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Gemeinderat stimmt dagegen

Advent, Advent, kein Lichtlein brennt: In Mettenheim gibt’s auch keinen Weihnachtsmarkt light

Der Mettenheimer Adventsmarkt gilt als einer der schönsten Weihnachtsmärkte in der Region. Eine abgespeckte Variante soll es nach Ansicht des Gemeinderates nicht geben. Es könnte dem Ruf schaden.
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Der Mettenheimer Adventsmarkt gilt als einer der schönsten Weihnachtsmärkte in der Region. Eine abgespeckte Variante soll es nach Ansicht des Gemeinderates nicht geben. Es könnte dem Ruf schaden.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Weihnachtsmärkte in Corona-Zeiten sind schwierig umzusetzen. Der Mettenheimer Gemeinderat will vor dem Kulturhof auch keine abgespeckte Variante, weil er durch eine reduzierte Durchführung einen Imageschaden befürchtet. So argumentieren die Räte.

Mettenheim – Der Engel „Kulturiel“ erscheint am Balkon des Kulturhofes, lässt seinen weihnachtlichen Prolog folgen, es folgen Bläserweisen – der Mettenheimer Adventsmarkt ist eröffnet. So war es bisher, zum letzten Mal 2019. Doch dann kam Corona und seitdem wird auf dem Platz hinter dem Rathaus kein Glühwein mehr ausgeschenkt. Es gibt keine Geschenkideen im Kulturhof zu bestaunen und die musikalische Einstimmung auf die Adventszeit fällt aus. Auch in diesem Jahr: Der Gemeinderat Mettenheim hat sich in seiner Sitzung am Dienstag gegen die Durchführung ausgesprochen. Vorausgegangen war eine lebhafte Diskussion.

Alkoholverbot ist jetzt aufgehoben

Seit Mittwoch gelten mit „3Gplus“ neue Regelungen im Umgang mit der Corona-Pandemie. Und auch sonst wäre die Abhaltung des beliebten Adventsmarkts in Mettenheim wieder möglich. Innen könnte die 3 G-Regel greifen, im Außenbereich seien bis 1000 Besucher möglich – sofern die eineinhalb Meter Abstand eingehalten würden. „Und auch das Alkoholverbot ist aufgehoben“, erklärte Bürgermeister Sepp Eisner (CSU) dem Mettenheimer Gemeinderat im Saal des Kulturhofes.

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Keine Begeisterung für Bauzaun und Einlasskontrolle

Die Durchführung des Marktes sei also grundsätzlich wieder möglich, „es bedarf halt eines Bauzauns zur Absperrung und einer Einlasskontrolle“. Ergebnisoffen sollte die Diskussion sein, doch Gemeinderat Hans Zehenthofer (CSU) sagte gleich, dass er davon nichts hält. „Da hat man nur G’schiss damit“, er verwies auf die Gemeinde Ampfing, die ihren Adventszauber wohl schon abgesagt habe.

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Lazarus fürchtet um guten Ruf des Marktes

Marianne Lazarus (ÜWG) fürchtete um den guten Ruf des Marktes, wenn dieser nur in reduzierter Form stattfinden könne, also lediglich draußen. Ambros Seelos und Hubert Sax (beide JU) sprachen sich dennoch für eine adventliche Variante in verkleinerter Form aus. „Man könnte doch die Vereine mit ins Boot holen, damit die etwas in reduzierter Form anbieten“, schlug Seelos vor.

Gemeinde will sich um Hütten bemühen

Die Gemeinde könnte Hütten zur Verfügung stellen, die wöchentlich ein anderer Verein in Beschlag nehmen könne. „Man könnte das komplett nach draußen verlagern und entzerren“, fand auch Sax. Groß bewerben müsse man das nicht, um die Klientel auf die Mettenheimer Bürger zu beschränken, ergänzte Sax. Abgesehen davon, dass die dafür geforderten Hütten schon anderweitig vergeben seien, wie der Geschäftsleiter im Rathaus, Markus Krause, bereits wusste.

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Werner Hummel warnt vor Schnellschüssen und fordert ein Konzept

Auch Werner Hummel (CSU) warnte vor Schnellschüssen: „Wir sind ganz weit weg von einer Planung und Umsetzung.“ Es bedürfe eines Konzeptes. „Wir müssten ja das ganze Areal zunageln. Aber wollen wir das?“, nahm er bezug zur möglichen Einzäunung des Areals rund ums Rathaus.

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Seelos will die Vereine mit ins Boot holeb

Dazu ergänzte Seelos, dass die Verantwortung nicht bei der Gemeinde liegen sollte, sondern in den Händen der Vereine. „Die könnten sich auch viel schneller und besser organisieren“, meinte Bürgermeister Eisner dazu. Man könnte den Vereinen insofern entgegenkommen, dass die Gemeinde Hütten zur Verfügung stellt, sagte Hans Schaumeier (CSU).

Guggenberger mag keine „Wochenend-Saufparty“

Klare Worte hingegen fand Josef Guggenberger (CSU). Er betonte, wie wichtig es sei, dass eine Variante des Mettenheimer Adventsmarktes nicht auf dem Gelände des Kulturhofes stattfindet. „Es muss den Leuten klar sein, dass das eben nicht unser Adventsmarkt ist. Ich möchte nicht, dass unser Image durch Wochenend-Saufpartys kaputt gemacht wird“, mahnte er. Dem wiederum könne man insofern begegnen, dass man die Dauer des Hüttenbetriebes zeitlich einschränken könne, sagt Seelos dazu.

Hütten als Alternative für die Vereine

In der Sache selbst war sich der Mettenheimer Gemeinderat dann aber einig: Einstimmig, mit 16:0 Stimmen, entschied sich das Gremium, selbst keine weiteren Pläne eines Adventsmarktes zu verfolgen. Und was ist mit den Vereinen? Dazu erklärt der Geschäftsleiter Markus Krause auf Nachfrage, dass sich die Gemeinde um die Beschaffung von Buden bemüht, die den Vereinen zur Verfügung gestellt werden sollen. Wo genau, das konnte er nicht sagen. Am Kulturhof sei dies ja abgelehnt worden, die Suche nach einem anderen Standort sei mit interessierten Vereinen abzustimmen.

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