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Radfahrer spornen sich gegenseitig an

23.446 Kilometer: Malawi-Hilfe ist beim landkreisweiten Stadtradeln auf Rekordjagd

Beim Stadtradeln geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um die Zahl der geradelten Kilometer. Damit tut jeder Radler etwas für seine Gesundheit und hilft, CO2 einzusparen. Sutherland
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Beim Stadtradeln geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um die Zahl der geradelten Kilometer. Damit tut jeder Radler etwas für seine Gesundheit und hilft, CO2 einzusparen. Sutherland
  • Nicole Sutherland
    VonNicole Sutherland
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Die Malawi-Hilfe ist bekannt für ihr Engagement. Jetzt ist sie beim landkreisweiten Stadtradeln mit 99 Teilnehmern dabei und ist mit 23.446 geradelten Kilometern auf Rekordkurs.

Schwindegg – Die Malawi-Hilfe ist bekannt für ihr Engagement. Jetzt hat sie beim landkreisweiten Stadtradeln teilgenommen und ist mit 99 Teilnehmern dabei, mehr als beispielsweise im Team der letztjährigen Gewinner, dem Reha-Sportverein. Aktuell liegt das Team mit 23.446 geradelten Kilometern mit großem Abstand an der Spitze und hat den Rekord des Vorjahressiegers, des Reha-Sportvereins, von 17.736 gefahrenen Kilometern deutlich geknackt. Und das in der zweiten von drei Wochen Laufzeit des Stadtradelns.

Die Malawi-Hilfe vergoldet jeden gefahrenen Kilometer mit Spendengeldern von Sponsoren, die sie findet. 10 Cent bringt ein Kilometer. In der Summe bringen 360 Kilometer 36 Euro, das reicht für ein Kind, das Schulspeisung in Malawi erhält. Das ist ein bedeutender Baustein für bessere Bildungschancen.

Das Team der Malawi-Hilfe tritt außer mit dem Hauptteam auch mit sechs Unterteams an: Der SV Schwindegg, das Basketball-Team des SV Schwindegg, der Radfahrerverein Walkersaich, RST Haag, die Feuerwehr Schwindegg und „Lonesome George“ strampeln auch für Kinder in Malawi.

Strampeln für einen guten Zweck

„Das ist super“, freut sich Konrad Ess, der Gründer der Malawi-Hilfe. „Es gibt einen richtigen Wettbewerb zwischen einigen Vielradlern, die sich gegenseitig anspornen.“ Er selbst hat bisher 470 gefahrene Kilometer eintragen können. Und er radelt fleißig weiter. Manchmal mit seinem Kumpel Sepp Zirnbauer zusammen, meistens alleine.

Nicht alle Teilnehmer fahren lange Touren. Kinder fahren zur Schule mit dem Rad oder sie tragen ihre Touren zum Spielplatz ein. Erwachsene nehmen das Rad, um zum Einkaufen zu fahren, oder sie treffen sich am Abend im Biergarten.

Woher kommt nun diese gigantische Beteiligung? „Die meisten Radler kennen uns über die Presse“, weiß Konrad Ess, „Der Team-Captain Sepp Zirnbauer und ich haben viele persönlich angesprochen, Flyer geschrieben, über die sozialen Medien geworben. Wir wollen immer im Gespräch bleiben.“ Ein weiterer möglicher Grund ist, während der Pandemie war nichts los und mit dem Stadtradeln kann man wieder etwas gemeinsam machen. Aber der Fokus der Malawi-Hilfe liegt auf dem Sammeln von Spenden. Die Kombination aus Klimaschutz, etwas für die Gesundheit tun und etwas Gutes tun ist eventuell der Ansporn, so Ess.

Bei Fragen kann man sich an den Team-Captain Josef Zirnbauer, Telefon 0176/82193760,Mail: jz@malawi-hilfe-schwindegg.de wenden.

Ansporn innerhalb der Mannschaft, sich gegenseitig zu übertreffen

Dass Konrad Ess mit seiner Einschätzung nicht ganz falsch liegt, zeigt eine Umfrage bei den Beteiligten.

Turgay Karademir.

Turgay Karademir, Team Captain vom Unterteam SV Schwindegg Basketball mit zwölf Teilnehmern : „Ich fahre mit, weil mir die Aktion gefällt für wohltätige Zwecke zu spenden. Man kann auch so spenden, aber hier ist es spielerisch und deswegen machen wir mit. Auch durften wir wegen Corona nicht in die Halle zum Basketball spielen. Da haben wir Alternativen gesucht und mit dieser Aktion gefunden. Man sieht auf der Liste, wer wieviele Kilometer gefahren ist. Das gibt innerhalb der Mannschaft den Ansporn, sich gegenseitig zu übertreffen. Dadurch kommt ein Training zustande. Meine Tochter ist die Jüngste mit fünf Jahren und sie hat schon 35 Kilometer zusammen. Unsere Mannschaft besteht aus den Spielern und ihren Familien. Wir wollen alle gemeinsam unterstützen. Ich kenne das Stadtradeln aus München, dort habe ich vorher teilgenommen, weil ich dort arbeite. Als es mit der Malawi-Hilfe nach Schwindegg kam, habe ich gleich mitgemacht.“

Mit dem Hobby etwas Gutes tun, das ist eine feine Sache

Hans Haslböck.

Hans Haslböck, Teilnehmer im Team Radlfahrverein Walkersaich mit sieben Teilnehmern: „Ich bin angesprochen worden vom Radlverein Walkersaich, ich bin Hobbyradfahrer. Mir ist die Malawi-Hilfe ein Begriff durch die Zeitung. Es ist beeindruckend, was da alles geschafft wird, mit dem Brunnenbau und der Schulspeisung für die Kinder. Und wenn man etwas Gutes tun kann und es sich so einfach verbinden lässt mit dem Hobby, dann ist das eine feine Sache. Mit mir sind noch sechs Radler aus Walkersaich im Team. Letztes Jahr war ich leider zu spät dran. Wir haben eine Radlergruppe in Schwindegg mit acht Mann, die nicht im Verein sind, sondern sich so zusammengetan haben. Die waren letztes Jahr dabei, ich aber nicht. Sie fahren heuer auch beim Team Malawi-Hilfe mit. Nächstes Jahr brauche ich keine Einladung mehr, da werde ich auf jeden Fall dabei sein.“

Herausforderung Sponsorensuche

Sepp Obermeier

Sepp Obermeier, Team-Captain vom Unterteam SV Schwindegg mit sieben Teilnehmern: „Pandemiebedingt bin ich mehr Rad gefahren, im Frühjahr war nichts anderes möglich. Und ich finde es eine Super-Aktion. Im letzten Jahr wurde das Stadtradeln ausgelobt und es wurde bei der Malawi-Hilfe für Räder gesammelt. In diesem Jahr gibt es den gleichen Ansatz für eine Schulspeisung für Kinder in Malawi. 360 geradelte Kilometer bringen 36 Euro Spendengeld, das reicht für die Schulspeisung für ein Kind. Das sind je 10 Kilometer ein Euro. Es ist eine Herausforderung für Sepp Zirnbauer, die Sponsoren zu bekommen. Letztes Jahr war ich ein Sponsor für ein Rad. Da war es noch sehr kurzfristig. Dieses Jahr wussten wir schon Bescheid und hatten mehr Vorlauf. Sepp Zirnbauer hat mich angesprochen, ob der SV Schwindegg mitradelt. Wir sind jetzt sieben Leute vom Verein. Ich hoffe, dass nächstes Jahr wieder ein geeigneter Anlass für Malawi gefunden wird. Dann bin ich auch wieder dabei.“

Noch bis ersten Juli läuft das Stadtradeln im Landkreis, bei dem man sich immer noch anmelden kann. Das Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Jeder Kilometer zählt – erst recht, wenn er sonst mit dem Auto zurückgelegt worden wäre. Dabei geht es auch um CO2-Einsparungen, schließlich entstehen in Deutschland, laut Umweltbundesamt, rund ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen im Verkehr. Aktuell sind 121 Teams mit 876 Radlern am Start. Gewinner ist - neben der Natur - das Team mit den meisten gefahrenen Kilometern. Die CO2-Ersparnis der Malawi-Hilfe liegt derzeit bei 3447 Kilogramm. Anmelden kann man sich noch unter: www.stadtradeln.de

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