Überschwemmung nach anhaltendem Regen

Land unter in Neumarkt-St. Veit: Rott tritt bei Lamprechten über die Ufer

In Höhe von Lamprechten hat die Rott Platz genug, um sich auszubreiten. Der Schaden hält sich in Grenzen.
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In Höhe von Lamprechten hat die Rott Platz genug, um sich auszubreiten. Der Schaden hält sich in Grenzen.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Erst der viele Schnee, dann Plus-Grade, es folgte Tauwetter und den Rest besorgten die Regenfälle – die Wetterdienste hatten es zu Beginn der Woche schon angekündigt, dass die Wetterkapriolen der vergangenen Tage durchaus zu Überschwemmungen führen könnten. Neumarkt-St. Veit kommt wohl mit einem blauen Auge davon.

Neumarkt-St. Veit – Tatsächlich haben die Wassermassen der Rott deutlich zugenommen. Das Flüsschen, das gewöhnlich mit einer Tiefe von konstant 63 Zentimetern durch die Neumarkt-St. Veit mäandert, hatte am Freitagmorgen an der Meldestelle in Kinning um 5 Uhr einen Pegel von 2,09 Metern erreicht und damit die Meldestufe 1 um 19 Zentimeter überschritten. Zum Vergleich: die Meldestufe 2 wäre bei 2,40 Metern erreicht, die dritte Meldestufe bei 2,80 Meter.

Überschwemmung bei Lamprechten und Furth

Davon war der Fluss weit entfernt. Doch reichten die Schneeschmelze und die Regenfälle, dass Teile von Neumarkt-St. Veit überschwemmt wurden. Im Bereich von Lamprechten und Furth trat die Rott über die Ufer, dabei handelt es sich aber um einen Bereich, wo die Rott genügend Platz hat, sich auszubreiten, ohne größeren Schaden zu verursachen.

Fotos vom Hochwasser bei Neumarkt-St. Veit am 29. Januar

Hochwasser bei Neumarkt-St. Veit am 29. Januar
Hochwasser bei Neumarkt-St. Veit am 29. Januar
Hochwasser bei Neumarkt-St. Veit am 29. Januar
Hochwasser bei Neumarkt-St. Veit am 29. Januar
Fotos vom Hochwasser bei Neumarkt-St. Veit am 29. Januar

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„Bis jetzt jedenfalls gab es noch keine Mitteilungen, dass Keller vollgelaufen wären oder Gulli-Deckel durch die Wassermassen nach oben gedrückt worden seien“, teilte Thomas Voglsamer vom Neumarkt-St. Veiter Bauhof am Freitag gegen 11 Uhr mit. Regelmäßig schaut der städtische Mitarbeiter nach dem Rechten, kontrolliert die Pegelstände vor allem innerorts. Auch die Feuerwehren seien bis dato nicht ausgerückt, „ich denke, dass wir mit einem blauen Auge davon gekommen sind“, gab Voglsamer noch am Vormittag Entwarnung.

Höchststand war um 5 Uhr morgens erreicht

Wo Tegernbach und Rott zusammenfließen schwoll die Rott am Freitagmorgen bedrohlich an.Janesch

Seit dem Höchststand um 5 Uhr morgens sei der Pegel am Freitag schrittweise zurückgegangen, um 10 Uhr lag er laut dem Hochwassernachrichtendienst Bayern an der Messstelle in Kinning schon wieder bei 2 Metern. „Aber es ist schon verrückt“, sagt Voglsamer. Vor zwei Tagen sei der Bauhof noch damit beschäftigt gewesen, die Straßen von den Schneemassen zu befreien. Und jetzt die Regenfälle.

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Am Dienstag war die Stadt dann auch noch damit konfrontiert, dass ein Räumfahrzeug wegen Achsbruchs ausgefallen war. Mit einem Ersatzfahrzeug konnten die Mitarbeiter des Bauhofs deswegen erst am Mittwoch am Stadtplatz zu Werke gehen und die Parkplätze räumen.

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Im innerstädtischen Bereich blieb die Rott am Freitag in ihrem Flussbett, auch wenn die Wassermassen scheinbar bedrohlich angeschwollen waren. Auf Höhe des Schwimmbades hatte dies zur Folge, dass die Dämme, die ein Biber in den vergangenen Monaten gebaut und damit die Rott in ein relativ ruhiges Fahrwasser verwandelt hatte, überschwemmt wurden.

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