Rehe stürzen immer wieder in den Innkanal: Die Einsatzkräfte können nicht alle Tiere retten

Ein alarmierter Jäger untersuchte das Reh und es wurde entschlossen das Reh wieder im Wald auszusetzten.

Wasserwachten Feuerwehren und Technisches Hilfswerk müssen regelmäßig ausrücken, um Tiere aus dem Wasser zu holen, die hilflos in den Innkanal rutschen und dort um ihr Überleben kämpfen. Immer wieder auch: vergeblich. 

Update 9.2.: 

Waldkraiburg – Am Sonntagvormittag hat die Feuerwehr ein Reh aus dem Innkanal gefischt. Die Ortsfeuerwehr aus St. Erasmus sowie mehrere Feuerwehren aus dem LKR Mühldorf waren gegen 7:45 Uhr alarmiert, nachdem ein Spaziergänger ein Reh treibend im Innkanal sah. 

Einsatz wird nervenaufreibend

Doch selbst mit Hilfe der Einsatzkräfte schaffte es das Tier  nicht, die glatten Wände des Kanals (Berme) zu erklimmen. Es hatte selbst an der Bootsanlegestelle keine Chance mehr, aus dem Wasser zu kommen. 

Mit Booten fahren die Hilfskräfte zu den Tieren, die in den Innkanal fallen. Oft ist es zu spät. 

Erst ein paar hundert Meter nach der Bootsanlegestelle in St. Erasmus konnten die Feuerwehrler das Tier dann an Bord eines Bootes ziehgen. Das Tier war vermutlich aus einem angrenzenden Waldstück gekommen. Dort wurde es wieder ausgesetzt. 

Vorwurf: Hunde treiben die Tiere in Lebensgefahr 

Immer wieder wird die Energie dutzender Einsatzkräfte gebündelt, um Reh aus dem Wasser des Innkanals zu bergen - teil auch Kitze oder trächtige Rehkühe. 

Dazu nahm Done Brunnhuber im März 2019 im Stadtentwicklungsausschuss von Waldkraiburg Stellung:

„Ein Reh fällt nicht in den Innkanal“, sagte der Stadtrat, der ein erfahrener Jäger ist. Solche Vorfälle seien durch den Freizeitdruck auf den Wegen am Kanal bedingt.

Es gibt mittlerweile eine Leinenpflicht. Auf den neuen Schildern, die der Verbund mit dem Ausbau des Kanals an den Brücken aufgestellt hat, werden die Spaziergänger aufgefordert, Hunde an die Leine zu legen.

Die Berme (Betonabsatz zum Kanal) befindet sich direkt am schnell fließenden Wasser und ist durch Matsch und Schlick extrem rutschig.

Die Wasserwacht warnt daher auch eindringlich davor, die Berme zu betreten. Nicht nur für Rehe wäre ein Sturz ohne Retter in der Not lebensgefährlich. 

Wer ein Tier treiben sieht, soll umgehend die Rettungsleitstelle über den Notruf 112 verständigen. 

Update 26.02.19

Totes Reh im Innkanal Ebing

Zu einem tierischen Einsatz am Innkanal wurden die Feuerwehren aus Kraiburg, Waldkraiburg, Pürten, Ebing, Mühldorf und das THW Mühldorf gerufen.

Ein Reh war gegen 15.10 Uhr in den Innkanal gefallen. Das Reh konnte leider nur tot geborgen werden.

Die Wasserwachten und die Feuerwehren wurden am Abend des Ostermontag 2011 von der Integrierten Leitstelle Traunstein alarmiert. Wie sich im Nachhinein herausstellte handelte es sich um ein Kitz und eine trächtige Rehkuh. 

22.08.2019:

Totes Reh im Innkanal zwischen Mühldorf und Töging 

Mühldorf – Die Rettungsaktion für ein Reh, das am Sonntag in den Innkanal gefallen ist, verlief erfolglos. Wie die Hilfskräfte jetzt mitteilten, wurden sie am Sontag gegen 9.30 Uhr von einem Passanten gerufen, der das Reh im Innkanal entdeckt hatte.

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Die Besatzung des Mühldorfer Feuerwehrbootes entdeckte das Reh auf Höhe des Toyota Händlers zwischen Mühldorf und Töging, da war es bereits tot. Ein von der Polizei verständigter Jäger übernahm das Reh von der Feuerwehr. 

Update 20.06.17

Wasserwacht rettet Helfer und zwei Rehe aus dem Innkanal

Mit der Meldung „Reh treibt im Innkanal“ wurden die Wasserwacht und die Feuerwehr Töging gestern vor dem Wasserschloss in Töging alarmiert.

Beim Eintreffen stellte sich heraus, dass nicht ein, sondern gleich zwei Tiere im Wasser trieben. Ein Zeuge hatte, um ein Tier retten zu können, die Berme des Innkanals betreten und sich so unbewusst in große Gefahr gebracht. Die Retter der Wasserwacht bargen mit dem Rettungsboot zunächst den Helfer und ein Reh, im Anschluss daran das zweite Tier aus dem Kanal. Feuerwehrleute und der herbeigerufene Jäger übernahmen die Tiere. Die Rehe konnten nach kurzer Untersuchung in den Innauen in die Freiheit entlassen werden.

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