A94: Tempolimit kommt ab 1. Februar – zunächst aber nur bis Ende Juli

+
Der Verkehr rollt auf der A94, doch ist der Lärmschutz ausreichend? 

Nachdem die Beschwerden zur Lärmbelastung des neuen Autobahn-Abschnitts nicht abreißen: Innenminister Joachim Herrmann stimmt der Testphase zur Geschwindigkeitsbeschränkung zwischen Pastetten und Ampfing zu. 

Mühldorf/München – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat dem Vorschlag der Autobahndirektion Südbayern für ein befristetes Tempolimit auf der A 94 zugestimmt. Demnach wird ab 1. Februar die Geschwindigkeit für die Neubaustrecke zwischen dem Tunnel Wimpasing bei Ampfing und der Ausfahrt Pastetten auf 120 Stundenkilometer ganztägig beschränkt. Die Anordnung ist bis zum 31. Juli befristet. 

Lesen Sie hier: A94: Beim Lärmschutzgipfel diskutieren 200 Betroffene - Politik gibt ein Versprechen

Hoffnung: Neue Erkenntnisse zum Lärmschutzkonzept auf der A94

„Dem kann sich ein Beurteilungszeitraum von bis zu drei Monaten anschließen“, teilte das Bayerische Innenministerium gestern mit. Bis dahin sollen neue Erkenntnisse über die Wirksamkeit des Lärmschutzkonzepts vorliegen. 

An rund 40 Standorten werden entsprechende Schilder aufgestellt. 

Die Autobahnverwaltung reagiert mit der Maßnahme auf die Kritik der Bevölkerung. „Die Beschwerden und Vorwürfe, dass der Straßenbelag nicht ordnungsgemäß ausgeführt beziehungsweise bauliche Lärmschutzmaßnahmen nicht richtig berechnet oder umgesetzt wurden, müssen jetzt im Interesse der betroffenen Bevölkerung und der Verkehrsteilnehmer rasch und umfassend geprüft werden“, wird Herrmann in einer Pressemitteilung zitiert. 

Experten sollen Lärmgutachten für A94 erstellen

Bis Ende Juli sollen Untersuchungen und Messungen Aufschluss über die tatsächliche Situation vor Ort geben. Unter anderem werden die Planung und Bauausführung der Lärmschutzeinrichtungen geprüft sowie die Lärmwirkung der Fahrbahnoberflächen untersucht. Zudem sollen Experten ein Lärmgutachten erstellen.

Kommentare