Marianne Pfaffeneder hört nach zwölf Jahren auf

Claudia Hausberger (links) und Marianne Pfaffeneder im Pfarrgarten von St. Nikolaus.
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Claudia Hausberger (links) und Marianne Pfaffeneder im Pfarrgarten von St. Nikolaus.

Mühldorf. – „Es war eine bereichernde Zeit mit interessanten Begegnungen, aber ich bin niemand, der an seinem Sessel klebt“, so erläutert Marianne Pfaffeneder ihren Rückzug im Hinblick auf das Amt des städtischen Sozial- und Seniorenreferenten in Mühldorf.

Zwölf Jahre setzte sich die 67-Jährige mit ganzer Kraft und vielen Ideen für die Belange der Senioren ein.

Die Ü60-Messe, der unterhaltsame Nachmittag sowie die Gründung des Seniorenforums sind Schwerpunkte, die von der Stadträtin mit aufgebaut und weiterentwickelt wurden. Nach einer Kommunalwahl werden die Karten aber immer wieder neu gemischt.

„Mich hat niemand aus dem Amt gedrängt, das war eine absolut freiwillige Geschichte“, erklärt die ehemalige Seniorenreferentin, die davon berichtet, dass sie öfters von Bürgern angesprochen wird, wieso jetzt Claudia Hausberger und nicht mehr sie diesen Posten bekleiden würde.

Zwei Perioden seien genug, meint Pfaffeneder, die in ihrer Nachfolgerin eine perfekte Besetzung sieht: „Claudia Hausberger ist Bezirksrätin und Behinderten-beauftragte, sie wird sich bestimmt schnell in ihre neue Aufgabe einfinden. Ich habe sie deshalb auch vorgeschlagen“.

Außerdem, so Pfaffeneder, sei sie ja nicht aus der Welt. Die älteren Herrschaften liegen ihr nach wie vor am Herzen.

Aufgrund der Corona-Krise und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen fällt der Start für die neue Seniorenreferentin etwas mühsam aus.

Die 48-Jährige beschreibt die Situation: „Das Thema Senioren kann im Moment leider nicht so forciert werden, wie ich es gerne hätte“. Trotzdem nimmt Hausberger bereits Kontakt zu den Leitern der Senioren-Clubs auf, um sich nach deren Bedürfnissen und Wünschen zu erkundigen.

Die Bezirksrätin fühlt sich nach eigenen Angaben geehrt, jetzt für die Stadt als Seniorenreferentin tätig zu sein. Ist mal etwas unklar, dann darf sich Hausberger getrost an ihre Vorgängerin wenden, das haben die beiden Stadträtinnen schon beschlossen. Allerdings muss die neue Referentin an dieser Stelle etwas Bedauerliches verkünden.

Der unterhaltsame Nachmittag, der normalerweise im Oktober stattfindet, wird heuer voraussichtlich entfallen. huc

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