ausfällt

Die Störungen der Ampel am Jahresanfang lagen laut Angaben des Straßenbauamts an einem Defekt in der Verkabelung. Der Fehler sei nur sporadisch aufgetreten und daher schwer zu lokalisieren gewesen. Beim zwei Ausfällen im Juni und September gab es Probleme im Stromnetz, die vermutlich ein Gewitter verursacht hatte. „Die drei Störungen im August wurden durch Starkregen verursacht.“ Dabei sei Wasser ins Gehäuse des Signalgebers eingedrungen. Die Folge: ein Kurzschluss. „Die betreffenden Bauteile wurden umgehend ersetzt.“

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