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BAUTEIL FÜRS KRAFTWERK

173 Tonnen rollen auf der A 94: Schwertransporter liefert Generatoren-Bauteil nach Töging

Das Können des Fahrers des mehr als 31 Meter langen und 173 Tonnen schweren Transports war unter anderem im Tunnel Wimpasing gefordert.
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Das Können des Fahrers des mehr als 31 Meter langen und 173 Tonnen schweren Transports war unter anderem im Tunnel Wimpasing gefordert.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Da waren ein gutes Auge und eine ruhige Hand notwendig: Ein Schwertransport mit Begleitfahrzeugen und unter Polizeibegleitung war auf der Autobahn von Heidenheim bis Töging zum dortigen Kraftwerk unterwegs. Er hatte ein Maschinenteil der Firma Voith aus Heidenheim geladen.

Ampfing – Da waren ein gutes Auge und eine ruhige Hand am Lenkrad notwendig: Am Dienstag machte sich ein außergewöhnlicher Schwertransport mit Begleitfahrzeugen und unter Polizeibegleitung auf der Autobahn von Heidenheim bis Mühldorf auf den Weg in Richtung Töging zum dortigen Kraftwerk. Der Transporter hatte ein Maschinenteil der Firma Voith aus Heidenheim geladen. Bei dem Bauteil handelt es sich um den Stator eines Generators. Das ist ein feststehendes Teil, in dem sich künftig der Rotor, über die Turbine angetrieben von der Kraft des Wassers, drehen wird.

Das erste Bauteil für die Generatoren

„Mit der Anlieferung des ersten Bauteils für einen der drei Generatoren, die im Kraftwerk Töging künftig Strom erzeugen werden, wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kraftwerkbetreibers Verbund. Projektleiter Bernhard Gerauer: „Wir haben jetzt das erste Bauteil für die elektrische Ausrüstung des neuen Kraftwerks in Töging. Angesichts der herausfordernden Zeiten und der permanenten Unsicherheit, ob COVID-19 nicht doch noch Verzögerungen hervorruft, ein besonderer Moment.“ Einer der drei baugleichen Generatoren wird eine Leistung von 55,0 MVA haben.

Das Generatorenbauteil hat gegen 5 Uhr die Baustelle des Verbund-Kraftwerkes in Töging erreicht.

8,30 Meter breiter Schwertransport unterwegs

Die Lieferung war ursprünglich für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen, musste jedoch wegen einer geplanten Straßenbaustelle auf dem Transportweg vorgezogen werden.

Der Schwertransport hatte beachtliche Maße: Mit einer Breite von 8,30 Metern, einer Länge von 31,35 Metern, einer Höhe von vier Metern und ein Gewicht von 173 Tonnen – der Stator selbst hat ein Gewicht von rund 100 Tonnen und einen Außendurchmesser von 8,20 Meter – musste er durch den Autobahntunnel bei Ampfing im Alleingang und in Schrittgeschwindigkeit durchgesteuert werden.

Ampfinger Autobahntunnel für rund eineinhalb Stunden gesperrt

Aufgrund seiner extremen Breite konnte der Schwertransport nicht überholt werden und der Autobahntunnel war für rund eineinhalb Stunden gesperrt. Der restliche Verkehr wurde an der Anschlussstelle Heldenstein ausgeleitet. Dabei kam es zu geringen Verkehrsbeeinträchtigungen und Rückstauungen, wie Konrad Scheibl, Dienststellenleiter der Autobahnpolizeistation Mühldorf erzählt. Das war auch die kniffeligste Situation bei dem ganzen Transport bis nach Töging. Der geübte Lenker der Spezialfirma musste großes Geschick beweisen, um den Schwertransport in Schrittgeschwindigkeit vorwärts bewegen zu können, da der Transport wegen seiner Abmessungen die üblichen Transporte bei Weitem übertraf.

Die Fahrt des Schwertransportes ging zunächst auf der A 94 bis zur Anschlussstelle Mühldorf-Nord und dann durch die Stadt Mühldorf bis nach Töging zum Verbund-Kraftwerk. Diese Route war notwendig, da der Schwertransport nicht durch die Brücke in Töging gepasst hätte, wenn er die Autobahnausfahrt Töging genommen hätte. Die Spezialfirma hatte bereits Monate vorher die Strecke begutachtet und die entsprechende Route ausgearbeitet.

Der Stator des ersten Generators wird im neuen Krafthaus abgeladen

Polizei von 1 bis rund 5 Uhr gefordert

Auch für die Begleitfahrzeuge und die Polizeistreifen der Verkehrspolizeiinspektion Hohenbrunn, der Autobahnpolizei Mühldorf, der Polizeiinspektion Mühldorf und der Polizeiinspektion Altötting gab es einiges zu tun. Die Beamten der Autobahnpolizei Mühldorf übernahmen gegen 1 Uhr den Schwertransport bei Dorfen. Da hatte der Transporter aber bereits rund eineinhalb Stunden Verspätung, doch dank der guten Zusammenarbeit und Koordination habe man die Zeit fast wieder hereingeholt, so Scheibl. Gegen 5 Uhr erreichte der Schwertransport das Gelände des Verbund-Kraftwerkes.

Weitere Bauteile werden folgen

Das ist aber erst der Auftakt, denn künftig werden drei Maschinensätze, bestehend aus Turbine und Generator, im Kraftwerk Töging eine Leistung von 118 Megawatt zur Verfügung stellen. Das heißt, es werden weitere Transporte folgen.

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