Mehr Krankmeldungen im Landkreis Mühldorf als im Vorjahr

Der Krankenstand in Oberbayern 2019.
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Der Krankenstand in Oberbayern 2019.

Einen deutlichen Anstieg der Krankmeldungen verzeichnete die AOK Bayern während der Corona-Pandemie. So waren zwischen Mitte März und Anfang April im Durchschnitt 54 Prozent mehr AOK-Mitglieder krankgeschrieben als im Vorjahr. Die Diagnose Corona selbst spielt jedoch in diesem Zeitraum mit durchschnittlich 1,5 Prozent eine untergeordnete Rolle.

Mühldorf –Uns liegt darüber hinaus noch keine Auswertung nach Krankheitsursachen vor, aber schon jetzt lässt sich sagen, dass sich während der Hochphase der Corona-Pandemie deutlich mehr Versicherte krank gemeldet haben als in den Vorjahren“, so Mühldorfs AOK-Direktor Andreas Santl. In den Osterferien hat sich die Zahl der Krankmeldungen dann wieder normalisiert – und lag sogar im Schnitt um 4 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Während für 2020 noch keine detaillierte Analyse der Krankenstandszahlen vorliegt, stehen aktuelle Auswertungen für 2019 jetzt zur Verfügung. Demnach sind AOK-versicherte Arbeitnehmer im Landkreis Mühldorf gesünder als im bayernweiten Vergleich. Mit 4,6 Prozent liegt der Krankenstand unter dem Bayernwert von 4,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich gleich viele Beschäftigte krank gemeldet. Der Krankenstand blieb konstant.

Atmenerkrankungen an der Spitze

Atemwegserkrankungen sind der häufigste Grund für Krankschreibungen. 42,6 Krankmeldungen je 100 erwerbstätiger AOK-Mitglieder gab es im vergangenen Jahr im Landkreis wegen dieser Krankheitsart. Im Jahr zuvor waren es 44,5 Krankmeldungen. Auf Muskel-/Skeletterkrankungen entfielen 29,3, auf Erkrankungen des Verdauungssystems 14,4 und auf Verletzungen 16,1 Ar-beitsunfähigkeitsfälle.

„Geht es um die Dauer der Erkrankung, so verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen von allen Krankheitsarten immer noch die meisten Ausfalltage“, sagt Regina Rasch, AOK-Geschäftsstellenleiterin in Waldkraiburg. Statistisch gesehen war deswegen 2019 jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer im Landkreis 5,4 Tage krankgeschrieben. 2,4 Fehltage ergaben sich aus Atemwegserkrankungen, drei Krankheitstage wegen Verletzungen. Insgesamt war im Freistaat durchschnittlich jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer 17,5 Kalendertage krank, im Landkreis Mühldorf waren es im Schnitt 16,9 Tage.

Krankenstand über Durchschnitt

Mit 4,6 Prozent lag der Krankenstand im Kreis Mühldorf deutlich über dem Oberbayernschnitt von 4,2 Prozent, allerdings gleichauf mit den Nachbarlandkreisen Erding und Traunstein. Der Kreis Rosenheim (ohne Stadt) hatte mit 4,2 Prozent einen deutlich niedrigeren Krankenstand. Im Kreis Altötting lag er mit 4,7 Prozent etwas höher (siehe Grafik).

Gesundheitsmanagement in den Betrieben

„Um arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden, unterstützen wir seit über 20 Jahren Unternehmen aus unserer Region beim betrieblichen Gesundheitsmanagement“, informiert Direktor Santl. Allein im Bereich der AOK-Direktion Altötting/Mühldorf nutzen jährlich rund 60 Unternehmen diesen Service. Bayernweit waren es allein im vergangenen Jahr 2800 Unternehmen.

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