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Vorerst keine Übergangslösung

Ärger ist groß: Krippe in Rattenkirchen kann Betrieb nicht aufnehmen

Der Platz im Kindergarten in Rattenkirchen wird eng und für Krippenkinder wird es vorerst keine Betreuungsmöglichkeit geben. Die angedachte Containerlösung ließ sich nicht umsetzen.
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Der Platz im Kindergarten in Rattenkirchen wird eng und für Krippenkinder wird es vorerst keine Betreuungsmöglichkeit geben. Die angedachte Containerlösung ließ sich nicht umsetzen.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Weil der Kita-Neubau noch in der Ferne liegt, wollte die Gemeinde Rattenkirchen in Containern Krippenkindern eine Übergangslösung bieten. Doch der Betrieb kann nicht starten – und der Ärger ist groß.

Rattenkirchen – „Ich komme nun zu einer traurigen, einer ärgerlichen Mitteilung“, sagte Bürgermeister Rainer Greilmeier in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Denn die ursprünglich für Oktober angekündigte Übergangslösung für Krippenkinder in Form von Containern lässt sich vorerst nicht umsetzen. Seiner Meinung nach hat die Gemeinde alle nötigen Schritte rechtzeitig eingeleitet. Grund für die Probleme sei, dass das notwendige Personal vom kirchlichen Träger nicht rechtzeitig gefunden wurde. Außerdem fehlen auch noch eine Genehmigung des erzbischöflichen Ordinariats München sowie Konzepte für Personal und Raum, die zur Erteilung einer Betriebserlaubnis nötig wären.

Bürgermeister fehlte eindeutiges Zeichen

Noch im Juli hätte die Kirche der Gemeinde zugesichert, dass es kein Problem sei, Personal zu finden. Auch Telefonate im April und Juni hätten das suggeriert. Doch im August kam schließlich das Aus: Es sei kein Personal zu finden. Greilmeier findet die Situation schwierig. „Eltern hatten bei uns schon nachgefragt und wir wiederum haben uns auf die Aussagen verlassen“, sagt er auf Nachfrage. Anmeldungen hatte die Gemeinde nicht annehmen können, schließlich soll die Kirche Träger sein. Demnach hätte es Bedarf für acht Plätze gegeben. Ein eindeutiges Zeichen, dass der Betrieb nicht umzusetzen sei, hätte es nicht gegeben. Bürgermeister und Gemeinderäte hatten in der Sitzung den Eindruck, dass „vonseiten der Kirche nicht richtig mitgezogen wird“. Besonders traurig sei das, weil es hier um Kinder gehe.

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Die Gemeinderäte diskutierten unter anderem, ob es nicht sinnvoll sei, dass die Gemeinde selbst an die Stelle des kirchlichen Trägers tritt. Hier gibt es aber rechtliche Hindernisse, zum Beispiel müsste erst die Kirche von der Trägerschaft zurücktreten, vorher kann die Gemeinde nichts unternehmen. Außerdem kam man zu der Überzeugung, dass auch die Gemeinde im aktuellen Umfeld nicht sicher sein kann, das Personal schneller zu bekommen. Als neuer Starttermin für die Übergangslösung steht nun der September 2022 im Raum.

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Ulrich Wunder, Verwaltungsleiter der katholischen Kitas im Verbund Ampfing, Heldenstein, Rattenkirchen, bewertet die Situation anders. Demnach hätte man der Gemeinde Vorschläge für eine Übergangslösung angeboten. Das Obergeschoss des Kindergartens oder die alte Schule hätte die Gemeinde ausgeschlossen wegen „unwägbarer Umbauarbeiten“. Die Gemeinde wollte stattdessen auf die Containerlösung setzen. Die hat aber laut Wunder einen Nachteil: „Würden die Container alleine stehen, also ohne Bezug zum Kindergarten, müsste das Personal eigenständig arbeiten.“ Dazu bräuchte man allerdings mehr Personal, als wenn die Krippe direkt an den Kindergarten angeschlossen wären. Ein Konzept hätte die Kirche wegen fehlender Pläne der Containeranlage nicht erstellen können.

Neuer Start erst 2025 erwartet

Wunder bestreitet nicht, dass es in der Gemeinde einen Bedarf gibt, aber: „Im Juli war von vier Krippenkindern die Rede, bei uns hat sich aber keiner gemeldet.“ Zwei zusätzliche Kinder hätte man nach Absprache mit dem Jugendamt im Kindergarten aufnehmen können.

Die steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist mitunter Grund für den Kindergarten-Neubau, der neben einer zusätzlichen Gruppe auch eine Krippengruppe erhalten soll. Erste Pläne dazu gibt es bereits seit 2016, doch immer wieder gab es Verzögerungen. Greilmeier rechnet daher nicht damit, dass der neue Kindergarten vor 2025 den Betrieb aufnimmt.

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