Aus dem Stadtrat

Mühldorf: Neuer Radweg in der Brückenstraße würde Autos verdrängen

Stadteinwärts ja, stadtauswärts nein: Die Stadt lässt ein Konzept erstellen, ob es in der Brückenstraße auch in Richtung Innbrücke einen Radweg geben soll. Das Problem; Die Fahrspur für Autos müsste wegfallen.
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Stadteinwärts ja, stadtauswärts nein: Die Stadt lässt ein Konzept erstellen, ob es in der Brückenstraße auch in Richtung Innbrücke einen Radweg geben soll. Das Problem; Die Fahrspur für Autos müsste wegfallen.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Stadteinwärts gibt es einen Radweg, stadtauswärts nicht. Wenn sich das ändern soll, geht das auf Kosten einer Autofahrspur.

Mühldorf – Die Stadt will prüfen lassen, ob es an der Brückenstraße hinter dem Altöttinger Tor stadtauswärts einen Radweg geben kann. Aufgrund des begrenzten Platzes müsste die Autofahrspur stadteinwärts wegfallen.

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Dr. Reinhard Wanka (UM), der die Neugestaltung des Verkehrs in diesem Bereich und die Ausweisung eines Radwegs stadtauswärts beantragt hatte. Er sprach von großen Vorteilen für Fahrradfahrer und eine deutlich erhöhte Sicherheit. Zustimmung kam von Claudia Hungerhuber (SPD), die bessere Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer forderte, und Dr. Matthias Kraft (Grüne).

Künftig außenrum fahren?

Durch die Neuregelung würde die Einfahrt für Autofahrer in Richtung Altstadt unmöglich gemacht, auch die Zufahrt zur Spitalgasse sei auf diesem Weg nicht mehr erreichbar. Wer Richtung Stadtplatz oder zum Altenheim fahren wolle, müsse künftig den Weg außenrum wählen.

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Stefan Lasner (CSU) und Thomas Enzinger (SPD) kritisierten, dass vor allem die Spitalgasse am Altenheim dann nur mit großem Umweg zu erreichen sei. Enzinger forderte deshalb die Umdrehung der Einbahnstraßenregelung in der Spitalgasse und der Brückenstraße. Bürgermeister Michael Hetzl (UM) fürchtet dagegen, dass so viel mehr Verkehr in die ohnehin belastete Kreuzung der Brückenstraße einfahren werde.

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Gutachten für den Bereich

Andreas Seifinger (UM) regte an, das Verkehrsbüro zu beauftragen, das derzeit ein Gutachten für die Stadt erstellt. Es könne ein Gesamtkonzept für den Bereich erarbeiten.

Die Kosten für die Umgestaltung und Änderung der Ampelschaltungen bezifferte die Stadt auf 30 000 Euro. Die Entscheidung über einen Radweg stadtauswärts trifft laut Bürgermeister Hetzl allerdings nicht der Verkehrsausschuss des Mühldorfer Stadtrats. Die liegt beim Freistaat, dem die Straße gehört. Die Stadt könne das nur beantragen und müsse dann eine Entscheidung abwarten. hon

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