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Einweihung am 15. Oktober 1961

60 Jahre Mariä Himmelfahrt: Schwindegger Pfarrkirche ist fit fürs Jubiläum

Der berührungslose Weihwasserspender in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Mit der Renovierung hat moderne Technik in der Kirche Einzug gehalten. Sutherland
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Der berührungslose Weihwasserspender in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Mit der Renovierung hat moderne Technik in der Kirche Einzug gehalten. Sutherland
  • Nicole Sutherland
    vonNicole Sutherland
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Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Sie wurde am 14. und 15. Oktober 1961 von Weihbischof Dr. Johannes Neuhäusler geweiht. Er hatte gut ein Jahr vorher auch den Grundstein gelegt. Für das Jubiläum wurde die Pfarrkirche extra renoviert.

Schwindegg – Die Kirchenverwaltung, der Pfarrgemeinderat und Kirchgänger halfen bei den Arbeiten zusammen. Mit viel Geschick wurden die Figuren, die das Innere der Kirche zieren, abgenommen, sodass nichts kaputt ging. Die schweren Teppiche und Einrichtungsgegenstände wurden herausgetragen und die Bänke gekippt. So konnte die Kirche innen eingerüstet und gestrichen werden.

Intensive Renovierungsarbeiten

Auch von außen wurde sie neu gestrichen. Am Kirchendach waren umfangreiche Reparaturarbeiten nötig. Das Turmkreuz wurde in luftiger Höhe von 35 Metern über dem Boden, gründlich gereinigt, ausgebessert und nachvergoldet.

Im Inneren der Kirche konnte die Sakristei komplett renoviert werden. Das Tabernakel, das von einem Einbruchsversuch beschädigt worden war, musste instandgesetzt werden. Die Beleuchtung der Kirche wurde auf LED umgestellt. Alle Teppiche wurden gewaschen und sind wieder wie neu. Ebenso wurde der Kirchenvorplatz einer Grundreinigung unterzogen und die dortigen Sitzbänke erneuert.

Moderne Technik hält Einzug

Gleichzeitig wurde die Kirche modernisiert. Bedingt durch die Corona-Maßnahmen wurde ein berührungsloser Weihwasserspender aus Edelstahl angeschafft und gesegnet. Er wird gerne angenommen.

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Inzwischen sind die Kirchen in Obertaufkirchen und Oberornau dem Beispiel gefolgt. Außerdem wurden Verstärker und Lautsprecher für die Übertragung des Gottesdienstes auf den Kirchenvorplatz in Schwindegg installiert. Eine Kamera wurde eingebaut, damit Live-Übertragungen über einen Großbildschirm ins Pfarrheim stattfinden können. Auch die Außenanlagen im Bereich der Kirche wurden gepflegt. Im Stiftungswald mussten im vergangenen Jahr nur wenige Käferbäume gefällt werden. Neuanpflanzungen wurden durchgeführt.

Kostenreduzierung dank Eigenleistung

Die große Eigenleistung machten es möglich, die Kosten gegenüber der ersten Schätzung um 12 000 Euro zu reduzieren. Die verminderte Mehrwertsteuer machte nochmal etwa 2000 Euro weniger aus. Die Renovierungskosten betrugen am Ende rund 48.000 Euro. Bestimmte Arbeiten, wie das Einrüsten und Streichen der Kirche von innen und außen, mussten jedoch an Firmen vergeben werden.

Die Kirche Mariä Himmelfahrt innen eingerüstet für den neuen Anstrich.“

Nicht nur äußerlich, auch inhaltlich wird in der Schwindegger Kirche alles getan, um sie attraktiv zu gestalten. An erster Stelle steht die Seelsorge mit Pfarrer Jozo Karlic mit den Feiern der Gottesdienste und Feste im Kirchenjahr. Darüber hinaus werden weitere Angebote gemacht, wie die Seniorenbetreuung, das Kursangebot, die Bücherei, oder der Kindergarten beziehungsweise die Kindertagesstätte. Die Kirche Mariä Himmelfahrt bietet normalerweise 350 Sitzplätze und 250 Stehplätze. Seit der Corona-Pandemie dürfen es nur noch 75 bis 80 Leute sein. Platz für zusätzliche 35 Leute ist im Pfarrheim geschaffen worden.

Die Geschichte der Pfarrkirche

Bevor es die Kirche Mariä Himmelfahrt in Schwindegg gab, war die kleine Schlosskapelle die einzige Möglichkeit für die Gläubigen, die nicht nach Obertaufkirchen konnten, den Frühgottesdienst am Sonntag zu besuchen. Kirchenbaupläne gab es schon seit 1909. Vor allem durch die Weltkriege und die damit verbundenen Geldentwertungen konnte jedoch noch nichts geschehen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Kirchenbauplatz erworben. 1959 beschloss die Kirchenverwaltung Obertaufkirchen den Neubau der Filialkirche, die 1960 gebaut und 1961 fertiggestellt wurde. Die Kosten übernahm die Erzdiözese. Für die Inneneinrichtung hatte die Kirchengemeinde aufzukommen.

Die Pläne zum Jubiläum

Das Kirchenjubiläum soll eigentlich auch gefeiert werden. Durch Corona ist aber erst einmal alles blockiert. An Kirchweih im Oktober 2021 wird die Kirche 60 Jahre alt. Dazu wäre ein Festgottesdienst im kleinen Rahmen geplant. Der Chor würde singen und die Musikkapelle Schwindegg gäbe ein Standkonzert. Eine Feier im Pfarrheim oder Bürgerhaus würde in Abstimmung mit Beate Götz, der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, stattfinden. Pfarrer Tremmel, der bei der Einweihung der Kirche Pfarrer in Schwindegg war, würde eingeladen werden.

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