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58-facher „Freispruch“ für Haus- und Landwirtschaft

Absolventen liefern in Mettenheim rekordverdächtig guten Notendurchschnitt

Wegen der Notengleichheit der zwei Besten beglückwünschten Georg Baumgartner von der Regierung von Oberbayern (von links) die vier besten Landwirte, Nikolaus Winterer, Christian Scheitzach, Magdalena Berger und Robert Schwarzenbeck. Auch Josef Feichtner als Vorsitzender des Prüfungsausschusses und AELF-Leiterin Angela Vaas graulierten.
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Wegen der Notengleichheit der zwei Besten beglückwünschten Georg Baumgartner von der Regierung von Oberbayern (von links) die vier besten Landwirte, Nikolaus Winterer, Christian Scheitzach, Magdalena Berger und Robert Schwarzenbeck. Auch Josef Feichtner als Vorsitzender des Prüfungsausschusses und AELF-Leiterin Angela Vaas graulierten.

Nach drei Jahren Corona-Zwangspause durften am Mittwochabend in den gewohnt vollen Sälen des Kreuzerwirts 28 Absolventinnen der Hauswirtschaft, 26 frisch gebackene Landwirte und vier Landwirtinnen ihre Abschlüsse feiern.

Mettenheim – Erstmals teilte sich das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Töging die Gastgeber-Funktion mit der Regierung von Oberbayern, was laut dem Leitenden Landwirtschaftsdirektor, Georg Baumgartner, auf die Neuausrichtung der Landwirtschaftsverwaltung zurückgehe. Baumgartner bezog sich auf eine Äußerung des Schulsprechers Johannes Eder und sagte, alles, was der Nachwuchs gelernt habe, beziehe sich auf Lebensmittel. Deren große Bedeutung sei in den vergangenen Jahren in Vergessenheit geraten, weil sie so selbstverständlich seien. Dabei stellten Lebensmittel den zentralen Punkt im Leben aller Menschen dar.

Für die beiden Landkreise ermutigte der Mühldorfer Landrat Max Heimerl: „Ihr müsst euer Berufsbild nach außen tragen. Bringt euch in die Diskussionen ein“, sagte er und nannte als aktuelles Beispiel die Suche nach Standorten für Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen.

Hauswirtschafterinnen lernen neuste Trends

Im Anschluss berichtete Patrick Maier, Berater für Bildungsfragen Landwirtschaft am AELF, dass 28 Hauswirtschafterinnen an der Staatlichen Landwirtschaftsschule Töging ihre Prüfungen nach einer eineinhalbjährigen berufsbegleitenden Zusatzausbildung abgelegt haben. Laut Maier ging es an acht praktischen und zwei theoretischen Prüfungstagen auch um aktuelle Themen, wie um „Food-Trends“, um die Arbeitszeitgestaltung bei Minijobs oder um Energiespar-Fragen. Bei den Hauswirtschafterinnen haben alle bestanden.

Keine Durchfaller gab es auch in der Landwirtschaft, was Bildungsberater Josef Mühlhauser, der die Veranstaltung moderierte, als Besonderheit bezeichnete. Er betonte, dass es hier auf Geheiß des Ministeriums keinen „Corona-Bonus“ gegeben habe. In dieser Sparte bekam die Hälfte 30 Asolventen ihre Zeugnisse entweder nach einer dreijährigen Berufsausbildung oder nach einer Erstausbildung in einem anderen Beruf nach einem einjährigen berufsbegleitenden Lehrgang über das „Bildungsprogramm Landwirt“ (BiLa). „Die Prüfungsfragen waren mit der Bodenversäuerung, dem Pflugeinsatz, Tierwohl-Maßnahmen und der Verringerung des Einsatzes von Antibiotika aktuell und nicht ganz einfach“, berichtete Mühlhauser. Der Gesamtschnitt von 2,6 sei trotz Corona wesentlich besser als im Vorjahr gewesen. Mühlhauser gab seinen ehemaligen Schützlingen mit auf den Weg, ihr erworbenes Fachwissen in Diskussionen „an den Mann und die Frau zu bringen“.

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Sich einzumischen, empfahl auch Hans-Jörg Steinberger, Vorsitzender des Kreisverbandes Mühldorf-Altötting des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern (vlf): „Jetzt habt ihr es überstanden, ihr habt bestanden“, sagte er zu den „lieben Freigesprochenen“. Steinberger erinnerte auch an die Fortbildungsangebote seines Verbandes. Sie in Anspruch zu nehmen, legte auch Heidi Schmidinger aus St. Erasmus bei Pürten dem Nachwuchs nahe. Sie war kürzlich zur neuen Kreisbäuerin des Bayerischen Bauernverbands gewählt worden und sagte, sie hoffe, dass sich der eine oder andere auch einmal zur Übernahme eines Ehrenamtes bereit erkläre.

Behördenleiterin Angela Vaas blieb das Schlusswort. Sie hob ebenfalls die Weiterbildung heraus. Vaas schilderte die Möglichkeiten, die den Zeugnisempfängern jetzt offen stehen. „Ich hoffe sehr, dass ihr eurem Beruf treu bleibt, denn Land und Leute brauchen euch“, schloss sie.

Sie waren die Besten

Die Hauswirtschafterinnen verzeichneten einen Gesamtschnitt von 2,35 unter allen Absolventinnen. Den besten Schnitt von 1,40 erzielte Theresia Baumgartner aus Oberneukirchen. Zweitbeste war Stefanie Perschl aus Garching an der Alz mit einem Schnitt von 1,54. Drittbeste war Eva Kirmeier, ebenfalls aus Garching an der Alz, mit einem Schnitt von 1,70.

Als Jahrgangsbeste bei den Landwirten gelten Christian Scheitzach aus Engelsberg und Nikolaus Winterer aus Pleiskirchen, die beide auf einen Schnitt von 1,39 kamen. Den zweiten Platz belegte Magdalena Berger aus Erding mit der Gesamtnote 1,49. Drittbester war Robert Schwarzenbeck aus Kirchdorf bei Haag mit einem Schnitt von 1,55. /EW

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