Mit dem Elefanten knuffeln

Der Babyelefant. Ihm kommt im Kampf gegen Corona eine entscheidende Rolle zu. Foto: dpa/picture alliance
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Der Babyelefant. Ihm kommt im Kampf gegen Corona eine entscheidende Rolle zu. Foto: dpa/picture alliance

Unser Autor Markus Honervogt hat endlich ein Wappentier für den Kampf gegen Corona gefunden. Es kommt aus unserem Nachbarland, obwohl es dort nicht heimisch ist.

Corona hat uns einen Haufen neuer Wörter beschert. Ganz ehrlich: Die meisten bezeichnen nicht nur äußerst hässliche Dinge, sie sind auch selbst hässlich. Das beginnt beim Namen des fiesen Biests Sars-CoV-2 und geht mit den ganzen Lockdowns, Social Distancings, Inzidenzwerten und anderen fürchterlichen Begriffen nicht zu Ende.

Wer knuffelt, kommt leichter durch die Pandemie

Wie schön, dass sich mancherorts freundlichere Begriffe durchgesetzt haben. Die machen das Biest zwar nicht sympathischer, nehmen dem Umgang mit Corona aber ein wenig Schärfe und Depressionspotenzial.

Schauen wir auf die geschätzten Nachbarn aus Österreich: Dort verkündete unlängst der Nachrichtensprecher, dass sich die Demonstranten an die Vorgaben Maske und Babyelefant gehalten hätten. Schön oder? Da erscheint sofort ein kleiner grauer wuseliger Kerl rüsselwippend, der zwischen zwei Demonstranten steht, zwar selbst ohne Maske aber den notwendigen Abstand schaffend. Der wird übrigens ohne Rüssel gezählt, nur vom Pinselschwanz bis zum Haupthaarflaum und den lustigen Wedel-Ohren.

Oder die Belgier: Die erlauben einen oder maximal zwei Knuffelkontakte am Tag. Das sind selbstredend die ohne Babyelefant.

Dass der belgische Gesetzgeber dabei den nicht Festgebundenen zwei Knuffelkontakte zugesteht und all jene benachteiligt, die sich einem monogamen Lebensstil verpflichtet haben – geschenkt. Auch ein Knuffelkontakt klingt doch fürs Wochenende schon sehr tröstlich. Und wer seinen Knuffelkontakt –  sagen wir mal –  ausgeschöpft hat, für den gilt halt Babyelefant.

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