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Eine wechselvolle Geschichte

50 Jahre Flughafen Ampfing: Wo die Freiheit grenzenlos ist

Im Ferienprogramm bekommen Kinder die Chance, ihre Heimat einmal aus der Vogelperspektive zu sehen.
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Im Ferienprogramm bekommen Kinder die Chance, ihre Heimat einmal aus der Vogelperspektive zu sehen.
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
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Er war Schauplatz von Sondergenehmigungen und eines Nato-Manövers. Wie geht es dem Ampfinger Flughafen im 50. Jahr seines Bestehens?

Ampfing – Offiziell erhielt der Verkehrslandeplatz Ampfing-Waldkraiburg mit einer Streifenlänge von 813 Metern und einer Bahnbreite von 30 Metern seine Betriebserlaubnis von der Regierung von Oberbayern am 10. Mai 1972. Ursprung war eine Initiative der Industriegemeinschaft Waldkraiburg. Sie wollte den Flughafen in Ampfing als Zubringer zu internationalen Flughäfen.

Bereits am 15. August 1970 landeten mit einer Sondergenehmigung die ersten Flieger. Der Geschäftsführer des Verkehrslandeplatzes Ampfing-Waldkraiburg, Altbürgermeister Hubert Rösler, und der damalige Ampfinger Bürgermeister Michael Naglmeier zählten zu den ersten Fluggästen.

Der Aeroclub Ampfing Waldkraiburg nahm bereits 1971 mit dem doppelsitzigen Segelflugzeug Bergfalke II den Betrieb auf, ehe 1972 im Beisein von viel Prominenz die offizielle Betriebserlaubnis für den ersten Verkehrslandeplatz in Oberbayern erteilt wurde.

Auch die Nato machte Station

Geschäftsführer Rösler betonte, dass der Landeplatz ohne den Steuerzahler geschaffen wurde. Im gleichen Jahr ging das Gebäude mit Flugleitung, Gaststätte und der Flugschule von Fluglehrer Willy Madl in Betrieb. Die Flugschule übernahm für die Deutsche Luftwaffe die fliegerische Grundausbildung der Jetpiloten.

1978 wurde der Flugplatz Ampfing zum Schauplatz, eines großen Nato-Manövers. Viele Schaulustige begleiteten die Starts und Landungen der großen Flugzeuge und Hubschrauber. Auch mit Flugtagen mit Kleinflugzeugen und Kunstflugvorführungen machte der Standort Werbung.

1978 war der Flughafen Ampfing Teil eines großen Nato-Manövers: riesige Transportflieger und Hubschrauber lockten viele Schaulustige an.

Mit dem Fallschirmsportclub Colibi begann 1982 eine neue Ära. Einer der Gründungsmitglieder und heutige Geschäftsführer der Flugplatz Ampfing GmbH, Johannes Graile, setzte auf modernste Ausbildungsmethoden und fachlich geschultes Personal. So machte er Ampfing im süddeutschen Raum zur Nummer Eins im Fallschirmsport.

Mit dem neuen Großflughafen München im Erdinger Moos änderte sich im Mai 1992 die Luftraumstruktur und beeinträchtige den Sprungbetrieb erheblich. Daraufhin verlegte der Club seinen Betrieb nach Thalmässing – ein herber Schlag für die Flugplatz GmbH, die jetzt als Sonderlandeplatz eingestuft wurde.

2019 stieg die Stadt Waldkraiburg aus der GmbH aus; Mehrheitseigner ist jetzt die Gemeinde Ampfing. Durch die Ansiedlung von mittlerweile zwei Ultraleicht-Flugschulen und die am Flugplatz stationierten Ultraleichtflugzeuge ist der Flughafen wieder ein wirtschaftlich solides Unternehmen.

Neue Zeit – neue Herausforderungen

Einer besonders aktiven Gruppe von Piloten ist es ein Anliegen, im Rahmen des Ferienprogramms Kindern und Jugendlichen aus Aschau und Ampfing die Welt von oben zu zeigen.

Für die weitere Entwicklung des Flugplatzes, so Geschäftsführer Johannes Graile, will man das derzeitige Niveau halten. Dafür ist ein weiterer Ausbau der Infrastruktur nötig, um der bestehenden Bedeutung gerecht zu werden. Die erzielten Einnahmen durch Landegebühren und Nutzerpauschalen deckten die Kosten und werfen inzwischen leichte Gewinne ab.

Der Flugplatz wird derzeit hauptsächlich von Ultraleicht-Luftfahrzeugen genutzt. Helikoptereinsätze wurden wegen der erhöhten Lärmemissionen deutlich reduziert und hierfür Betriebsverfahren modifiziert. Die erfahrenen Flugleiter wickeln den Flugbetrieb bestmöglich ab und halten die Belastungen von den Anliegern so gering wie möglich. Alle Gesellschafter befürworten ein ausgewogenes Verhältnis von wirtschaftlich notwendigen Aktivitäten und einem adäquaten Lärmschutz der Anwohner.

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