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Hagelschäden verringern die Maisente

20 Prozent weniger Mais im Landkreis Mühldorf

Ein Maisfeld nach den Hagelschlägen Ende Juni 2021.
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Ein Maisfeld nach den Hagelschlägen Ende Juni 2021.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Die Unwetter im Juni im Landkreis Mühldorf haben den Mais besonders getroffen. Viele Bauern sind gegen diese Hagelschäden versichert. Trotzdem muss Silomais zugekauft werden, um das Vieh über den Winter zu bringen.

Mühldorf – .Durch zwei Unwetter und Hagelschläge wurden die Maisbestände im Landkreis Mühldorf stark beschädigt. Je nach Ausmaß des Unwetters gehen die Schäden von leichtem Lager und etwas aufgeschlitzten Blättern bis zu Totalschäden, bei denen nur noch Stängelreste übrig sind.

Mais wird zu 80 Prozent verfüttert

Deutschland gehört nicht zu den großen Maisproduzenten in der Europäischen Union. Die deutsche Maisernte, so „agrarheute“, schwankt je nach Witterung zwischen knapp drei und gut fünf Millionen Tonnen. Zur Deckung des heimischen Bedarfs müssen zusätzlich drei Millionen Mais importiert werden. Knapp 80 Prozent des deutschen Maisverbrauchs fließen in den Futtertrog für Rinder und Schweine.

Die Fläche an Mais, auf der die Ernte der Hauptsaison weltweit angebaut wird, so „agrarheute“, wird offiziell voraussichtlich gegenüber dem Rekordniveau des Vorjahres nochmals zunehmen, was auf die starke Inlands- und Exportnachfrage und die sehr hohen Preise zurückzuführen ist. Die offiziellen Prognosen gehen derzeit von einer Maisproduktion (insgesamt) auf einen Rekordwert von etwa 105 Millionen Tonnen aus.

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„Bei den vom Unwettern betroffenen Gebieten im Landkreis Mühldorf wurde bei fast allen Maisfeldern 100 Prozent der Maisernte vernichtet. Insgesamt sorgen diese Hagelschläge dafür, dass im Landkreis Mühldorf rund 20 Prozent weniger Mais geerntet werden kann als im Vorjahr“, bilanziert BBV-Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer, der auch als Sachverständiger und Schätzer unterwegs war.

Diese Zahlen für die betroffenen Gebiete bestätigt auch Dr. Berhard Hübner, vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Töging.

Die Maisernte startet schon jetzt im Landkreis Mühldorf. BBV

In den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden 24 989 Hektar Mai angebaut. Im Landkreis Mühldorf fallen 3796 Hektar auf den Körbermais und 11513 Hektar auf den Silomais. Insgesamt beträgt die landwirtschaftlich genützte Fläche in den beiden Landkreisen 79 018 Hektar.

Auf einem Hektar werden, so Dr. Hübner, 10,5 Tonnen Körbermais und 50,2 Tonnen an Silomais im Landkreis Mühldorf geerntet.

Der überwiegende Teil wird als Silomais geerntet. Dieser Mais kommt in den Futtertrog und ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung für Rinder und Schweine.

Viele sind gegen Hagel versichert

„Der überwiegende Teil, der vom Hagel betroffenen Landwirte ist versichert. Die finanziellen Schäden können ausgeglichen werden“, sagt Niederschweiberer. Probleme können aber beim Zukauf von Silomais auftretenden, „Landwirte, die Silomais zukaufen müssen, sind finanziell besonders gefordert“, betonte Niederschweiberer.

Erntearbeiten müssen oftmals in sehr kurzer Zeit erledigt werden. Instabile Wetterlagen und betriebsübergreifender Maschineneinsatz führen zu Spitzenzeiten auf den Bauernhöfen.

Im Landkreis Mühldorf beginnt die Ernte des Silomaises. Ulrich Niederschweiberer. „Erntezeit ist purer Streß – auch für die Bäuerinnen und Bauern: Alle Erntearbeiten müssen und sollen zügig durchgeführt werden. Hinter allen Arbeiten steht ein genau abgestimmter Prozess vieler Einsatzkräfte, oft auch mit der Unterstützung von Lohnunternehmern. Ein enger Zeitrahmen, der oftmals Wetterumschwünge noch verknappt werden kann“.

Entsprechend zügig sind häufig landwirtschaftlichen Gespanne auf Straße oder Feldweg unterwegs, oftmals auch mit Anhänger. Es gilt die schönen Tage zu nutzen, um gute Qualität zu ernten. Darum sind Landwirte auch gelegentlich gezwungen, die Feldarbeiten in den späten Abendstunden oder an Sonn- und Feiertagen zu erledigen.

Erntezeit ist für Bauern purer Stress

Hierbei handelt es sich jedoch nur um kurzfristige Einsätze von wenigen Tagen mit entsprechenden Emissionen, also Maschinengeräuschen, Staub und vor allem Verkehr von großen und breiten landwirtschaftlichen Gespannen auf den Straßen.

„Denken Sie daran: Hier wird die Grundlage für Ihre regionalen Lebensmittel und der Biogas-Energie geerntet und eingefahren. In bester Qualität und ressourcenschonend ohne lange Transportwege!

Bitte haben Sie daher für diese kurzfristigen Arbeitseinsätze zu unüblichen Zeiten Verständnis“, sagt Niederschweiberer.

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