Mord oder Totschlag? Zentrale Frage der Ermittlungen zur Messerattacke in Mühldorf

Beamte der Kripo sicherten am Samstag Spuren und befragten Nachbarn. Über den genauen Tathergang will die Polizei aber derzeit nichts sagen. fib/Eß
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Beamte der Kripo sicherten am Samstag Spuren und befragten Nachbarn. Über den genauen Tathergang will die Polizei aber derzeit nichts sagen.
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Nach dem tödlichen Nachbarschaftsstreit in Mühldorf Süd am Samstag bleiben weiter die Fragen nach dem genauen Tathergang offen. Es geht darum, ob die Anklage gegen den mutmaßlichen Täter Mord lauten wird oder Totschlag.

Mühldorf – Die Polizei gibt auch zwei Tage nach dem tödlichen Nachbarschaftsstreit in Mühldorf Süd keine Details der Tat bekannt. Sprecher Martin Emig begründete das mit den laufenden Untersuchungen der Kripo. „Details aus der der Ermittlungsarbeit können derzeit nicht publiziert werden“, sagte Emig auf Anfrage.

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Im Zentrum der Ermittlungen stehe die Frage, ob es sich bei der Tat um Totschlag oder Mord handele. „Das hat gravierende Folgen für den Angeklagten“, erkärte er mit Blick auf das Strafmaß, das bei Mord deutlich höher liegt.

Der 78-jährige Täter sitzt derzeit in Untersuchungshaft, er ist vermutlich der Einzige, der etwas über den Tathergang aussagen kann. Zeugen seien ihm nicht bekannt, sagte Emig.

Täter rief selbst die Polizei

Der Mann hatte am Samstagmittag einen 68-jährigen Nachbarn im Keller des gemeinsamen Mehrfamilienhauses in Mühldorf Süd erstochen. Anschließend war er in seine Wohnung gegangen und hatte die Polizei gerufen. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.

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Nach Einschätzung Emigs könnten die Details der Tat bis zum Prozessbeginn gegen den 78-Jährigen nichtöffentlich bleiben. „Wir dürfen dem Verfahren vor Gericht nicht vorgreifen“, sagte er.

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