Landschaftspflegeverband fordert Schutz von Flussregenpfeifern

Der Flussregenpfeiferist ein Meister der Tarnung.Wolf

Waldkraiburg – Am Inn wurden vor einigen Tagen Flussregenpfeifer beobachtet.

Die sehr seltenen Vögel sind sogenannte Kiesbrüter. Entlang von Flüssen legen sie ihre zwei bis vier Eier in eine kleine Nistmulde auf Kiesbänken. Die Eier unterscheiden sich kaum vom umliegenden Kies und sind somit perfekt gegen Raubtiere getarnt. Aber nicht nur Raubtiere können den Kiesbrütern gefährlich werden, sondern auch der Mensch.

Durch die hervorragende Tarnung sind die Eier und Küken so gut wie unsichtbar. Das birgt die Gefahr, dass die Eier unbemerkt zertreten werden. Wenn sich Menschen auf den Kiesbänken aufhalten, werden die Altvögel vom Gelege vertrieben. Sobald die Vogeleltern nicht mehr zu ihren Eiern oder Küken kommen, können diese überhitzen oder auskühlen und sterben. Auch freilaufende Hunde gefährden Eier und Jungvögel.

Der Landschaftspflegeverband (LPV) Mühldorf will gemeinsam mit der Jägerschaft, der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Mühldorf, dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und der Stadt Waldkraiburg die Freizeitsuchenden mit Hinweistafeln über die Brutplätze der Flussregenpfeifer informieren.

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