Landwirtschaft ist seine Leidenschaft

Hans Anzenberger feierte kürzlich seinen 80. Geburtstag. re

Rattenkirchen – Im Kreise seiner Familie, der Nachbarn und Bekannten feierte Hans Anzenberger aus Wald, Gemeinde Rattenkirchen, seinen 80.

Geburtstag. Seinen derzeitigen körperlichen Zustand bezeichnet er als „verbesserungswürdig“, die detailgenauen Erzählungen aus seinem reichhaltigen Leben und sein enormes Faktenwissen zeugen aber von hoher geistiger Frische.

Hans Anzenberger wurde am 15. Februar 1940 als einziges Kind der Eheleute Johann und Franziska Anzenberger in Waldsberg, Gemeinde Rattenkirchen, geboren. Hier, auf dem landwirtschaftlichen Anwesen seiner Eltern, verbrachte er einen großen Teil seines Lebens, und hier entwickelte sich auch seine Liebe zur Landwirtschaft.

Nach dem Schulbesuch in Rattenkirchen und dem sich anschließenden Besuch der Berufsschule arbeitete er auf dem elterlichen Hof, wobei ihm sein Interesse an der Technik zugute kam. Als am 17. Juni 1955 eine Melkanlage in den Stall eingebaut wurde, sollte am Abend desselben Tages die Einweisung in die Handhabung der Anlage erfolgen. Nachdem der einweisende Techniker angekommen war, musste er feststellen, dass die Kühe bereits gemolken waren: Der junge Hans Anzenberger hatte die Anlage allein zum Laufen gebracht.

Das Jahr 1966 brachte großes Leid über die Familie, denn mit dem Tod seiner Mutter, zu der er eine tiefe Beziehung hatte, brach der Mittelpunkt der Familie weg, und bereits 1973 starb auch sein Vater.

Fast zwei Jahrzehnte bewirtschaftete Hans Anzenberger das Anwesen alleine, dann gab er die Landwirtschaft auf. Beruflich blieb er der Landwirtschaft treu, denn nun nahm er für die Milcherzeugergemeinschaft Mühldorf bei den Landwirten Milchproben ab.

1990 trat erneut eine Wende in seinem Leben ein, denn er ehelichte die verwitwete Barbara Aigner von Wald, zog auf deren Anwesen und übernahm zusammen mit seiner Frau die Verantwortung für die fünf Kinder und die Bewirtschaftung des Hofes. 2006 wurde dann der Hof übergeben, aber langweilig wurde ihm dennoch nie, denn auf einem Bauernhof gibt es immer etwas zu tun. Vor allem das Arbeiten im Wald macht ihm Spaß. Gerne unternimmt er Tagesfahrten, ansonsten ist er am liebsten zu Hause. Seit 60 Jahren ist er als sehr guter Schütze Mitglied der Eichenlaubschützen, und auch der Marianischen Männerkongregation hält er seit 60 Jahren die Treue. Sein Wunsch für die Zukunft ist, dass er bald wieder zum Arbeiten in den Wald gehen kann. Bürgermeister Rainer Greilmeier überbrachte die guten Wünsche der Gemeinde und einen prächtigen Geschenkekorb. krl

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