Landkreis Mühldorf zahlt mehr Geld für die Familienstützpunkte

Der Familienstützpunkt „Haus der Begegnung“ in Mühldorf kann im nächsten Jahr mit mehr Geld rechnen. Bauer
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Der Familienstützpunkt „Haus der Begegnung“ in Mühldorf kann im nächsten Jahr mit mehr Geld rechnen. Bauer

Einstimmig hat der Ausschuss für Jugendhilfe, Bildung und soziale Netzwerke der Erhöhung des Zuschusses für die Familienstützpunkte von 5000 auf 7000 Euro zugestimmt. Landrat Georg Huber hatte die Erhöhung vorgeschlagen.

Mühldorf/Waldkraiburg – Neben den bestehenden Familienstützpunkten am Familienzentrum in Waldkraiburg, am Haus der Begegnung in Mühldorf sowie am Kinderhaus in Gars kommt Mitte November einneuer Stützpunkt bei den „Isenzwergerl“ in Ampfing dazu. Geplant sind darüber hinaus weiter Familienstützpunkte in Haag und in Neumarkt-St. Veit.

Weitere Stützpunkte in Haag und Neumarkt geplant

Seit Januar 2015 nimmt der Landkreis am Förderprogramm zur strukturellen Weiterentwicklung kommunaler Familienbildung und zur Einrichtung von Familienstützpunkten des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales teil. „In den letzten zweieinhalb Jahren haben sich die Familienstützpunkte im Landkreis Mühldorf positiv weiter entwickelt und sind in ihren jeweiligen Städten und Gemeinden angekommen“, bilanzierte Huber.

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Seit dem Start der Familienstützpunkte wurden diese mit einem einmaligen Startgeld von 3000 Euro sowie einem jährlichen Zuschuss von 5000 Euro durch den Landkreis Mühldorf gefördert. Da die Familienstützpunkte gut angelaufen sind, möchten nun die FSP-Fachkräfte ihre Angebote weiter ausbauen und weitere Zielgruppen wie Jugendliche oder Großeltern erreichen. Dies sei mit dem derzeitigen Budget jedoch schwer realisierbar, weil die Angebote auch weiterhin möglichst kostengünstig für Familien sein sollen, hieß es.

Steigende Personalkosten

Neben den steigenden Personalkosten für die Fachkräfte sind auch die Honorare für Dozentinnen und Dozenten, welche Projekte und Vorträge in den Familienstützpunkten anbieten, in den letzten Jahren angestiegen. Im Austausch mit Koordinierungsstellen für Familienbildung und Familienstützpunkte in anderen Landkreisen kam außerdem zur Sprache, dass diese ihre Familienstützpunkte im Durchschnitt mit rund 11 000 Euro jährlich unterstützen.

Gesamtkosten steigen von 20 000 auf 42 000 Euro

Die Kosten für den Landkreis Mühldorf erhöhen sich in Summe von 20 000 Euro auf 42 000 Euro, wenn alle sechs Familienstützpunkte ihre Arbeit aufgenommen haben. Dazu kommen die Mittel durch den Freistaat Bayern und der jeweiligen Kommune.

Der Ausschuss stimmte der Erhöhung des Zuschusses für die Familienstützpunkte auf 7000 Euro ab dem Jahr 2020 ohne Gegenstimme zu. Der einmalige Zuschuss zu Beginn des Familienstützpunktes bleibt bei 3000 Euro. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Gelder entsprechend im Haushalt von „Lernen vor Ort“ einzuplanen.

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