Der Mettenheimer Anton Fleidl baut das größte Puzzle der Welt

Wie lange dauert es, um 40000 Puzzelteile zusammenzusetzen? Anton Fleidl kennt die Antwort: zwei Jahre. Er hat sich am größten Puzzle der Welt versucht und zeigt hier die Vorlage. Das Original ist sieben Meter lang und zwei Meter breit.
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Wie lange dauert es, um 40.000 Puzzelteile zusammenzusetzen? Anton Fleidl kennt die Antwort: zwei Jahre. Er hat sich am größten Puzzle der Welt versucht und zeigt hier die Vorlage. Das Original ist sieben Meter lang und zwei Meter breit.

Von Schneewittchen aus dem Jahr 1937 über Bambi, Dumbo, Peter Pan bis hin zum König der Löwen aus dem Jahr 1994: Auf dem wohl größten Puzzle der Welt sind Szenen aus den berühmtesten Disneyfilmen zu sehen. Das Puzzle mit seinen 40320 Teilen können bald auch Besucher in Mettenheim bestaunen.

Von Nina Jenkel

MettenheimAnton Fleidlhat sich an das größte Puzzle der Welt gewagt und es mühsam zusammengesetzt. Zwei Jahre hat er dafür gebraucht.

Fast jeden Abend daran gearbeitet

Angefangen hat alles in seinem Keller: „Zuerst habe ich nur Puzzles mit 1000 oder 2000 Teilen gebaut. Dann wurden sie immer größer, erst 6000- oder gar 18 000-teilig“, sagt Fleidl. Irgendwann war ihm auch diese Herausforderung nicht mehr groß genug. Und so widmete er sich dem weltgrößten Puzzle: dem „Ravensburger Puzzle – Unvergessliche Disney Momente“.

600 Stunden Arbeit geschätzt

Über 40 000 Teile müssen zu einem großen Ganzen zusammengesetzt werden. Der Hersteller selbst gibt lediglich eine Schätzung vor, wie lange es dauern kann, bis das letzte Teil gesetzt ist: 600 Stunden. Nicht nur jede Menge Geduld und scharfe Augen sind gefragt. Fleidl benötigte natürlich auch den entsprechenden Raum dafür. Denn mit fast zwei Metern Breite und sieben Metern Länge ist tatsächlich fast eine Turnhalle nötig, um das Puzzle am Ende zusammenzufügen. Die Gemeinde, allen voran Bürgermeister Josef Eisner, hat ihm unter die Arme gegriffen und die ansonsten geschlossene Turnhalle zur Verfügung gestellt. „Herr Eisner hat für solche Sachen ein offenes Ohr“, freute sich der 59-Jährige über diese gute Nachricht.

40.000 Teile, zusammengepuzzelt und gestapelt (Hintergrund). Am Wochenende werden sie in der Turnhalle zusammengesetzt.

Vorher hat der Mettenheimer ganze zwei Jahre in das riesige Puzzle investiert. Und wie ist er dabei vorgegangen? Bei jedem der zehn 4000-teiligen Abschnitte suchte er sich zu Beginn die markantesten Punkte heraus. Er beginnt diese zu puzzeln. „Der Rest ergibt sich dann“, meint der Puzzlebauer schulterzuckend.

Erst noch ein bisschen puzzlen und dann rund um die Welt

Fast jeden Abend hat er an seinem Puzzle gearbeitet. Außer wenn ihn sein Nebenjob dazu zwingt, früh ins Bett zu gehen – man will ja ausgeschlafen sein, wenn man um zwei Uhr früh aufstehen muss. Ansonsten setzt er sich abends hin, puzzelt und schaut währenddessen fern. „Während des Puzzelns laufen meistens interessante Reportagen über Natur und Region“, beschreibt Anton Fleidl seinen Feierabend. Jetzt hat er sich der wohl größten Herausforderung gestellt – oder gibt es noch etwas, das das Mammutpuzzle toppen kann? Fleidl lacht: „Ich habe in meinem Keller noch einige unberührte 1000 bis 2000-teilige Puzzle liegen.“ Diese werden ihn noch einige Zeit lang beschäftigen, mindestens noch, bis er in den Ruhestand geht. Danach soll es dann raus in die Welt gehen: „Dann haben wir sowieso vor, mehr zu reisen und die Welt zu entdecken“, verrät er.

Puzzle kommt wieder in den Karton

Auch wenn es bestimmt nach der vielen Arbeit kein leichter Schritt sein wird: Wenn alles am Ende im Kasten ist und Anton Fleidl sein Erinnerungsfoto hat, wird er das Puzzle wieder auseinandernehmen und es im Karton verstauen. Er sieht das ganz pragmatisch: „Das ist ja das Schöne – dass man es jederzeit wieder durchschütteln und neu zusammensetzen kann.“ Vielleicht, so hofft er, geht es beim zweiten Mal sogar schneller.

Am Samstag und Sonntag wird Fleidl das Puzzle, das momentan noch in größere Einzelteile unterteilt ist, fertig zusammensetzen und dann auch der Allgemeinheit zugänglich machen. Das fertige Puzzle ansehen kann dann jeder, der ihn in der Turnhalle besucht.

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