Landrat mahnt zur Vorsicht

Mühldorf: Die Corona-Kurve zeigt nach unten - trotzdem keine Entwarnung

Die Corona-Zahlen des Landkreises Mühldorf im Überblick
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Die Corona-Zahlen des Landkreises Mühldorf im Überblick
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Trotz einer hohen Zahl neuer Corona-Infektionen am Freitag zeigt der Trend im Landkreis derzeit klar nach unten. Der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner liegt zum zweiten mal in Folge wieder unter 200. Gestern erreichte er 184,7.

Mühldorf - Für Landrat Maximilian Heimerl aber noch kein Grund zur Entwarnung: „Wir hoffen, dass dieser Trend anhält“, kommentierte er die Zahlen vom Freitag. „Allerdings liegen wir immer noch über dem bayerischen und deutschen Durchschnitt.“

Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft

46 Infektionen sind am Freitag, 20. November 2020, bekannt geworden, darunter ist auch ein Schüler der Realschule Waldkraiburg, die entsprechende Klasse befindet sich laut Landratsamt in Quarantäne. Positiv getestet wurden auch drei Bewohner der Flüchtlings-Gemeinschaftsunterkunft in Mettenheim. „Sie wurden von der Regierung von Oberbayern in eine Unterkunft außerhalb des Landkreises verlegt“, teilte Landratsamtssprecherin Simone Kopf mit. „Alle weiteren aktuell 71 Bewohner und Mitarbeiter wurden heute getestet“, betont sie. „Die Ergebnisse stehen noch aus.“

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Das Gesundheitsamt ordnete in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern Quarantäne für die Gemeinschaftsunterkunft an. Die Regierung von Oberbayern sorgt laut Landratsamt für die medizinische Betreuung der Geflüchteten sowie die Einhaltung der Quarantäneregelungen über einen Sicherheitsdienst.

Die Corona-Zahlen der Woche

Die Zahl der Gestorbenen liegt unverändert bei 31, seit März gab es im Landkreis 1858 nachweislich mit Corona infizierte Menschen. 24 Landkreisbürger liegen derzeit im Krankenhaus, zwei von ihnen auf der Intensivstation.

Grundsätzlich scheinen die Einschränkungen im Landkreis zu greifen. Den Höchstwert erreichte der Inzidenzwert am 31. Oktober mit 266 Neuinfektionen, am Freitag vor einer Woche stieg er nochmals auf 262. Seitdem geht es ziemlich gleichmäßig zurück. Am Donnerstag unterschritt er erstmals seit vier Wochen die Marke von 200, auch gestern blieb er erneut darunter.

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„Die gegenwärtigen Corona-Beschränkungen wirken dank der Unterstützung durch die Bevölkerung langsam“, sagte Heimerl und mahnt: „Daher heißt es: Weiter sehr vorsichtig bleiben! Die derzeitigen Beschränkungen können sicherlich nicht kurzfristig gelockert, eventuell müssen sie sogar noch an der ein oder anderen Stelle nachjustiert werden, um dauerhaft auf ein noch deutlich niedrigeres Infektionsniveau zu kommen.“

So sieht es in der Klinik aus

Der allgemeine Rückgang der Zahlen wirkt sich auch auf die Belastung des Inn-Klinikums aus. Nach Angaben der Klinikleitung liegen derzeit zwei Corona-Patienten auf der Intensivstation in Mühldorf und vier in Altötting. Davon werden fünf Kranke beatmet. Insgesamt liegen in den Verbundkliniken Altötting, Burghausen udn Mühldorf 57 Corona-Kranke, 29 davon in Mühldorf.

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