Mahnfeuer leuchten im Landkreis: Landwirte wollen Zeichen setzen und auf Notlage hinweisen

Für die nächste Generation ist gesorgt:Organisator in Taufkirchen Tobias Grundner mit Simon und Verena vor dem Mahnfeuer. Fill

Das Image der Bauern soll besser werden: Taufkirchener beteiligen sich an bundesweiter Organisation „Land schafft Verbindung“

Taufkirchen/Landkreis – Mit Mahnfeuer, die im Landkreis Mühldorf am Samstag abend entzündet wurden, wollen die Landwirte auf sich aufmerksam machen. Sie brauchen Unterstützung durch die Bevölkerung. Die bundesweite Organisation „Land schafft Verbindung“ möchte mit dieser Aktion besonders auch Verbraucher ansprechen und ihre Notlage bewusst darlegen.

Politik entscheidet nach Emotionen

Sie möchten auch damit klar zum Ausdruck bringen, dass die Bauern nicht gegen Tier-, Atem- und Umweltschutz sind. Alles funktioniere aber nur mit der Landwirtschaft, sie stehe repräsentativ für die wenigen Berufszweige, die aktiv Ressourcenschonung betreiben würden.

+++ Tipp der Redaktion:Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Momentan entscheidet die Politik nicht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern nach Emotionen, so die einhellige Meinung beim Mahnfeuer in Taufkirchen.

Eine Meinung, die auch der 53-jährige Landwirtschaftsmeister Georg Fürstenbergervertritt: „Wir Landwirte wollen ein Zeichen setzen, weil die Politiker an die Landwirte denken sollen und nicht nur an die Wirtschaft. Wir sind bemüht, dass die Landwirtschaft auch weiterhin funktioniert. Wir alleine können das Klima nicht retten!“

Das könnte Sie auch interessieren: Landwirte aus der Region demonstrieren in Berlin und organisieren Mahnfeuer

Landwirte aus Bayern bei Demo in Berlin

Merkel fordert Landwirte zum Umdenken auf

Brodeln bei den Bauern gegen Agrarpolitik

Einen dringenden Appell an die entscheidenden Gremien, richtet Chemielaborantin Maria Obermeier, 48: „Liebe Politiker, schaut auf unsre Bauern und erhaltet unsere Landwirtschaft!“

Es könne nicht sein, „dass wir unsere milchwirtschaftlichen Produkte aus dem Ausland importieren müssen, weil sich die Landwirtschaft in Bayern nicht mehr rentiert!“

Kommentare