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RADFAHRER

15 kleine Verbesserungen für den Verkehr in Mühldorf

Der Verkehr an der Innstraße und die Zufahrt zum Zentralparkplatz will die Stadt neu regeln. Für den viel diskutierte Kreisel stehen die Zeichen derzeit eher schlecht.
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Der Verkehr an der Innstraße und die Zufahrt zum Zentralparkplatz will die Stadt neu regeln. Für den viel diskutierte Kreisel stehen die Zeichen derzeit eher schlecht.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Mit 15 Maßnahmen will die Stadt den Verkehr in Mühldorf verbessern. Nicht alle Parteien halten die Pläne für ausreichend.

Mühldorf – Mit vier größeren Straßenbauten will die Stadt den Verkehrsproblemen n Mühldorf zu Leibe rücken. Das ist ein Ergebnis des Verkehrsgutachtens, das Bürgermeister Michael Hetzl (UM) und Verkehrsplaner Alexander Süßmuth im Stadtentwicklungsauschuss vorgestellt haben (wir berichteten).

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Maßnahmen wie die Ostumfahrung oder eine Westspange zwischen der Münchner Straße und der alten B 12 sind aber nur langfristig umzusetzen.

Mehr als ein Dutzend Vorschläge

Das Gutachten erhält aber auch kleinere Verbesserungen, die schneller Wirklichkeit werden könnten.

Katharinenplatz: Der Katharinenplatz vor dem Naglschmiedturm soll verändert und die Vorfahrt von der Innstraße zum Stadtberg geändert werden.

Zentralparkplatz: Eine Neuregelung der Einfahrt zum Zentralparkplatz soll die Innstraße und die Kreuzung am Katharinenplatz entlasten. Autos sollen künftig zwar weiter über die Innstraße auf den Parkplatz fahren, ihn aber auf der Südostseite direkt auf die alte B 12 verlassen können. Über das Thema Kreisverkehr an Innstraße und alter B 12 soll genauso geredet werden, wie über eine Aufwertung der Unterführung an der Berufsschule.

Bahnhofsvorplatz: Umgestaltung mit verschiedenen neuen Übergängen in Richtung Innenstadt und besserer Beschilderung..

Innere Neumarkter Straße: Neue Abbiegemöglichkeit für Fahrradfahrer von der Inneren Neumarkter Straße in Richtung Gymnasium südlich, also hinter der Straßenkreuzung. „Wir haben auf keiner anderen Kreuzung in der Stadt so viele Radfahrer“, sagte Verkehrsplaner Süßmuth.

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Altmühldorfer Weg: Bessere Beschilderung der Fuß- und Radwegeverbindung vom Stadtberg über den Altmühldorfer Weg zur Münchner Straße, um Radfahrer vom Stadtberg zu holen.

Münchner Straße: Neue Überwege.

Gefährliche Kreuzung bleibt gefährlich

Fuß- und Radfahrerbrücken über den Inn: An der Grundschule in Richtung Starkheim und auf Höhe des TSV Mühldorf Richtung Stadtwall sollen Stege über den Inn für Radfahrer und Fußgänger gebaut werden. Verbunden wäre mit dem Bau an der Grundschule nach Einschätzung von Bürgermeister Hetzl die Einstellung der Innfähre Josef III.

Mainstraße: Radweg südlich des Supermarkts soll einen sicheren Weg Richtung Innenstadt ermöglichen.

Oderstraße: Zusätzliche Überquerungshilfe.

Freibad: Freigabe eines Weges im Hang oberhalb des Freibades für den Radverkehr

Trostbergerstraße: Überquerungshilfe zwischen Traunstraße und Hammerfußweg.

Eichkapellenstraße: Beschilderung zwischen Eichkapellenstraße und Freibad zu Lenkung des Fahrrad- und Fußgängerverkehrs.

Äußere Neumarkter Straße: Querungshilfe, um Fußgänger von der Straße auf den Wall zu führen.

Innbrücke: Radwege von der alten B 12 östlich der Innbrücke zu den Wegen am Inn.

Lohmühlstraße: An einer Überquerungshilfe über die Lohmühlstraße an der Kreuzung mit der Mainstraße gab es Kritik von mehreren Ausschussmitgliedern. Dort gebe es für Radfahrer keine Verbesserungen, an der Kreuzung gab es in jüngerer Vergangenheit schwere Unfälle.

Noch keine Beschlüsse

Geplant sind nur stärkere Markierungen, die die Kreuzung kennzeichnen. Ein Kreisverkehr bringt nach Ansicht von Ordnungsamtsleiter Fritz Waldinger nichtmehr Sicherheit für Radfahrer, weil Radfahrer in Kreisel schlecht geschützt seien.

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Grundsätzlich fanden die Vorschläge des Verkehrsgutachtens Zustimmung bei den Mitgliedern des Ausschusses, die darüber allerdings nicht abstimmten. Diese Aufgabe hat der jeweils zuständige Ausschuss, wenn eine Maßnahme umgesetzt werden soll.

Grünen-Fraktionssprecher Dr. Matthias Kraft bemängelte die Pläne an der Innbrücke. Er sagte, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen das Grundproblem des Radverkehrs auf der Innbrücke nicht lösen würden: „Der verbotene Radverkehr auf der Innbrücke gegen die Fahrtrichtung auf den Geh- und Radwegen.“

Nach seiner Einschätzung wäre in beide Fahrtrichtungen auf dem Gehsteig ein gemischter Fußgänger- und Radverkehr möglich. Laut Bürgermeister Michael Hetzl (UM) hat die Stadt dazu eine rechtliche Einschätzung des Landratsamts angefordert.

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