Letztes Semester für Schule in Töging startet

Das letzte Semester startet  im Herbst an der Landwirtschaftsschule in Töging.
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Das letzte Semester startet im Herbst an der Landwirtschaftsschule in Töging.

Landwirtschaftsschule in Töging mit 20 Schülern – Im Jahr 2022 ist Schluss. Das teilte Landwirtschafstministerin Michaela Kaniber in München mit. Sie bezeichnet diese Lösung als guten Kompromiss bei der Neustrukturierung der Landwirtschaftsschulen in Bayern.

von Josef Bauer

München/Mühldorf/Töging– Die Landwirtschaftsschule in Töging kann in diesem Herbst mit einem neuen Semester starten. 20 junge Landwirte haben sich für diese Ausbildung verbindlich angemeldet. Vier mehr ,als vom Landwirtschaftsministerim vorgegeben. Das ist der letzte Ausbildungsgang. Im Jahr 2022 soll die Schule geschlossen werden,

„ Die Schule in Töging hat teinen sehr guten Ruf, so die heimischen Mandatsträger und Verbandsvertreter. An der überregional bekannten hohen fachlichen Qualität der Schulausbildung in Töging mit besten Ergebnissen bei den Abschlussprüfungen, an der hervorragenden Anbindung über Autobahn und Schiene, an der Infrastruktur im Verbund des Grünen Zentrums, den Parkplätzen und der Kantine“, so die heimischen Mandatsträger, ist nicht zu rütteln.

Kompromiss für Töging gefunden

Die Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft, in Töging kann in diesem Herbst letztmalig ein erstes Semester eröffnen. Das hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in München bekannt gegeben. Im Zuge der Neustrukturierung der Landwirtschaftsschulen in Bayern war geplant, die Landwirtschaftsschule Töging mit Abschluss des dritten Semesters im Frühjahr 2021 zu schließen.

Nach einem Gespräch hatte man sich darauf geeinigt, dass der Standort Töging im Herbst 2020 letztmalig ein erstes Semester eröffnet, wenn die notwendige Mindestzahl von 16 Studierenden bis Mitte September erreicht wird. Wie die Ministerin mitteilt, liegen zum aktuellen Zeitpunkt 20 Anmeldungen vor, die nun die Schule, zum Teil mit Sonderzulassung, besuchen dürfen. „Ich freue mich, dass es mit der Anstrengung aller gelungen ist, einen guten Kompromiss für Töging zu finden“, so Kaniber. Die Landwirtschaftsschule schließt damit erst 2022 die Abteilung Landwirtschaft. Die Abteilung Hauswirtschaft in Töging bleibt bestehen, ebenso das Bildungsprogramm Landwirt.

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Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber: „Es ist schön, wenn die Schule in Töging das letzte Semester abhalten kann. Nicht vergessen werden darf, dass unser Landkreis und die Region immer noch landwirtschaftlich geprägt ist. Wenn 20 junge Menschen in Töging ihre Ausbildung beginnen, ist das wichtig. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Landwirtschaft sich in einem massiven Umbruch befindet. Aus dieser Tatsache ergibt sich aus meiner Sicht ein mehr an Ausbildung und Information für die jungen Landwirte, als weniger. Die Aufgaben für die Landwirte werden in Zukunft nicht leichter, sondern komplexer und schwieriger.“

Mit der Ministerin im Gespräch bleiben

„Wichtig ist für uns, dass der Schulbetrieb weiterläuft. Gerade die Ausbildung der jungen Landwirte vor Ort ist für uns sehr wichtig. Ich hoffe immer noch, dass wir den Schulstandort in Töging erhalten können. Über diese Frage müssen wir weiter mit der Landwirtschaftsministerin im Gespräch bleiben. Gespräche sind wichtig, aber die Ministerin muss auch bewegen“; betonte BBV_Kreisobmann Ulrich Niederschweiberer.

„Natürlich freuen wir uns, dass sich 20 junge Landwirte dazu entschlossen haben, ihre Ausbildung in Töging zu absolvieren. Damit konnten wir diesen Studiengang anbieten. Natürlich ist es bitter für uns, wenn die Schule 2022 endgültig schließt“, erklärte Leitender Landwirtschaftsdirektor Josef Kobler.

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