Reise nach Ostafrika

Malawi Hilfe Schwindegg hat 14 Drahtesel erstrampelt

Diese 14 Fahrräder hat der Verein Malawi Hilfe gespendet. Sie kommen aus Malawischer Produktion und gehen an Freiwillige, die Präventionsarbeit in der Corona-Pandemie leisten.
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Diese 14 Fahrräder hat der Verein Malawi Hilfe gespendet. Sie kommen aus Malawischer Produktion und gehen an Freiwillige, die Präventionsarbeit in der Corona-Pandemie leisten.

Radeln für Malawi, mit diesem Vorsatz motivierten sich die Schwindegger Teilnehmer am Stadtradeln. Für sie ging es darum, für ihre Malawi-Hilfe Fahrräder zu erradeln. Vom Verein Malawi-Hilfe ließen 59 Teilnehmer in einem dreiwöchigen Zeitraum ihre Autos stehen und beteiligten sich beim Stadtradeln.

Schwindegg – Die Malawi-Hilfe in Schwindegg hatte mit einer Reise nach Ostafrika begonnen. Konrad Ess entdeckte bei einer Führung durch das Dorf Ngala, dass der dortige Brunnen kein Wasser führte. Er beschloss, etwas zu tun, und gewann Unterstützer; sowohl in Malawi, als auch in Schwindegg. Ein Verein wurde gegründet, die Malawi-Hilfe Schwindegg mit dem Zweck, vor Ort fünf Brunnen zu bauen. Im vergangenen Jahr konnten bereits die ersten beiden Brunnen gebaut werden.

Der Verein, insbesondere der Schwindegger Konrad Ess, steht in regem Kontakt mit Ngala.

Beim Stadtradeln für Malawi strampeln

Benedikto, einer der Lehrer in der dortigen Schule setzte sich zudem dafür ein, dass die Polizisten im Ort Fahrräder bekommen. Konrad Ess besprach dies mit dem Vorstand seines Vereines und sorgte für zwei Fahrräder. „So wurde bekannt, was ein Fahrrad in Ngala kostet. Es sind 90 Euro“, erzählt Konrad Ess.

Josef Zirnbauer, ebenfalls im Vorstand des Vereins, trat an den Verein heran, mit der Bitte, die Mitglieder mögen beim Stadtradeln mitmachen. So entstand die Idee, Fahrräder für Malawi zu erradeln. Konrad Ess tat sich nach Sponsoren um. Geschäftsleute und Privatleute in Schwindegg waren bereit, das Sponsoring dafür zu übernehmen. Es wurde ein Euro pro zehn gefahrene Kilometer vereinbart, somit sollten 900 Kilometer für ein Fahrrad gefahren werden.

Beim Stadtradeln treten die Kommunen Mühldorf, Waldkraiburg und Haag gegeneinander an und werden extra berechnet. Außerdem machen viele eigene Gruppierungen wie die Malawi-Hilfe mit. Sie gehören als Gruppen zur landkreisweiten Wertung.

Für Klimaschutz und malawische Fahrräder geradelt

Vom Verein Malawi-Hilfe ließen 59 Teilnehmer in einem dreiwöchigen Zeitraum ihre Autos stehen und radelten, so oft es ging. Also jeder für sich zur Arbeit, zum Einkaufen, oder in der Freizeit. Übergeordnetes Ziel des Stadtradelns war und ist der Klimaschutz. Berechnet wurden bei den erradelten Kilometern die eingesparten CO2-Werte.

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Bei den Kommunen, die gegeneinander antraten galt, je mehr Kilometer gefahren wurden, desto höher war das Ranking. Gemessen wurde über eine App auf der Website. „Ohne das Stadtradeln wäre ich Motorrad gefahren,“ sagt Josef Zirnbauer. „Wir wollten das auch für Schwindegg. Wir wollten zeigen, dass es etwas anderes gibt als das Auto.“ Am Schluss der Aktion wurden alle Mitglieder der Gruppe zusammengezählt. Es stellte sich heraus, dass die Schwindegger Malawi-Hilfe 12 840 Kilometer geradelt war. Damit wurde sie landkreisweit Zweiter und hat tatkräftig mitgeholfen, 1887 Kilogramm CO2 einzusparen. Was für die Schwindegger aber beinahe noch wichtiger war: Für Malawi konnten 14 nagelneue Fahrräder erradelt werden.

Ngala ist ein Dorf, das von der Einwohnerzahl etwa so groß ist wie Schwindegg. Das Dorf hat eine größere Fläche und die Siedlungen liegen weiter verteilt, weswegen ein Fahrrad von Vorteil ist. Die Räder, die angeschafft wurden, stammen aus echt Malawischer Produktion. Ganz bewusst hat die Malawi-Hilfe sie vor Ort gekauft, um die regionale Wirtschaft zu stützen. Die 14 Fahrräder wurden von der Organisation vor Ort, die den Verein unterstützt, übergeben.

Fahrräder zur Corona-Prävention

Die Räder gehen an die Freiwilligen, die sich bereit erklärt haben, Präventionsarbeit in der Corona-Pandemie zu leisten. Die Schwindegger Malawi-Hilfe fand, das sollte belohnt werden.

Natürlich tritt die Mannschaft mit 59 Leuten nächstes Jahr zum Stadtradeln wieder an. „Wir sind ein Super-Team“, findet Josef Zirnbauer.

Wer mitmachen möchte oder spenden will, wendet sich an: Malawi-Hilfe, Konrad Ess, Mobil: 01 71/2 32 30 52.

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