Maria Jagdhuber steckt seit 30 Jahren viel Liebe in Heldensteins Bücherei

Leiterin Maria Jagdhuber in ihrer geliebten Bücherei.
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Leiterin Maria Jagdhuber in ihrer geliebten Bücherei.

Eigentlich hätte 2020 das große Jahr der Pfarrbücherei Heldenstein werden sollen. Alle Vorbereitungen für die Feier des 30-jährigen Bestehens im April waren bereits getroffen. Leiterin Maria Jagdhuber und ihr Team hatten ein buntes Programm organisiert: Doch dann kam Corona.

Heldenstein – Eine Autorenlesung verbunden mit Musik des deutsch-kanadischen Duos „Magic & the Devils“ und ein Festgottesdienst mit einem Tag der offenen Tür waren geplant gewesen. Wenn Maria Jagdhuber davon erzählt, merkt man, wie viel Herzblut sie in die Vorbereitungen gesteckt hatte. Herzblut, das sie schon seit 30 Jahren für die Bücherei übrig hat.

Seit 1990 im Team der Bücherei

Als 1990 die Renovierung und der Umbau des alten Heldensteiner Schulhauses zum Pfarrheim abgeschlossen war, suchte der damalige Pfarrer Johann Huber über einen Aufruf im Kirchenanzeiger ehrenamtliche Mitarbeiter für die Pfarrbücherei. Maria Jagdhuber folgte diesem Aufruf und fand in der Bücherei eine neue Aufgabe, die sie mit großer Freude erfüllte.

Als Hans Kiefinger 2002 die Leitung der Bücherei nach zwölf Jahren abgeben wollte, übernahm Maria Jagdhuber den verantwortungsvollen Posten.

Beliebter Treffpunkt für alle Leseratten

Mit ihrem Team sorgte sie stets dafür, dass die Bücherei ein beliebter Treffpunkt für junge und alte „Leseratten“ blieb. Besonders die Kindergarten- und Schulkinder sind ihr ans Herz gewachsen. So gibt es für die kleinen Nutzer der Bücherei Sonderöffnungszeiten oder den Kurs „Bibliotheksfit“. Kinderliteratur, Musikkassetten und CDs machen den Großteil des Medienbestandes aus.

Viel Zeit investiert die Leiterin in die Suche neuer Bücher und ins Aussortieren.

Mit vielen Aktionen machen sie und ihr Team während des Jahres auf die kleine Bücherei aufmerksam. So gehören Flohmärkte, Lesenachmittage oder Bastelstunden ebenso zum Angebot wie das Palmbuschenbinden zu Ostern.

Ein großer Wunsch wurde Maria Jagdhuber zum Jubiläum erfüllt: Träumte sie doch schon so lange von einem „Bücherhäusl“, einem Ort, an dem die Leute ihre privaten Bücher in ein Regal stellen und selbst interessante Lektüren mitnehmen können. Das Häusl ist seit April in Betrieb, auch wenn die geplante Einweihung beim Fest Corona zum Opfer gefallen ist. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Ein fester Bestandteil in der Gemeinde

Rund 100 Familien und Einzelpersonen sind Mitglieder in der Pfarrbücherei und verdeutlichen so, dass die Einrichtung einen festen Platz in der Gemeinde hat und die Arbeit des Teams geschätzt und geachtet wird.

Und obwohl die Bücherei wegen Corona über drei Monate geschlossen blieb und zur Wiedereröffnung am 22. Juni sehr viel im Rahmen des Hygienekonzepts umgesetzt und beachtet werden musste, lässt sich Maria Jagdhuber nicht aus der Ruhe bringen. Sie bleibt ihrem Motto treu: „Es gibt viel zu tun, packen wir es an!“

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