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Urteil gesprochen

32-Jähriger vor dem Mühldorfer Amtsgericht: Bedienung sexuell belästigt und beleidigt?

Auch wenn die Anklage wegen sexueller Belästigung fallen gelassen werden musste, erhielt der Angeklagte eine Bewährungsstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
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Auch wenn die Anklage wegen sexueller Belästigung fallen gelassen werden musste, erhielt der Angeklagte eine Bewährungsstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Spielhallenbesucher wegen übergriffigen Verhaltens vor Gericht – Anklage mangels Beweisen hinfällig.

Mühldorf – Ein arbeitsloser 32-jähriger Serbe musste sich vor Amtsrichter Florian Greifenstein verantworten. Die Anklage von Staatsanwalt Daniel Musin lautete sexuelle Belästigung und sexuelle Beleidigung. Dazu kam eine Anklage wegen Fahrens ohne Führerschein.

Größerer Gewinn nach Mitternacht

Der Angeklagte war an einem Montagabend im September mit einem Freund in die Spielhalle gegangen. Nach Mitternacht gewann sein Freund eine größere Summe und verkündete lauthals seine Freude darüber. Auch die Bedienung in der Spielhalle, eine 20-jährige, gratulierte.

Bedienung als „hure„ und „Schlampe“ beschimpft

Der Mann habe sie am Hintern berührt und sie betatscht. Als sie ihn zurückgewiesen habe, habe er sie „Hure“ und „Schlampe“ genannt und gefragt, ob sie mit ihm schlafen wolle. Die junge Frau sagte Nein und erstattete Anzeige.

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Der Freund des Angeklagten aus Serbien, ein 53-Jähriger, schilderte die Vorfälle dieses Abends ganz anders: Es habe keine sexuellen Übergriffe und keine sexuellen Beleidigungen gegeben.

Kannten sie Angeklagter und Bedienung?

Vielmehr hätte sich die Bedienung und sein Freund häufiger Handynachrichten geschickt. Die junge Frau soll demnach Kontakt zum Angeklagten gesucht haben. Da der Angeklagte sein Mobiltelefon verloren hatte, konnte Richter Greifenstein den Wahrheitsgehalt der Aussagen nicht prüfen.

Keine lückenlose Aufklärung in puncto sexueller Belästigung möglich

Richter, Staatsanwalt und Verteidiger einigten sich schließlich darauf, die Anklage wegen sexueller Belästigung und sexueller Beleidigung fallen zu lassen. Eine lückenlose Aufklärung

sei nicht mehr möglich. So blieb das Fahren ohne Fahrerlaubnis als Anklagepunkt übrig. Obwohl der Angeklagte noch dabei war, eine Geldstrafe wegen Fahrens ohne Führerschein abzustottern und ihm eine Sperre von zwei Jahren bis zum Erhalt eines neuen Führerscheins auferlegt worden war, war er mit dem Auto gefahren – und prompt in eine Polizeikontrolle geraten.

Staatsanwalt fordert vier Monate auf Bewährung

In seinem Plädoyer forderte Staatsanwalt Musin eine Freiheitsstrafe von vier Monaten auf Bewährung. Für den Erwerb einer erneuten Fahrerlaubnis forderte Musin eine zweijährige Sperrfrist.

Verteidiger Barbarino hält nicht viel von Bewährungsstrafen. Er forderte eine Geldstrafe von Tagessätzen zu 50 Euro. Als Sperrfrist für den Führerschein hielt er neun Monate für angemessen, bestehe doch noch eine andere Sperrfrist von eineinhalb Jahren, die aufaddiert würde.

Den Führerschein gibt es nicht vor Oktober 2022

Der Richter verhängte eine viermonatige Haftstrafe auf Bewährung. Die Sperrfrist für den Erwerb eines neuen Führerscheins läuft bis zum Oktober 2022.

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