Der Zauberstab hat doch drei Enden

So unterhaltsam kann Zauberei für Kinder sein: Rene Frotscher. vk
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So unterhaltsam kann Zauberei für Kinder sein: Rene Frotscher. vk

Mühldorf. – Es war sein erstes großartiges Kunststück: Kaum stand Zauberer Rene Frotscher am Sonntag auf der Bühne, hing die quirlige Kinderschar im Haberkasten, die Sekunden vorher noch lustig munter auf den Stühlen rumrutschte, schwatzte und aufgeregt an den Lehnen zerrte, an seinen Lippen und verfolgte fortan aufmerksam das lustige Treiben.

Dass die Kinder ihm über eine Stunde ihre Aufmerksamkeit schenkten und dabei herzhaft lachten, kicherten, gut aufpassten und an den richtigen Stellen ihren Einsatz nicht verfehlten, war dem Humor des Künstlers geschuldet.

Sehr unaufgeregt und nicht überdreht kringelten sich die jungen Besucher über seine Sprüche: „Als ich ein kleines Mädchen war...“ oder „Wie alt bist du?“ „Zehn? Als ich in deinem Alter war, war ich schon elf.“ „Wie heißt du? Anna? Mein Opa hieß auch Anna. - Nur ein Witz, er hieß Charlotte.“ Auch Kinder mögen trockenen Humor.

Zur guten Stimmung trugen nicht nur eine ganze Reihe Zaubertricks bei wie etwa eine wundersame Geldvermehrung aus einem abgebrannten Portemonnaie. Auch dass immer wieder Kinder aus dem Publikum Rene auf der Bühne assistieren durften, peppte das kurzweilige Programm auf. So hatte der kleine Johannes plötzlich Tücher im Pulloverärmel. Bei Julian zauberte Künstler Rene Geldstücke aus Armen, Ohren und hinterm Rücken hervor. Elisabeth und Jonas assistierten beim Verknoten von bunten Tüchern. Und Quirin tanzte mit ihm einen Papiertaschentuchtanz. Am Ende zog er dem Zauberer eine schier endlos scheinende Papierschlange aus dem Mund. Und gemeinsam mit allen Kindern im Haberkasten zauberte er – aus Versehen natürlich – aus dem Nichts Minibananen hervor.

Aufgeregt halfen sie ihm bei der Suche nach dem Zauberstab mit den drei Enden – den es tatsächlich gibt. Und so wurde aus den angekündigten 50 Minuten eine feine Stunde höchst unterhaltsamer Zauberei.

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