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BUNDESTAGSWAHL

Abschneiden der AfD: besorgniserregend, unglaublich

Utz
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Utz

Mühldorf. – So kommentieren die Erststimmenkandidaten das Wahlergebnis:

Stephan Mayer (CSU): „Mit meinem Ergebnis bin ich zufrieden und für diesen Vertrauensbeweis der Wähler dankbar. Mein persönliches Ergebnis wird allerdings getrübt vom Gesamtergebnis der Partei. Das ist nicht zufriedenstellend, wir können jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. An der Mobilisierung kann es nicht gelegen haben, wir haben in den beiden Landkreisen einen grandiosen Wahlkampf geführt. Wir müssen nun das Ergebnis genau und intensiv analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Obwohl ich im Vergleich zur letzten Bundestagswahl Stimmen verloren habe, werde ich wohl wieder eines der besten Ergebnisse in Bayern haben. Wenn eine Partei verliert, kann man sich als einzelner nicht vom allgemeinen Trend abkoppeln. Das Abschneiden der AfD ist besorgniserregend, im Wahlkreis ist es sogar höher als der Bundesdurchschnitt. Der CSU ist es gut gelungen, sich von den Grünen, den Linken und der FDP abzugrenzen, gegenüber der AfD ist uns dies nicht klar und ausreichend genug gelungen. Wir müssen nun die Zukunftsängste der Bürger sehr ernst nehmen.“

Oliver Multusch (AfD): „Wir sind sehr überrascht, dass wir im Landkreis so gut abgeschnitten haben und zweitstärkste Kraft geworden sind. Fast noch interessanter ist die große Abstrafung der CSU. Wir haben offensichtlich die Themen richtig erfasst und zum Ausdruck gebracht, die die Leute wollen: Flüchtlinge und die Eurofrage. Mein gutes Ergebnis führe ich darauf zurück, dass ich ein Seiteneinsteiger bin mit einer gewissen Authentizität, die die Leute schätzen. Sie haben genug von Profipolitikern. Ich hoffe, dass das Ergebnis mehr Leute bringt, die sich engagieren und sich das nach den letzten Vorkommnissen zum Beispiel um den Landratsfahrer Martin Wieser nicht mehr getraut haben.“

Peter Uldahl (Die Grünen): „Auf Bundesebene haben wir ein sehr gutes Ergebnis. Wir haben unser Wunschziel erreicht, auch wenn es nicht zweistellig geworden ist. Mein persönliches Ergebnis hätte allerdings besser sein können. Was mich allerdings traurig macht, ist, dass wir ein fatales Zeichen in die Welt damit setzen, dass eine rechte Gruppierung im Bundestag sitzt. Wir müssen damit nun klar kommen, aber ich bin sicher, dass unsere Demokratie das aushalten wird. Wir müssen in den nächsten Jahren die Leute, vor allem die Nicht-Wähler von unserer Politik überzeugen.

Sandra Bubendorfer-Licht (FDP): „Wir haben ein sehr gutes Ergebnis im Bund, für mich reicht es leider um ein paar Prozent nicht zum Einzug in den Bundestag. Ich bin aber vor allem megaenttäuscht, dass die AfD ein so starkes Ergebnis eingefahren hat, das ist unglaublich.“

Erich Utz (Linke): „Ich sehe es mit einem lachenden und weinenden Auge. Unser Ergebnis zeigt: Wir sind in Bayern angekommen. Auf der anderen Seite haben wir gehofft, dass die AfD nicht auf einen so hohen Anteil kommt.“

Annette Heidrich (SPD): „Das ist ein schwarzer Tag für die SPD. Besonders weh tut uns das starke Ergebnis der AfD. Woran deren Erfolg im Landkreis liegt, weiß ich nicht. Vielleicht haben wir nicht die Mittel gefunden. den Leuten die Angst zu nehmen.“ hi/hon