Aus dem Gemeinderat

Mehr Autos in Engelsberg wegen Neubaugebiet „Am alten Kirchenweg“? Anwohner in Sorge

Die Kreuzung Simon-Irschl-/Ahorn-/Gartenstraße in Engelsberg. Hier soll das Verkehrsaufkommen gezählt werden, um Informationen über das Verkehrsaufkommen durch das neue Baugebiet „Am alten Kirchenweg“ zu bekommen.
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Die Kreuzung Simon-Irschl-/Ahorn-/Gartenstraße in Engelsberg. Hier soll das Verkehrsaufkommen gezählt werden, um Informationen über das Verkehrsaufkommen durch das neue Baugebiet „Am alten Kirchenweg“ zu bekommen.

Engelsberger Bürger sind besorgt, weil sie mit dem Baugebiet „Am alten Kirchenweg“ in den Ortsstraßen Ahornstraße, Birkenstraße, Gartenstraße und Simon-Irschl-Straße ein erhöhtes Verkehrsaufkommen befürchten. Sie haben ihre Einwände formuliert und dem Gemeinderat vorgelegt.

Engelsberg – „Die Gemeinde möchte die Bedenken auf jeden Fall ernst nehmen“, so Bürgermeister Martin Lackner. Darum wolle man jetzt das Verkehrsaufkommen in den betroffenen Straßen prüfen und „wenn die Zahlen vorliegen, sehen wir weiter“.

Messung wurde beschlossen

Nach einer intensiven Diskussion wurde im Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen beschlossen, das Verkehrsaufkommen in den betroffenen Straßen zu prüfen und die entsprechenden Geräte vom Zweckverband Verkehrsüberwachung auszuleihen.

Messgeräte ausleihen, um Fakten zu sammeln

Ermittelt werden sollen Verkehrsdaten wie das Aufkommen insgesamt, also wie viel Autos durchfahren, mit welcher Geschwindigkeit und zu welchem Zeitpunkt. Dabei werde man dann die Veränderungen vergleichen können, wenn das Baugebiet fertig ist, so Bürgermeister Lackner. Man könne die entsprechenden Geräte beim Zweckverband ausleihen, so Lackner. „Wir müssen halt dafür zahlen, weil wir nicht Mitglied des Zweckverbandes sind“. Gemeinderat Franz Gsinn (FW) wollte wissen, wie lang „repräsentativ“ ist, Lackner meinte, eine Woche sei ausreichend. Zweiter Bürgermeister Hans Bauer (UBL) sagte, dass er dafür sei, diese Geräte auszuleihen, um Fakten zu sammeln. Dies sei aber nur eine Zählung, keine Überwachung, betonte er.

Gemeinderat Andreas Bichler (UBL), der vorschlug, das eigene Geschwindigkeitsmessgerät dafür zu benutzen, wollte wissen, wann diese Aktion geplant sei. Derzeit sei sicher nicht der richtige Zeitpunkt und die Zahlen seien nicht aussagekräftig. Das eigene Gerät der Gemeinde sei defekt und das Modul für die Reparatur kostet 1200 Euro, informierte Bürgermeister Lackner.

Ist der ganze Augfwand notwendig?

Gemeinderat Gerhard Garnreiter (UBL) fand, dass es sinnvoller sei, die Daten erst nach Fertigstellung des Baugebietes zu sammeln. Lackner sagte, dass nach Fertigstellung eine zweite Messung stattfinden werde, die dann Aussagekraft habe und man damit auch einen Vergleich habe. Garnreiter meinte, dass der ganze Aufwand nicht notwendig sei, dem widersprach Dritter Bürgermeister Gsinn, weil man den Anliegen und Bedenken der Bevölkerung Sorge tragen möchte.

Definitiv der falsche Zeitpunkt

Gemeinderätin Katja Neudecker (UBL) war der Meinung, dass dies jetzt definitiv der falsche Zeitpunkt sei, um aussagekräftige Daten zu bekommen. Lackner sagte, dass ihm das schon klar sei, aber „wir sind halt kein Mitglied des Zweckverbandes und müssen deshalb die Geräte nehmen, wenn kein Mitglied diese braucht und das ist eben in der kalten Jahreszeit. Aber er werde mit den verantwortlichen reden, ob die Gemeinde auch nach dem Lockdown die Geräte ausleihen kann.

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