Lösung für Klinikmitarbeiter in Mühldorf: So sieht die Zukunft der Putzfrauen und Köche aus

Jetzt ist für alle Mitarbeiter eine Lösung gefunden: Nicht nur das Pflegepersonal wird in die neue Gesellschaft übernommen. Auch die Angestellten der Servicegesellschaft wechseln in das neue Klinik-Unternehmen und den Tarifvertrag. Sie haben damit ein wesentliches Anliegen der Mitarbeiter durchgesetzt. klinik
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Jetzt ist für alle Mitarbeiter eine Lösung gefunden: Nicht nur das Pflegepersonal wird in die neue Gesellschaft übernommen. Auch die Angestellten der Servicegesellschaft wechseln in das neue Klinik-Unternehmen und den Tarifvertrag. Sie haben damit ein wesentliches Anliegen der Mitarbeiter durchgesetzt. klinik

In der Diskussion um die Servicegesellschaft der Kreiskliniken Mühldorf haben sich Klinikleitungen und Personalvertreter geeinigt. Das sagen Landräte und Personalvertretung zu dem Kompromiss.

Altötting/Mühldorf – Die Landkreise und Klinikleitungen haben nach eigenen Angaben eine Einigung mit Arbeitnehmervertretern zur Zukunft der Servicegesellschaft nach der Fusion der Kreiskliniken erzielt. Wie die Landräte Georg Huber und Erwin Schneider mitteilten, wird die Servicegesellschaft „KMS“ spätestens nach Ablauf der zweijährigen Übergangsphase vollständig abgeschafft und die Beschäftigten in den Tarifvertrag der fusionierten Kreiskliniken überführt.

Das sind die Vereinbarungen

In der Übergangsphase erhalten die primär nach dem IG Bau-Tarif Beschäftigten bereits ab Juli 2020 eine monatliche Zulage in Höhe von 100 Euro. Im darauf folgenden Jahr steigt diese Zulage auf 150 Euro.

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Für alle Beschäftigten gilt laut Mitteilung ein über die gesetzlichen Regelungen hinausgehender Kündigungsschutz, Schutz vor Versetzung und „Outsourcing“ sowie die Anerkennung sämtlicher Besitzstände. Befristete Beschäftigte würden grundsätzlich entfristet. Darüber hinaus wird die betriebliche Mitbestimmung auch in der Übergangsphase optimal gewährleistet. Im künftigen Klinikverwaltungsrat können drei Mitarbeitervertreter mitwirken. Alle Zusagen würden auch Eingang in einen Personalüberleitungstarifvertrag finden. Dies sei das Ergebnis der Gespräche mit den Mitarbeitervertretern, die beiden Landräte zeigten sich sehr zufrieden und sprachen von einer „optimalen Lösung für alle Mitarbeiter“.

Freude bei Arbeitnehmervertretern der Kreisklinik

Auch die Arbeitnehmervertreter freuten sich über die Absprachen: „Wir sind sehr froh, dass wir diese Regelungen erreicht haben“, sagte Manuela Landgraf vom Betriebsrat. Sie hob vor allem die Übernahme der Mitarbeiter aus der Servicegesellschaft in den Tarifvertrag für die Kliniken hervor und die anschließende Auflösung der Servicegesellschaft. „Damit sind alle Mitarbeiter gleichgestellt.“ Auch die Arbeitsplatzgarantie nannte sie als Pluspunkt.

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Auf der anderen Seite steht laut Landgraf der Verlust des Status als Betriebsrat. In der neuen Gesellschaft werden die Arbeitnehmervertreter nicht mehr als Betriebsrat geführt, sondern in einen Personalrat umgewandelt. hon

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