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Serie „Summa dahaom“

Diskussionen vor 26 Jahren: Als Mc Donald‘s nach Mühldorf kommen sollte

Mit diesem Plakat sorgten unbekannte Täter vor 26 Jahren für viel Aufregung in Mühldorf.
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Mit diesem Plakat sorgten unbekannte Täter vor 26 Jahren für viel Aufregung in Mühldorf.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Sie angekündigte Ansiedlung eines Mc Donald‘s Restaurant am Standort des damaligen Gasthauses „Neue Welt“ sorgte vor über 26 Jahren für viele Diskussionen in der Kreisstadt. Wer die Täter waren, konnte auch im Laufe der Zeit nicht ermittelt werden. In unserer heutigen Sommergeschichte gehen wir diesem Vorfall nach.

Mühldorf – Das Gasthaus „Neue Welt“ in der oberen Stadt in Mühldorf war eine sehr gute bayerische Wirtschaft, wo Wirt Otto Lankes die Farbe der bayerischen Gastronomie standhaft in den weiß-blauen Himmel hielt. Die Gastwirtschaft gibt es nicht mehr und auch Wirt Otto Lankes hat schon lange den Weg zur himmlischen Schänke angetreten.

Vor 26 Jahren, Wirt Otto Lankes war im wohlverdienten Jahresurlaub, wurde ein hinterfotziger Abschlag der übelsten Sorte auf das Gasthaus „Neue Welt“ verübt.

Drei seiner Stammgäste hatten ein Plakat an die Tür geklebt und eine große Plakatwand im Biergarten aufgestellt, auf dem zu lesen war, dass an dieser Stelle ein Mc Donald‘s Restaurant eröffnet.

Eingeschlagen hat diese Nachricht wie eine Eisbombe . Viele weiß-blaue Bierveteranen und Schweinshaxenfans bedauerten bereits, den Verlust eines der letzten bayerischen Bierrefugien, die sich in der Kreisstadt noch gehalten hatten. Wildeste Spekulationen und Gerüchte schwirrten damals durch die ganze Stadt Mühldorf.

Anschlag zog weite Kreise

Der Anschlag auf die „Neue Welt“ zog immer weitere Kreise. Auch in Altötting und Waldkraiburg wurde man aktiv.

Die Geschäftsführer der dortigen Mc-Donalds-Restaurants riefen erbost bei ihrer Zentrale an, und wiesen auf bestehenden Gebietsschutz hin. Im Hauptquartier der Burger-Vertilger wusste niemand etwas von einer neuen Filiale. Doch den zwei Geschäftsführern war dies nicht geheuer.

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Besorgte Stammgäste, die die Urlaubsnummer ihres Wirtes hatten, informierten Otto Lankes über das Treiben in seiner Heimatstadt Mühldorf und die Umwidmung der „Neuen Welt“. Auch er beschwichtigte die besorgte Stammkundschaft, konnte aber die Situation aus der Ferne auch nicht auflösen.

Aufgeklärt wurde das wilde Treiben von Wirt Otto Lankes selbst, der nach seinem Urlaub das hinterhältige Plakat entfernen ließ. Die bayerische Gastronomie blieb damals der oberen Stadt erhalten. Ein Gegenangriff auf die Big Mac‘s wurde aber nicht geplant und auch nicht durchgeführt.

Eine Konzession machte damals Otto Lankes an den amerikanischen Eindringling doch. Am Tag seiner Wiedereröffnung bot er erstmals einen „Neue-Welt-Burger“ an. Er versicherte aber seiner staunenden Stammkundschaft glaubhaft, dass das ein einmaliger Ausrutscher bleiben werde.

Täter konnten nicht überführt werden

Wichtiger war die Aufklärung dieser hinterhältigen Tat. Es wurde alles unternommen, um die Täter ihrer gerechten Strafe zu überführen, doch die Ermittlungsergebnisse bleiben, trotz intensiver Recherche, mehr als mau.

Es kristallisierte sich zwar ein mögliches Tätertrio heraus (verdächtigt wurden Peter Mutzl, Günther Lechertshuber und Mandi Grätz), doch dieses gab nichts zu und machten auch keine Aussagen über den möglich Tathergang.

Die „Neue Welt“ gibt es schon lange nicht mehr. Heute ist die einst stolze bayerische Wirtschaft ein chinesisches Speiselokal und Mc Donald‘s ist an anderer Stelle nach Mühldorf gekommen.

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