Modellregion für eine bessere Versorgung mit Hausärzten

Eine regionale Gesundheitskonferenz soll Vorschläge erarbeiten, die zu einer besserer Versorgung mit Hausärzten führen.

Mühldorf/Traunstein - Die wohnortnahe ärztliche Versorgung soll in Südostoberbayern verbessert werden. Deshalb hat die Staatsregierung das Gebiet der "Region 18" mit den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf, Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land und der Stadt Rosenheim als Modellregion ausgewählt und Fördermittel für ein Jahr in Aussicht gestellt. Die Tatsache, dass fast ein Drittel der Hausärzte über 60 Jahre alt sei und gleichzeitig nur 38 Prozent der Medizinstudenten sich vorstellen könnten, Hausarzt mit eigener Praxis zu werden, dränge zur Erarbeitung tragfähiger Konzepte, sagte Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl, Vorsitzender des Regionalen Planungsverbands.

Die ärztliche Versorgung in allen Teilen des Bundesgebiets unterliegt der 1993 eingeführten Bedarfsplanung. An ihr sind die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Krankenkassen beteiligt. Sie regelt, wo sich Vertragsärzte niederlassen können und wo nicht.

Für die hausärztliche Versorgung sieht die 2013 reformierte Bedarfsplanung sogenannte Mittelbereiche vor. Dabei handelt es sich in der Regel um mehrere Gemeinden innerhalb eines Landkreises, denen eine gewisse Anzahl von Ärzten zur Verfügung stehen. Das gilt auch für die Region 18. Allerdings besteht die Möglichkeit, diese Bereiche zu verkleinern, um die Versorgung zu verbessern.

Ende 2014 soll der Prozess beendet sein und ein Ergebnis vorliegen. Modellregionen sind auch die Landkreise Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen.

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