Sorge vorm Coronavirus: Mühldorfer Schule sagt Schüleraustausch ab

Das Ruperti-Gymnasium schätzt den Austausch mit Schulen und Schülern aus dem Ausland. Doch wegen der Corona-Pandemie wurde jetzt auch die Sizilien-Reise abgesagt. Auch Frankreichs Austauschschüler bleiben erst einmal zu Hause. Enzinger
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Das Ruperti-Gymnasium schätzt den Austausch mit Schulen und Schülern aus dem Ausland. Doch wegen der Corona-Pandemie wurde jetzt auch die Sizilien-Reise abgesagt. Auch Frankreichs Austauschschüler bleiben erst einmal zu Hause. Enzinger

Das Ruperti-Gymnasium Mühldorf verschiebt auch die Fahrt der Zehnklässler nach Sizilien. Schulleiterin Danilea Raith befürchtet zu viele Unwägbarkeiten im Ausland. 

Mühldorf – Neuntklässler des Ruperti-Gymansiums Mühldorf waren im November 2019 zum Schüleraustausch nach Frankreich gefahren, jetzt sollte der Gegenbesuch der damals geschlossenen Freundschaften an. 

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Doch aus dem Treffen eineinhalb Wochen vor den Osterferien wird nichts. Der Schüleraustausch ist auf Eis gelegt, „weil die französische Regierung alle Austausch-Reisen untersagt hat“, erklärt Mühldorfs Schulleiterin Daniela Raith, „und zwar bis auf Weiteres“.

Coronavirus-Infektionen in Frankreich

Wann die Franzosen nach Deutschland kommen, steht also in den Sternen. Sicher ist nur, dass zwei weitere Fahrten der Gymnasiasten ins Ausland ebenso ausfallen werden. So wäre noch vor Ostern eine Flugreise von Schülern der 10. Jahrgangsstufe nach Sizilien geplant gewesen, doch auch die fällt der Sorge vor dem Coronavirus zum Opfer.

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Nachdem nämlich der italienische Staat seit gestern seine Schulen und Universitäten – voraussichtlich bis zum 15. März – erst einmal dicht gemacht hat, hat sich das Ruperti-Gymnasium laut Raith dazu entschlossen, die Reise ganz abzusagen. „Zu viele Unwägbarkeiten“, erklärt Schulleiterin Raith den Grund dafür. Man wisse nicht, wie es mit öffentlichen Leben auf der Insel im Mittelmeer aussieht. „Ob es denn überhaupt einen Bus geben würde, der die Schüler nach Palermo fährt“, so Raith. 

Auch wäre es nur schwer vermittelbar, wenn sich tatsächlich deutsche Schüler infizieren würden und in Quarantäne müssten. Deswegen habe man die Reise nun abgesagt, sie soll im Herbst nachgeholt werden.

Keine Kostenerstattung: Höhere Gewalt

Ärgerlich: Man versuche zwar, die Flüge umzubuchen. Allerdings werde dies nicht in allen Fällen möglich sein, befürchtet Raith. Die Eltern müssten dann den Schaden tragen, denn das Ministerium habe eine Kostenübernahme klar ausgeschlossen, von höherer Gewalt sei laut Raith im Ministerium die Rede gewesen.

Aufgeschoben wurde auch der China-Austausch der Mühldorfer Zehntklässler, die vor Ostern zusammen mit Schülern aus Gars und Altötting in das Reich der Mitte reisen wollten. Auch dieses Programm soll im Herbst nachgeholt werden.

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