Diese junge Mühldorferin malt preisverdächtig

Frühlingserwachen gegen die Corona-Verzweiflung: Anja Bauer mit ihrem Siegerbild aus dem Malwettbewerb der Stadt.
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Frühlingserwachen gegen die Corona-Verzweiflung: Anja Bauer mit ihrem Siegerbild aus dem Malwettbewerb der Stadt.

Corona bedeutete für viele Kinder und Jugendliche: Zu Hause bleiben. Anja Carina Bauer machte aus dieser Not eine Tugend und perfektionierte ihr Hobby: das Malen. Dafür kassierte sie auch gleich einen Preis.

Mühldorf – Die Erinnerung an die ersten Corona-Wochen müssen nicht immer schlecht sein. Das weiß Anja Carina Bauer. Für die zwölfjährige Schülerin aus Mühldorf begann die Zeit des Zuhause bleibens durchaus mit etwas angenehmen. „Als sich Corona ausbreitete gab es zufällig von der Stadt einen Malwettbewerb, bei dem ich den ersten Platz belegte“.

Zeichnen ist die große Leidenschaft

Das Motto lautete „Frühling in Mühldorf“. Die junge Künstlerin überlegte lange hin und her, was sie malen könnte. Und kam dann auf eine Idee: „Ich wollte kleine Dinge groß heraus bringen. Der Frühling fängt doch auch klein an und erfreut uns dann alle mit seiner Pracht“. Den Bezug zur Kreisstadt stellte die 12-Jährige mit dem Nagelschmidturm her.

Anja Carinas Gedankenwelt und ihr künstlerisches Schaffen haben sich gelohnt. Sie gewann den Malwettbewerb und erhielt als Preis einen Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro. „Weil Malen und Zeichnen ja meine Leidenschaften investierte ich beinahe das ganze Geld in neue Malutensilien“, schmunzelt Anja Carina.

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So richtig langweilig sei ihr dann in den Wochen der Corona-Einschränkungen auch nicht mehr gewesen. Mit Begeisterung probierte das kreative Mädchen neue Stilrichtungen und Farben aus. „Damit konnte ich mich ziemlich gut beschäftigen“, so das Fazit der Schülerin.

Das Malen musste auch als Ausgleich herhalten, weil Anja die Freundinnen fehlten. Die Heimschule hätte sie generell nicht übermäßig belastet, erzählt sie, die Fülle an Hausaufgaben aber schon. „Dass ich meine Freundinnen nicht treffen durfte, war für mich auf alle Fälle das größere Problem.“ Ihr Mittel dagegen: häufige Videoanrufe, die immer wieder in einer Mordsgaudi endeten.

Busfahrten eine große Belastung

Jetzt ist sie froh über die Ferien. Denn die letzten Schultage waren nicht einfach. „An manchen Tagen war es schon anstrengend im Schulbus mit der Maske zu sitzen“, klagt Anja. Sie fuhr täglich von Mühldorf aus zur Realschule nach Altötting. Hin und wieder sei ihr im Bus sogar schwindelig geworden. Aber jetzt in den Ferien ist für die Zwölfjährige die Corona-Pandemie nicht mehr das ganz große Thema.

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