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DIE LETZTE GROßE RITTERSCHLACHT

700 Jahre Schlacht bei Ampfing: Königin Isabella von Aragón gibt es gleich doppelt

Julia Kohlschmid war völlig überrascht, als der Regisseur sie für die Isabella ausgewählt hat.
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Julia Kohlschmid war völlig überrascht, als der Regisseur sie für die Isabella ausgewählt hat.
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
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Ritter, Edelsleute und der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und sein Habsburger Kontrahent Friedrich der Schöne werden bei dem Freilichtspektakel der Gemeinde Ampfing dabei sein. Doch das große Historienspiel hat natürlich auch eine weibliche Hauptrolle: Königin Isabella von Aragón. Deren Rolle ist gleich doppelt besetzt.

Ampfing – Mit dem für 2022 geplanten Freilichtspektakel erinnert die Kommune an den Kampf um die Königskrone zwischen dem Wittelsbacher Ludwig der Bayer und seinen Habsburger Kontrahenten Friedrich den Schönen. Im Historienspiel „1322“ haben Sabrina Oberwallner (30) und Julia Kohlschmid (24) die Hauptrolle der Isabella ergattert. Abwechselnd werden sie ihre Einsätze auf der Bühne haben.

Sprachlos beim Anruf des Regisseurs

Sabrina Oberwallner`s Hobby ist die Reiterei, deshalb hat sie sich ursprünglich auch für eine Reitrolle beworben. Inklusive ihres eigenen Pferdes. „Ich bin begeistert von dem Projekt und ich wollte unbedingt ein Teil dieser Gesellschaft sein“, beschreibt Sabrina Oberwallner ihre Gründe, warum sie sich beworben hat.

Dass es dann die „Isabella“ wird, hat sie anfangs sprachlos gemacht. „Als der Anruf von Moritz Katzmair kam, wusste ich gar nicht, was ich sagen sollte. Ein paar Sätze hätte ich mir schon zugetraut, aber damit hatte ich nicht gerechnet. Ich musste mich mit den Gedanken erst mal anfreunden“, sagt die Immobilienfachwirtin.

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Doch längst überwiegt die Vorfreude. Dazu hat sie ausgiebig Zeit, denn das Historienspiel geht erst im Sommer 2022 über die Bühne. „Das wird bestimmt eine unvergessliche Zeit, an die ich auch später noch gerne zurück denken werde“, sagt Sabrina Oberwallner.

Bisher hat sie noch keine Erfahrung als Schauspielerin, nicht einmal im Schultheater ist sie aufgetreten. „Ich freue mich auf die Herausforderung, die diese Rolle mit sich bringt, auf das Zusammenspiel mit den anderen Akteuren und hoffe, auch die Organisatoren zufriedenzustellen.“ Ein Teil der Aufführungen zu sein, werde sicher etwas Einmaliges. „Daran werde ich mich auch noch erinnern, wenn ich einmal alt bin“, sagt sie. Die Freude sei groß, aber sie sei auch aufgeregt.

Sabrina Oberwallner hatte sich ursprünglich für eine Reitrolle beworben – zusammen mit ihrem Pferd. Stettner

Der zweiten Isabella ergeht es nicht anders: Julia Kohlschmid schlüpft ebenfalls in die Rolle der Ehefrau von Friedrich dem Schönen. Sie wollte ein kleiner Teil von etwas ganz Großem sein. Eine große Motivation war es, dass ihr Papa 1988 bei den Ritterspielen dabei war und ihr sehr viel von damals erzählt habe. „Das hat natürlich meine Neugierde geweckt. Dabei hatte ich zunächst gar keine Erwartungen an eine Rolle, sondern habe mich auf den Workshop gefreut und hatte sehr viel Spaß an den Übungen die Moritz Katzmair uns machen ließ.“

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Der Regisseur hat sie völlig überrascht, dass er sie in der Rolle der Isabella sieht. „Meine ersten Gedanken- kann ich eigentlich gar nicht beschreiben. Ich war überhaupt nicht vorbereitet gewesen, die weibliche Hauptrolle mit Sabrina zu bekommen, aber mit einem „Wow“ kann man es sehr gut beschreiben.“ Längst ist die anfängliche Sprachlosigkeit nahtlos in Vorfreude übergegangen.

Erste virtuelleTreffen mit Friedrich

Beide freuen sich nun riesig auf die vielen Proben. Auf alles was dazugehört und freuen sich darüber, dass sie ein Teil von „1322“ sind. Wie genau sie sich auf die Rollen vorbereiten, wissen die Beiden noch nicht genau. Inzwischen hat es ein virtuelles Treffen der beiden Isabellas mit Friedrich zur Rollenbesprechung gegeben. Sie haben erste Gedanken darüber ausgetauscht, wie sie die Rollen verkörpern können.

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„Wir sind gespannt und werden genauso wie die anderen auch ganz viel Text lernen und üben, üben, üben.“ Beiden ist es wichtig, viel Spaß zu haben, schöne Erinnerungen zu sammeln an eine Zeit, an die sie sicherlich noch lange zurückblicken werden. Einen hohen Anspruch stellen sie beide an sich selbst: „Wir wollen den Aufwand, der hinter der Bühne geschieht, natürlich gerecht werden. Da steckt wirklich wahnsinnig viel Arbeit dahinter und das soll man am Ende auf der Bühne auch sehen können.“

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