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DENKMAL FÜR ORIGINAL

14 Jahre nach dem tragischen Tod: Mühldorfer Künstler gedenkt dem einmaligen Schwertschlucker „Joe Jacker“

Mit diesem Schwert im Weiher am Stadtwall erinnert ein Mühldorfer Künstler an den Tod von Schwertschlucker „Joe Jacker“
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Mit diesem Schwert im Weiher am Stadtwall erinnert ein Mühldorfer Künstler an den Tod von Schwertschlucker „Joe Jacker“
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Als Schwertschlucker war Josef Zehetbauer aus Forsting Weltklasse. Er faszinierte sein Publikum und fand doch nie den Weg in halbwegs lebenswertes Leben. „Joe Jacker“ war sein Künstlername, de von Mühldorf bis nach Las Vegas führte.

Mühldorf – Am 31. Mai 2007 ertrank ein Mühldorfer Original in einem der Weiher am Mühldorfer Stadtwall. „Joe Jacker“ war ein berühmter Schwertschlucker, der ein bewegtes Leben hinter sich.

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Ein Mühldorfer Künstler, der mit Namen nicht in der Zeitung stehen will, hat sich entschlossen „Joe Jacker“ an seiner Todesstelle eine Erinnerung einzurichten. Er kaufte ein Schwert und bearbeitete es und versenkte es an der Stelle, an der „Joe Jacker“ vor 14 Jahren ertrank. Das Schwert ist so angebracht, dass es von Kindern nicht aus dem Weiher gezogen werden kann.

„Joe Jacker“ beim Schwertschlucken auf dem Mühldorfer Volksfest.

Sechs Klingen hatten im Hals Platz

„Joe Jacker“ wurde als Josef Zehetbauer aus Forsting in der Gemeinde Polling geboren. Schon in jungen Jahren kam er zu der Überzeugung, dass herkömmliche Arbeit nichts für ihn sei und so schloss er sich einem Zirkus an. Beim Zirkus kam er erstmals mit dem Schwertschlucken in Berührung. Er erlernte diese Kunst und brachte es bis nach Las Vegas. In seinem Hals hatten gleichzeitig sechs Klingen Platz. Das war einmalig, weit und breit.

Er legte einen kometenhaften Aufstieg zu einem der weltweit talentiertesten Schwertschlucker hin. Er verdiente in Las Vegas und mit andren Auftritten große Gagen. Doch nach all seinen großen Auftritten erfolgte der steile Absturz. Wenn er wieder ohne Mark und Pfennig war, den räumte er Schnee vor dem Parkplatz des Gasthauses in Flohberg. Die Gage betrug zwei Paar Wiener und eine halbe Bier,

Eine Umwandlung zur Frau stand an

„Joe Jacker“ konnte mit Geld und Alkohol nicht umgehen. Falsche Freunde sowie sein Hang zum „Protzerei“ führten in Armut und in ein Bettelleben. Schließlich hatte er sogar eine Geschlechtsumwandlung ins Auge gefasst. Am 30. Mai 2007 besuchte er noch den Mühldorfer Anzeiger und berichtete über seine Absichten, als erste „Schwertschluckerin“ zu arbeiten. Doch das Schicksal hat es nicht gut mit ihm gemeint Am 31. Mai 2007 wurde er tot in einem der Weiher am Mühldorfer Stadtwall, rund 200 Meter vom damaligen Sitz der Redaktion des Mühldorfer Anzeigers entfernt, gefunden.

Mit dem Schwert will der Mühldorfer Künstler an „Joe Jacker“ erinnern, der zweifellos ein Original seiner Zeit war.

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