Nachruf

RolfEmmerich †

Maitenbeth – Seit 2003 hat Rolf Emmerich seinen Lebensabend in Maitenbeth am Waldweg genossen.

Jetzt hat er nach vielen schweren Krankheiten auf dem Gemeindefriedhof seine letzte Ruhestätte gefunden.

Rolf Emmerich wurde am 12. Februar 1943 in Wegberg im Rheinland geboren, ist in Neuss am Rhein aufgewachsen und dort auch zur Schule gegangen. 1957 begann er bei der Firma Siemens in Düsseldorf eine Ausbildung zum Starkstromelektriker und arbeitete dann auch mehrere Jahre in diesem Beruf. Später holte er das Abitur nach und studierte als Siemens-Stipendiat in Wuppertal Elektrotechnik. Seine beruflichen Stationen waren Düsseldorf, Neuss und Köln ehe er 1992 nach München versetzt wurde, wo er auch seine 50-jährige Betriebszugehörigkeit feiern konnte.

1961 lernte er seine Frau Edith kennen und 1970 wurde in Neuss geheiratet. 1971 kam Sohn Oliver zur Welt, 1978 folgte Tochter Bettina. Zwei Enkelkinder machten Rolf Emmerich und seine Frau zu Großeltern.

Sowohl beruflich als auch ehrenamtlich drehte sich das Leben von Rolf Emmerich immer um die Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen. Er hat Siemens in diesem Bereich in unterschiedlichen Gremien vertreten, neue technische Berufe mitentwickelt und weltweit, unter anderem in China und den USA, die technische Ausbildung aufgebaut. Nach seiner Pensionierung hat er Jugendliche ehrenamtlich dabei unterstützt, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Im Sommer trieb Rolf Emmerich in Neuss in seiner Freizeit gerne Wassersport, war Jugendtrainer im Kanusport, fuhr Wildwasserrennen, Segelregatten und steuerte im Urlaub auch gerne mal einen Großsegler. Er besaß ein Kapitänspatent und war jahrzehntelang im Vorstand des Neusser Kanuclubs. Im Winter fuhr er seit seiner Kindheit gerne Ski.

Bis zu seiner Versetzung nach München war er im Schützenverein und auf der Karnevalsbühne aktiv, wo er als Redner allein, mit seinen Schützenbrüdern oder auch als Moderator die örtliche Politik mit feinsinnigem Humor aufs Korn nahm.

Über zehn Jahre hat Rolf Emmerich den Anna Hospizverein Mühldorf ehrenamtlich als Sterbebegleiter, Redakteur der Hospizzeitung und durch Informationsveranstaltungen zur Vorsorge unterstützt. Zuletzt fand er auch daran Gefallen, zu Hause in der Küche zu stehen und dort mit professionellen Rezepten selbst kreativ zu werden. Sein rheinischer Humor und sein Optimismus hat Emmerich immer über seine schweren Krankheiten hinweggeholfen. rl

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