Marco Dorfner beeindruckt Gemeinde

Chorleiter und Organist Marco Dorfner an der Orgel.
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Chorleiter und Organist Marco Dorfner an der Orgel.

Engelsberg – Schon ungewöhnlich, wenn ein junger Mann mit 22 Jahren schon Organist und Kirchenchorleiter ist.

In Engelsberg ist das so. Marco Dorfner heißt der junge Mann, der vor vier Jahren seine D-Prüfung an der Orgel abgelegt hat und seit knapp zwei Jahren den Engelsberger Kirchenchor leitet.

Musik schon indie Wiege gelegt

Marco Dorfner war Mitglied des Kinder- und Jugendchores des Pfarrverbandes, den Christiane Niedersteiner leitete. Als sie hörte, dass der Bub Keyboard und Klavier spielt, fragte sie ihn, ob er auch einmal Orgel spielen möchte.

So kam es, dass er erst beim Schülergottesdienst einige Lieder auf der Orgel spielte und anschließend schön langsam Organist wurde, die D-Prüfung ablegte und nebenamtlich bei der Pfarrei Engelsberg angestellt wurde. Hauptberuflich ist Marco Dorfner Elektriker. Derzeit ist er mit dem C-Kurs, der in Traunstein stattfindet, beschäftigt. Dieser Kurs ist die höchste Stufe, die ein Kirchenmusiker ohne Studium erreichen kann. Dieser C-Kurs beinhaltet auch die Chorleiter-Ausbildung.

Kirchenchorleiter und Dirigent ist Marco Dorfner seit nunmehr zwei Jahren. Mit gerade mal 20 Jahren hat er den Engelsberger Kirchenchor von seinem Vorgänger Werner Kneißl übernommen, der plötzlich aus privaten Gründen seinen Rücktritt bekannt gab. Da Dorfner bereits seit 2016 auch im Kirchenchor mitsang, erklärte er sich bereit, den Chor weiter zu leiten.

Der Engelsberger Kirchenchor besteht aus rund 30 Mitgliedern zwischen 15 und 80 Jahren. Wegen Corona durfte der Chor drei Monate lang weder proben, noch singen, aber jetzt geht es seit einigen Wochen wieder.

Das Repertoire des Chores, der auch über die Grenzen Engelsbergs hi naus für seine musikalischen Darbietungen bekannt ist, geht von Barock über Klassik und Romantik bis zur modernen Kirchenmusik. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, denn es wird in Deutsch, Englisch und Latein gesungen. Die gesanglichen Darbietungen sind an kirchlichen Festen, Hochzeiten, Vereinsfesten oder im Rahmen einer Orchestermesse an den Hochfesten Weihnachten und Ostern zu hören.

Pfarrer Hans Speckbacher ist stolz auf den tollen Chor in Engelsberg, er lobt diesen immer wieder, wenn dieser die Gottesdienste mitgestaltet. Aber auch andere Pfarrer, wenn sie in Engelsberg eine Messe halten, so berichtet Marco Dorfner, sagen, dass es mittlerweile selten geworden ist, einen solchen Chor zu hören. Sogar ein Musik-Lehrer sagte einmal zu Dorfner, dass er ihn beneide um seinen Chor. Dabei singen im Engelsberger Kirchenchor keine Profis, so Dorfner. „Auch wir müssen fleißig üben, damit uns diese Aufführungen gelingen.“

Singen fürden Herrgott

Insgesamt freut sich Chorleiter Marco Dorfner über die Gemeinschaft, in der Singen Spaß macht. Der Chor, so unterstreicht er, singt nicht, damit die Leute beeindruckt sind, sondern für den Herrgott und zur Freude am Singen. Mittlerweile hat er mehr Spaß an der Chorleitung als am Orgelspielen, weil er beim Orgelspielen ja allein ist, das Singen aber in der Gemeinschaft stattfindet. Meistens singen wir a Cappella, also unbegleitet, was einfach am schönsten klingt, so Marco Dorfner. Die Mitglieder des Engelsberger Kirchenchors stammen übrigens alle aus Engelsberg oder sind gebürtige Engelsberger und sind „schon ewig“ dabei.

Neumitgliederstets willkommen

Und damit der Engelsberger Kirchenchor nicht ausstirbt, sind neue Mitglieder stets willkommen. Jeder, der gerne singt, kann zu den Kirchenchorproben, die immer montags um 19.30 Uhr im Pfarrheim stattfinden, kommen. Nachwuchs, vor allem Männer, sind immer gerne gesehen. In den Sommerferien allerdings macht auch der Kirchenchor Pause. Bei Interesse wird gebeten, sich jederzeit unter der Telefonnummer 0 86 34/ 56 90 zu melden.

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