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Ein Leben für die Gemeinschaft

Bendikt Ott ist tot.
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Bendikt Ott ist tot.

Mühldorf. – Sein Leben galt der Gemeinschaft und der Kommunalpolitik: 30 Jahre lang war Benedikt Ott Stadtrat in Mühldorf und hat vor allem als Kulturreferent Spuren hinterlassen.

Auf seine Initiative gehen die Gründung der städtischen Musikschule und die Einrichtung der Bücherei im Kornkasten zurück. Zwei wichtige Institutionen, die heute aus Mühldorf nicht wegzudenken sind.

Mit seinem Namen verbinden viele die beliebten alpenländischen Sing- und Musizierabende, die er nach seiner Pensionierung als Lehrer an Kathrein und im Advent im Haberkasten einführte und bis zuletzt organisierte. Die Stadt ehrte ihn dafür 2009 mit der Bürgermedaille. 20 Jahre lang stand er der CSU vor.

Ott war Lehrer mit Leib uns Seele. Geboren in Bollstadt bei Nördlingen kam er nach dem Studium der Geografie, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften an der Maximiliansuniversität in München für zehn Jahre an das Ruperti Gymnasium. Dort lernte er seine Ehefrau Paula Schwarz kennen, sie brachte die Töchter Claudia und Angela und Sohn Michael zur Welt.

Seine berufliche Laufbahn führte ihn an die Fachoberschule in Wasserburg, die er zehn Jahre lang leitete. Über die FOS in Landshut kam er an die Fachoberschule Altötting. Ott bereitete als Lehrer 38 Jahre lang junge Leute auf das Berufsleben vor, 23 Jahre leitete er Schulen. Er war bei Schülern und Kollegen beliebt wegen seiner Korrektheit, Freundlichkeit und dem großen Verantwortungsbewusstsein. Nie verließ ihn die Freude an seinem gewähltenBeruf. Von allen wurde er geschätzt wegen seiner Hilfsbereitschaft und Standfestigkeit.

Gern verbrachte er Freizeit in Südtirol, wohin er auch zahlreiche Törggelenfahrten organisierte. Dann erwies er sich dort als profunder Kenner des Landes und der Menschen.

Ott ist in der vergangenen Woche im Alter 86 Jahren gestorben. Um ihn trauern seine Frau, die drei Kinder und zehn Enkelkinder. nz

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